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Experten-Leitfaden zum Kauf und Betrieb von Infrarot-Heizkörpern

Wie funktioniert ein Infrarot-Heizkörper? Wie hoch ist der Stromverbrauch? Wie groß muss der Heizkörper sein? Mit welchen Preisen und Kosten muss man rechnen?

Wir stellen Ihnen in diesem Artikel das Funktionsprinzip von Infrarot-Heizkörpern vor. Sie erfahren unter anderem, wie dieser Heizkörpertyp aufgebaut ist, welche bautechnischen und daraus resultierend funktionalen Unterschiede es gibt sowie wie und wo der Infrarot-Heizkörper seiner Heizaufgabe am ehesten gerecht wird. Nicht zuletzt machen wir Sie mit den Preisen und Kosten bekannt, die bei Anschaffung und Betrieb eines Infrarot-Heizkörpers auf Sie zukommen.

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Einordnung der Begriffe Infrarot-Heizkörper, Infrarotheizung & Co.

Eine Infrarotheizung ist gemäß dem Prinzip, nach dem sie arbeitet, eine sogenannte Strahlungsheizung. Wird sie elektrisch betrieben, was heute Großteils der Fall ist (Alternative: gasbetriebene Infrarotheizstrahler), nennt man sie auch elektrische Strahlungsheizung oder kurz nur: Elektroheizung.

Andere ähnlich lautenden Bezeichnungen sind Heizstrahler, Infrarotstrahler, Infrarot-Paneel oder eben Infrarot-Heizkörper. Manchmal stehen auch einfach nur die Buchstaben IR für Infrarot, so dass sich Bezeichnungen wie IR-Heizung, IR-Heizkörper und IR-Paneel ergeben.

Die meisten Infrarot-Heizkörper sind zur Montage an der Wand oder Decke gedacht. Je nach Design fügen sie sich wie ein dekorativer Einrichtungsgegenstand, zum Beispiel als Bild, Spiegel oder Tafel, in Ihre Wohnung ein – und sind nicht zu vergleichen mit dem, was Sie üblicherweise unter einem Heizkörper verstehen.

Moderne Infrarot-Heizkörper sind vielmehr ein Design-Accessoire, das funktional oder auch stilistisch zur Einrichtung passend gekauft wird und hinsichtlich seiner Heizleistung lediglich zusätzlich, lokal begrenzt und jeweils auch nur für eine bestimmte Dauer betrieben wird.

Infrarot-Glasheizkörper (hier "Lohema" von CHT Cottbus) setzen in jedem Raum ein optisches Highlight. (Foto: CHT Cottbuser Haustechnik GmbH)
Infrarot-Glasheizkörper (hier "Lohema" von CHT Cottbus) setzen in jedem Raum ein optisches Highlight. (Foto: CHT Cottbuser Haustechnik GmbH)

Wärmeabstrahlung und Wärmeempfinden von Infrarot-Heizkörpern

Strahlungsheizung bedeutet, dass ein Infrarot-Heizkörper den Großteil seiner Heizwärme abstrahlt. Dabei erwärmt er nicht wie ein herkömmlicher Konvektor (auch Konvektions-Heizkörper genannt), der seine Wärme mittels Konvektion überträgt, die Luft, sondern die Oberflächen der Bausubstanz eines Raumes, also die Oberflächen von Boden, Wänden und Decken, sowie die Oberflächen von Gegenständen im Raum. Auch im Raum befindliche Personen sind Empfänger der Wärmestrahlung eines Infrarotheizkörpers.

Alle Oberflächen absorbieren einen Teil der Strahlung, wobei Wärme entsteht. Ein anderer Teil der Strahlung wird reflektiert, so dass er woanders auftrifft und dort teilweise absorbiert wird – da Energie in einem abgeschlossenen Raum nicht verloren geht, geht das Ganze solange, bis alle Strahlung der Infrarot-Heizkörpers absorbiert worden ist.

In der Praxis ist die Infrarotwärme eines normal großen, mit Haushaltsstrom betriebenen Heizkörpers nur in unmittelbarer Nähe in Abständen von - Abhängigkeit der Heizleistung - etwa 3 bis 5 Metern spürbar. Da der Heizkörper in der Regel eine flache Oberfläche besitzt, werden die Infrarotstrahlen vom Heizkörper vor Allem orthogonal nach vorne in den Raum abgestrahlt und nur wenig gestreut. Sitzt oder steht man also schräg zum Infrarot-Heizkörper versetzt, so wird man nur noch einen Bruchteil der abgestrahlten Infrarotwärme spüren.

