Letzte Aktualisierung: 07.03.2017

Die wichtigsten Warnmelder im Haushalt im Überblick

Warnmelder gewährleisten im Haus Sicherheit und Schutz, unter anderem vor Schäden durch Feuer oder Wasser. Zu den wichtigsten Meldern zählen Rauchwarnmelder, Herdwächter, CO- und CO2-Warnmelder und Wassermelder.

Überblick über die wichtigsten Warnmelder im Haushalt

In den eigenen vier Wänden fühlen wir uns in der Regel besonders gut geschützt und aufgehoben. Sicher sind Wohnung und Haus aber erst dann, wenn sie auch einen ausreichenden Schutz vor Gefahren wie Feuer, Rauch, Wasser oder giftigen Gasen bieten. Denn Rauch, der die Bewohner im Schlaf überrascht, oder Kohlenstoffmonoxid, das aufgrund einer defekten Heizung austritt, kann schnell lebensgefährlich werden. Warnmelder sind effektive Schutzinstrumente, welche die Bewohner rechtzeitig durch ein lautes akustischen Signal auf die Gefahren aufmerksam machen. Experten stellen hier verschiedene Warnsensoren vor, die einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit von Mensch und Gebäude leisten und sich in vielen Fällen als Lebensretter bewährt haben.

Rauchwarnmelder: Sichere Frühwarnung bei Rauch- und Brandgefahr

Die meisten Opfer von Bränden ersticken am Rauch. Er überrascht die Bewohner häufig im Schlaf und sie bemerken ihn nicht rechtzeitig genug, um sich in Sicherheit zu bringen. Dieses Risiko minimieren Rauchwarnmelder, die bei übermäßiger Rauchentwicklung einen durchdringenden Ton von sich geben.

Seit Januar 2017 ist die Installation eines Rauchwarnmelders in Neubauten bundesweit Pflicht. Bei Bestandsbauten variieren die Regelungen in den einzelnen Bundesländern: Während im Saarland und Schleswig-Holstein bereits seit 2004 eine Pflicht zur Installation von Rauchwarnmeldern besteht, galt diese Pflicht in Nordrhein-Westfalen erst ab 2013 und in Sachsen ab 2016. Der Sicherheit wegen sollten Rauch- und Brand-Warnmelder aber unabhängig von einer gesetzlichen Pflicht in jeder Wohnung installiert sein.

Sinnvoll ist der Einbau in allen Wohn- und Schlafräumen sowie im Flur. Für einen lückenlosen Schutz sollte jeder Raum mit einem Rauchwarnmelder ausgestattet werden, auch Keller und Küche - denn Feuer kann grundsätzlich überall ausbrechen.

Um Fehlalarme durch den Warnmelder auszuschließen, sollten in der Küche Modelle mit Zwei-Kammer-Mess-System zum Einsatz kommen, die zwischen Wasserdampf aus dem Kochtopf und gefährlichem Rauch unterscheiden. Durch die spezielle Bi-Sensor-Prozessor-Technologie schlagen diese Warnmeldertypen außerdem auch schon bei auffälliger Hitzeentwicklung Alarm. Für ein Plus an Sicherheit können die Geräte per Funk miteinander vernetzt werden: Schlägt ein Rauchwarnmelder Alarm, geben alle anderen Geräte ebenfalls ein Signalton ab.

Beim Kauf ist Qualität entscheidend, Billigprodukte sind oft unzuverlässig. Verbraucher sollten daher auf das Q-Zeichen achten, das in Verbindung mit dem Prüfzeichen der Prüfinstitute VdS Schadenverhütung oder dem Kriwan Testzentrum verwendet wird. Für die Beratung, den Einbau sowie die Wartung der Geräte empfiehlt die DIN 14767 (Nationale „Anwender-Norm“ zur Planung, Einbau, Betrieb und Instandhaltung von Rauchwarnmeldern bzw. Heimrauchmeldern) sich an eine geprüfte Fachkraft für Rauchwarnmelder zu wenden. So wird der einwandfreie Betrieb der Rauchwarnmelder gewährleistet.

Herdwächter sorgt für Sicherheit in der Küche

In der Küche ist der Herd die häufigste Brandursache. Rund 125.000 Schadensfälle pro Jahr gehen laut Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) in Deutschland auf sein Konto. Die meisten Herdbrände (30 %) entstehen dabei durch auf der Kochplatte abgelegte Gegenstände, 16 % durch Fett-, Öl- und Kochgutbrände und nur 1 % durch elektrische Defekte wie Kurzschluss mit Lichtbogenüberschlag. Ein Herdwächter kann helfen, Brände wirksam zu verhindern.

Der Warnmeldesensor wird einfach über dem Kochfeld oder unter der Dunstabzugshaube angebracht, die dazugehörige Steuereinheit, die per Funk mit dem Sensor verbunden ist, installiert der Elektrofachmann in der Zuleitung zum Herd.

