Letzte Aktualisierung: 24.10.2020

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Elektrische Fußbodenheizung für fast jeden Bodenbelag geeignet

Welche Bodenbeläge eignen sich für die elektrische Fußbodenheizungen?
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Elektrische Fußbodenheizungen können unter Fliesen, mittels Trittschalldämmung oder Isolation auch unter Laminat, Parkett, Teppich- und PVC-Böden verlegt werden. Der geeignete Untergrund ist trocken, eben und tragfähig. Die meisten Bodenbeläge lassen sich ohne größeren Aufwand auf der Flächenheizung, die aus Heizmatte oder Heizfolie besteht, verlegen.

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Untergrund, Basisboden und Bodenbelag

Bevor man darüber nachdenkt, unter welchen Boden man die elektrische Fußbodenheizung verlegen soll, also unter Fliesen, Laminat, Parkett oder sonstigen Bodenbelägen oder wie viel Quadratmeter an Fläche verlegt werden sollen und ob die Elektro-Heizung als Zusatz oder alleinige Heizung sinnvoll eingesetzt werden kann, sollten im Vorfeld die jeweiligen Begrifflichkeiten näher betrachtet werden.

Denn Boden meint nicht gleich Bodenbelag und gäbe es nur diese beiden Begriffe, wäre es einfacher. Oft wird einfach nur von Boden gesprochen, wenn auch der Bodenbelag gemeint ist. Für das Planen oder Verlegen von elektrischen Fußbodenheizungen sollte der Aufbau der elektrischen Fußbodenheizungnach Untergrund oder Unterboden und Basisboden unterschieden werden und dem darüber verlegten Bodenbelag wie:

  • Laminat, Parkett, Kork
  • Teppich und PVC-Bodenbelag
  • und auch unter Fliesen

Dazwischen kommen meist noch verschiedene Schichten und Auslagen, die zur Entkopplung-, Wärmedämmung oder als Trittschalldämmung dienen. Bei der elektrischen Variante der Fußbodenheizung ist auf ausreichende Dämmung im Unterbau zu achten, sonst könnte der Stromverbrauchunnötig hoch ausfallen.

Abhängig ist dies aber vom vorhandenen Untergrund, der bestehen kann aus:

  • Estrich
  • Altbeläge, Fliesen, Beschichtungen
  • Holzboden etc.

Basis für die elektrische Fußbodenheizung

Der vorhandene Untergrund kann frischer (getrockneter) oder alter Estrich, Holz- oder auch Fliesenboden sein, dieser muss dann noch aufbereitet oder behandelt werden um in als tragfähige Basis für die eigentliche Verlegung der elektrischen Fußbodenheizung nutzen zu können.

Nach dem die geeignete Basis vorhanden oder geschaffen ist, die

  • trocken,
  • sauber,
  • eben und
  • wärmebeständig

sein sollte, wird erst die Elektroheizung verlegt. Die Verlegung kann auch direkt in eine Ausgleichsmasse oder in Fliesenkleber erfolgen, meist dann, wenn die elektrische Fußbodenheizung unter Fliesen verlegt wird.

Weitere Arbeiten, wie Wärmedämmung, Isolation und Verfugungsarbeiten sind vor und nach dem eigentlichen Verlegen ebenfalls einzuplanen. Erst nach dem auch die elektrischen Verlegearbeiten abgeschlossen sind, und bei Laminat, Parkett, Kork, PVC oder Teppichböden die Trittschalldämmung verlegt ist und abschließende Verfugungen oder Fliesenestrich beziehungsweise Feinzement aufgebracht ist, kommt der eigentliche Bodenbelag darüber.

Eignung von Unterbodenbelägen für elektrische Fußbodenheizungen
Unterboden Verlegebedingungen
Estrich Für Fußbodenheizungssysteme geeignet; ggf. ist eine Grundierung erforderlich. Bei Verlegung auf ausreichende Randfuge und Dehnungsfugen achten.
Trockenestrich und Gipsplatten Teilweise ungeeignet, da Temperaturbeständigkeit des Gips je nach Hersteller nicht gewährleistet.
Spanplatten und OSB-Platten Geeignet bei ausreichender Stärke. Unterbau sollte trittfest, nicht schwingend oder biegend sein; evtl. ist eine Grundierung erforderlich.
Asphaltestrich Einsatz ist abhängig von der Temperaturbeständigkeit des Asphaltestrich; bei alten Estrichen kann es zu Verformungen kommen.
Rohbeton ohne Dämmung Verlegung ungeeignet, da aufgrund des Wärmeverlustes nach unten keine Bodenerwärmung der elektrischen Fußbodenheizung erreicht wird.

Eignung der Bodenbeläge für elektrische Fußbodenheizung

Wer mit dem Gedanken spielt eine elektrische Fußbodenheizung zu verlegen, egal ob im Neubau oder als Nachrüstung, entscheidet sich meist dafür, weil er gerne flächige Raum- und angenehme Fußbodenwärme genießen möchte. Und häufig fragen sich Verbraucher dann zurecht:

Welcher Bodenbelag eignet sich eigentlich für eine elektrische Fußbodenheizung? Die Antwort darauf ist einfach: Die elektrische Fußbodenheizung eignet sich grundsätzliche für alle Bodenbeläge, die wärmebeständig und gut wärmedurchlässig sind.

