Letzte Aktualisierung: 24.10.2020

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Aufbau von elektrischen Fußbodenheizungen

Wie ist eine elektrische Fußbodenheizung aufgebaut? Worin unterscheidet sich der Aufbau bzw. die Aufbauhöhe bei einer elektrischen Speicherheizung und einer elektrischen Fußbodendirektheizung?
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Wird die elektrische Fußbodenheizung als Fußboden-Direktheizung (Fußbodentemperierung) eingesetzt, werden die Heizmatten direkt unter dem Oberflächenbelag in Nivellierspachtel oder Fliesenkleber verlegt. Beim Einsatz als Fußboden-Speicherheizung werden die Heizmatten hingegen in den Estrich eingebracht. Der Aufbau beider Systeme unterscheidet sich im Grunde nur hinsichtlich der Verlegetiefe und somit der Aufbauhöhe.

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Schichtaufbau einer elektrischen Fußbodenheizung

1) Dampfsperre

Vor dem Verlegen der Heizmatten und der Dämmschicht wird bei nicht unterkellerten Räumen nach DIN 4117 zunächst eine Abdichtung wie z. B. Feuchtigkeitssperre bzw. Dampfsperre aufgebracht, die an den Wänden über das Fußbodenniveau des fertigen Fußbodens hinausragt.

2) Dämmschicht

Die Dämmschicht besteht in der Regel aus Dämmstoffplatten, die im Fugenwechsel fugenversetzt verlegt werden und vollflächig aufliegen müssen. Die Fußbodenaufbauten (Dämmschichten) unterhalb der Heizebene müssen der DIN 4108 und der EnEV entsprechen und die Mindestanforderungen an den Trittschallschutz nach DIN 4109 erfüllen.

3) PE-Folie

Damit die Wärmedämmung nicht vom Anmischwasser des Estrichs aufgeweicht wird, wird die obere Lage z.B. mit einer PE-Folie (Stärke 0,2 mm) abgedeckt. Dieser Aufbau verhindert gleichzeitig das Entstehen von Mörtelbrücken. Die PE-Folie wird an den Stößen etwa 10 cm überlappt und seitlich vor dem Randdämmstreifen hochgezogen, so dass die Folie über die fertige Bodenkonstruktion hinausragt.

4) Heizmatten

Dann werden die Heizmatten entsprechend des Verlegeplanes so ausgelegt, dass die Kaltleiteranschlüsse möglichst nahe zur Anschlussdose liegen. Das Schutzgeflecht der Leitung wird am Schutzleiter angeschlossen. Die Heizmatten sollten jedoch nicht unter Badewannen, Duschwannen oder Küchenzeilen verlegt werden.

5a) Estrich

Wird die elektrische Fußbodenheizung als Fußboden-Speicherheizung eingesetzt, so wird nun auf die Heizmatte der Estrich aufgebracht. Hinsichtlich des Aufbaus unterscheidet man dabei zwischen einer Verlegung im Estrich und einer Verlegung unter dem Estrich. Während die Verlegung unter dem Estrich in einem Arbeitsgang erfolgt, ist die Verlegung im Estrich aufwendiger, da eine Nass-in-Nass-Verlegung des Estrich erfolgen muss.

5b) Nivellierspachtel oder Fliesenkleber

Wird die elektrische Fußbodenheizung zur Fußbodentemperierung eingesetzt, so werden die Heizmatten nach dem Auslegen vollständig in Nivellierspachtel oder Fliesenkleber eingebunden. Eine Verlegung an der Luft ist nicht zulässig, da sonst die Heizleitungen durchbrennen können. Darauf wird dann der Oberbelag verlegt.

6) Oberbelag

Abschließend wird der jeweilige Oberbelag aufgebracht. Als Oberböden sind Fliesen, Keramikplatten, Natur- und Betonstein geeignet. Diese werden im Mörtelbett oder mit geeignetem Kleber im Dünnbettverfahren auf den ausgehärteten Estrich geklebt. Auch Textilbeläge, PVC, Linoleum, Parkett und Laminat können verlegt werden, wenn sie für Fußbodenheizungen geeignet sind.

Aufbauhöhe bei Fußbodendirekt- und -speicherheizungen

Elektrische Fußbodenheizungen als Direktheizungen werden im Neubau und vor allem wegen ihrer geringen Aufbauhöhe auch in der Altbausanierung eingesetzt. Eine solche Dünnbettheizung hat eine Aufbauhöhe von etwa 5 mm, die Heizmatten selbst haben eine Aufbauhöhe von ca. 2 mm bis 3 mm. Während bei normalen Fußbodenheizungen häufig Türen und Zargen angepasst werden müssen, ist dies bei einer solchen Aufbauhöhe nicht nötig. Dies spart insbesondere bei der Sanierung Kosten.

Bei elektrischen Fußboden-Speicherheizungen ist die Aufbauhöhe nur bedingt durch die Dicke des Speicherestrichs beeinflussbar. Für eine einwandfreie Funktion der Speicherheizung sollte die Speicherschichtstärke nur dann verringert werden, wenn raumumschließende Flächen als sekundäre Wärmespeicher mit berücksichtigt werden können. Je größer die Speicherkapazität dieser Flächen, desto geringer kann die Estrichstärke bzw. die Aufbauhöhe der elektrischen Fußbodenspeicherheizung sein.

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