Der Sensor überwacht Zeit, Bewegung, Stromverbrauch und Temperatur, entsteht dabei ein Ungleichgewicht, etwa ein abrupter Temperaturanstieg, schlägt der Herdwächter Alarm. Wird dieser nicht innerhalb von 15 Sekunden vom Bewohner deaktiviert, unterbricht die Steuereinheit die Stromzufuhr zum Herd, um mögliche Gefahren zu vermeiden.

CO-Warnmelder schützen vor Vergiftungen

Kohlenmonoxid (CO) entsteht bei der unvollständigen Verbrennung von kohlenstoffbasierten Brennstoffen, wie beispielsweise Gas, Kohle, Öl und Holz. Es kann von jedem Gerät produziert werden, bei dem die Verbrennung nicht richtig funktioniert oder der Kaminschacht blockiert ist.

Auch, wenn sie regelmäßig gewartet und überprüft werden: Heizungen oder Kamine bergen die Gefahr eines Defektes und damit eines erhöhten Kohlenstoffmonoxid-Ausstoßes. Dieses giftige Gas bildet sich zum Beispiel dann, wenn bei einem Kaminfeuer der Verbrennungsvorgang wegen ungenügender Sauerstoffzufuhr nicht richtig funktioniert. Auch bei Gasthermen können die Abgaswerte zu hoch sein.

Das Tückische am Kohlenstoffmonoxid: Es ist farb-, geruch- und geschmacklos. Eine Vergiftung kann sehr schnell tödlich sein. Um solche Unfälle zu verhindern, empfehlen Experten, einen Kohlenstoffmonoxid-Warnmelder, auch CO-Melder genannt, zu installieren.

Der CO-Melder überwacht über elektrochemische Sensoren durchgehend den Kohlenstoffmonoxidgehalt in der Raumluft und gibt sowohl einen lauten Alarmton als auch ein optisches Signal ab, sobald die CO-Konzentration einen bestimmten Schwellenwert überschreitet.

CO-Warnmelder sollten im Schlafzimmer oder im Flur in der Nähe der Schlafräume installiert werden. zimmer. Der Alarm sollte in allen Schlafzimmern laut und deutlich zu hören sein. In mehrstöckigen Häusern empfiehlt sich eine Installation auf jedem Stockwerk. Der Warnmelder wird i.d.R. an der Wand in geeigneter Höhe angebracht. Da der Warnmelder im Idealfall das Kohlenmonoxid als erstes wahrnehmen sollte, darf der CO-Warnmelder auf keinen Fall hinter Vorhängen oder Möbeln installiert werden.

CO2-Warnmelder sorgen für gute Luftqualität

Häufig verwechselt mit dem CO-Melder wird der Raumluftsensor bzw. CO2-Sensor. Dieser misst den Kohlenstoffdioxidgehalt in der Raumluft und zeigt an, ob er über oder unter dem eingestellten Grenzwert liegt. CO2-Sensoren kommen vielfach in Schulen und Klassenzimmern, in Büros und Tagungsräumen oder auch in Passiv- und Niedrigenergiehäusern zum Einsatz.

CO2 ist ein geruchs- und geschmacksneutrales Gas, das für den Menschen nur durch seine negativen Eigenschaften spürbar wird: Unwohlsein, Konzentrationsschwäche und Leistungsabfall. Wirklich gute Raumluftqualität übersteigt einen Grenzwert von 1000 ppm CO2 nicht. Auf Grund dessen fordert die DIN 1946-6 einen Außenluftvolumenstrom von 30m3/h pro Person. Ein Kohlendioxidwert von 1000 ppm CO2 ist bei heutigen Baustandards und der hohen Dichte der Gebäudehüllen durch gelegentliches Lüften oder gekippte Fenster nicht zu erreichen.

Daher ist Kohlenstoffdioxid ein guter Indikator für die Luftqualität – ein hoher CO2-Wert ist ein Beleg für verbrauchte Raumluft. Wird der Grenzwert überschritten, kann eine entsprechende Funktion automatisch angesteuert werden, beispielsweise Fenster öffnen oder Lüfter einschalten. Häufig werden CO2-Warnmelder daher als Sensor innerhalb eines Smart Home-Systems eingesetzt.

Wassermelder warnen rechtzeitig vor Wasserschäden

Eine überlaufende Badewanne, ein geplatzter Wasserschlauch an Wasch- oder Spülmaschine oder ein Rohrbruch: Wasserschäden sind nicht nur ärgerlich, ihre Behebung ist meist auch kostspielig. Frühzeitig erkannt, lässt sich das Schlimmste verhindern. Möglich wird das mit einem Wassermelder, der am Boden der Küche, im Badezimmer oder im Keller zum Einsatz kommt.

Der Wasser-Warnmelder reagiert auf Wasser und andere Flüssigkeiten; sobald seine Kontaktpunkte damit in Berührung kommen, schlägt er Alarm, sodass die Bewohner schnell eingreifen können. So können Schäden, die durch Rohrbrüche oder geplatzte Wasserschläuche von Wasch- oder Spülmaschinen entstehen, frühzeitig erkannt und durch schnelles Eingreifen verhindert werden. Für mehr Flexibilität können die Kontaktpunkte entweder direkt am Warnmelder belassen oder durch ein Kabel an einer entfernteren Stelle angebracht werden.

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