Elektro-Fußbodenheizung können sich also eignen, für den Einsatz:

  • unter Laminat- oder Parkett- und Korkboden
  • unter PVC- oder Teppichboden
  • unter Fliesen, Marmor und Granit

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Elektrische Fußbodenheizung unter Laminat, Parkett und Kork

Heizmatten und Heizfolien lassen sich unter Laminat und Parkett sowie Kork verlegen. Bei Holz- und Laminatböden empfehlen Hersteller von elektrischen Fußbodenheizungen in der Regel auf die Verwendung von niedrigeren Heizleistungen.

Die Heizleistung von elektrischen Fußbodenheizungen sollte bei Parkett, Laminat oder auch Kork etwa zwischen 50 und 140 Watt pro Quadratmeter liegen.

Meist wird die elektrische Fußbodenheizung auf geeigneter Trittschalldämmung (temperaturbeständig) verlegt und die Heizmatten in eine Ausgleichsmasse verlegt und verspachtelt oder in Alufolie gehüllt.

Zu den besonderen Anforderungen an das Verlegen von Parkett auf einer Fußbodenheizung finden Sie unter www.energie-experten.org/heizung/heizungstechnik/fussbodenheizung/parkett viele weitere Informationen!

Elektrische Fußbodenheizung unter PVC und Teppichboden

Wie bei der elektrischen Fußbodenheizung für unter Laminat oder Parkett, werden auch bei PVC- und Teppichböden zuerst die Heizkabel in einer Ausgleichsmasse verlegt und verspachtelt. Hier kann die Verlegung von Heizfolien die praktikablere Lösung bieten, grundsätzlich ist die Wahl ob Heizfolie oder Heizmatte aber vom Einzelfall abhängig.

Die Heizleistung der elektrischen Fußbodenheizung bei Teppich und PVC ist abhängig von der Wärmebeständigkeit der Belagunterseite.

Die verlegten Teppich- und PVC-Böden sollten wärmebeständig sein. Bei Teppichbelägen ist vor allem auf Eignung durch die Belagunterseite zu achten, weil besondere Teppich- und PVC-Beschichtungen die Wärme der elektrischen Fußbodenheizung zu sehr abschirmen und isolierend wirken könnten. Die passende Heizleistung hängt von der Beschaffenheit, Stärke und Beschichtung des PVC- oder Teppichbodens ab.

Elektrische Fußbodenheizung unter Fliesen, Marmor und Granit

Großer Beliebtheit erfreuen sich Fliesenheizungen im Badezimmer, aber auch in Wohn- oder Kinderzimmern, Fluren, Hobbykellern etc., weil die Flächenheizung die sonst kalten Fliesen wohltuend erwärmt. Gleiches gilt für Steinböden aus Marmor und Granit. Auf vorhandenem Estrich kann sie gut verlegt werden. Die passende Heizleistung der Fliesen- oder Steinbodenheizung liegt durch die Trägheit des Materials höher als bei Parkett oder Laminat.

Für elektrische Fußbodenheizungen unter Fliesen, Marmor und Granit sind Wattleistungen um die 160 Watt pro Quadratmeter zu empfehlen.

Bei der Variante unter Fliesen und Steinböden, gilt es allerdings die Beläge auf Eignung zu prüfen. Die Wärmebeständigkeit spielt hier zwar keine Rolle, wohl aber die Wärmedurchlässigkeit des Fliesen oder Steinbodens. Hersteller von elektrischen Fußbodenheizungen geben meist eine maximale Dicke des zu verlegenden Materials an. Bei Unklarheiten sollte der verlegende Fachbetrieb oder Händler um Rat gefragt werden. Bei zu dickem Bodenbelag, könnte zu wenig Wärme an die Oberfläche gelangen. Eine unbefriedigende Wärmeabgabe durch zu geringer Oberflächentemperatur bei zu hohem Stromverbrauch könnte die Folge sein.

Übersicht zur Auswahl von Bodenbelag und Heizleistung der elektrischen Fußbodenheizung
Bodenbelag Heizleistung
Laminat, Parkett und Kork Elektro-Fußbodenheizungen für Laminat, Parkett und Kork mit niedrigen Heizleistungen empfohlen.
PVC und Teppich Heizleistung ist abhängig von der Wärmebeständigkeit der Belagunterseite von Teppich- und PVC-Boden.
Fliesen, Marmor und Granit Aufgrund der Trägheit von Fliesen, Marmor und Granit sollte höhere Wattleistungen gewählt werden.

Fachbetriebe auch bei Auswahl des Bodenbelags hinzuziehen

Elektrische Fußbodenheizungen sollten grundsätzlich von Fachleuten installiert und in Betrieb genommen werden. Bei Schäden durch unsachgemäße Verlegung und Installation droht nicht nur der Verlust der herstellerseitigen Garantie und Gewährleistung, sondern auch ein Erlöschen des Versicherungsschutzes im Schadensfall. Daher sollte insbesondere bei der Auswahl des Bodenbelags auch die installierende Firma hinzugezogen werden.

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