Tabelle 1: Beispiele der technischen Daten von Infrarot-Heizkörpern
Größe Leistung Wirkungsbreiech Gewicht
600 x 400 x 25 mm 270 Watt 3 bis 6 m2 5,8 kg
600 x 600 x 25 mm 450 Watt 4 bis 9 m2 7,2 kg
1200 x 400 x 25 mm 510 Watt 5 bis 10 m2 7,8 kg
1200 x 600 x 25 mm 650 Watt 7 bis 13 m2 9,8 kg
1200 x 600 x 25 mm 850 Watt 9 bis 18 m2 14,2 kg
1400 x 600 x 25 mm 1000 Watt 10 bis 20 m2 17 kg

Experten-Wissen: Strahlungswärme lässt sich nicht wirklich mit dem Thermometer messen. Denn selbst dann, wenn das Raumthermometer (nur) 19 Grad Celsius ausweist, wird sich die Wärme im Raum wie angenehme 21, 22 Grad Celsius anfühlen, wenn man sich im Abstrahlungsbereich des Infrarot-Heizkörpers aufhält.

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Technischer Aufbau eines haushaltstypischen Infrarot-Heizkörpers

Der Großteil der Infrarotheizkörper ist wie ein klassisches Plattenheizelement aufgebaut: Es besteht im Kern aus einem Heizleiter. Dieser wandelt den elektrischen Strom (Elektrizität) in Wärme um.

Stromanschluss

Als Stromanschluss nutzt der Infrarot-Heizkörper entweder einen handelsüblichen Netzstecker (siehe auch SchuKo-Stecker) oder er wird herstellerseits mit einem blanken Anschlusskabel ausgerüstet. Sie können ihn demnach direkt mit der Steckdose verbinden oder einen gesonderten elektrischen Anschluss direkt mit Stromleitung mit Haushaltsstrom aus dem Netz versorgen.

Beider Varianten haben Vor- und Nachteile. Während ein Anschluss an die Steckdose sehr praktisch und einfach ist, so wird das Kabel häufig optisch als störend empfunden. Eine Unter-Putz-Verlegung ist hingegen deutlich aufwändiger, versteckt jedoch die Kabelführung und man kann einen gesonderten Ein- und Ausschalter für den Infrarot-Heizkörper installieren.

Soll der Infrarot-Heizkörper an den Endstromkreis im Haus angeschlossen werden, so sollten Sie dies nicht selbst ausführen, wenn Sie sich mit Elektro-Technik und elektrischer Leistung nicht allzu gut auskennen. Überlassen Sie den Job stattdessen einem Elektriker bzw. Fachhandwerksbetrieb, denn die Anschlussleistung einer Infrarotheizung liegt für Privatanwendungen zwischen einigen hundert Watt bis hin zu knapp 3.000 Watt. Am besten Sie fragen den Experten schon vorab nach dem zu Ihrer Heizsituation passenden Infrarotheizkörper!

Schichtaufbau

Die eigentliche Heizschicht des Infrarot-Heizkörpers besteht häufig aus Karbonfasern, Karbonfolien oder einzelnen Adern aus Edelstahlfilamenten. Diese werden mit Glasfasern verstärkt und sind in einer Masse aus Kunststoff eingebettet. Manche Hersteller behaupten, dass ihre Heizleiter-Technik mit Edelstahl-Einzeladern eine längere Lebensdauer hat als die vorbeschriebene Bauweise.

Die Heizschicht des Infrarot-Heizkörpers ist zu einer Seite hin wärmegedämmt, sprich: thermisch isoliert. So wird die im Heizkörper erzeugte Wärme vor allem in eine Richtung (nach vorn in den zu beheizenden Raum) abgegeben.

Von der Heizschicht aus betrachtet setzt sich der Aufbau eines Infrarot-Heizkörpers rückwärtig mit einer Wärme dämmenden Schicht fort. Das ist beispielsweise eine Dämmplatte aus einem Material mit sehr guten wärmedämmenden Eigenschaften wie Steinwolle, die auch ein sehr gutes Brandschutzverhalten (nicht brennbar) mitbringt.

Auf diese Schicht folgt schließlich die Rückwand des Infrarot-Heizkörpers. Sie besteht in der Regel aus verzinktem, pulverbeschichtetem Stahlblech. Die Rückwand soll der Technik im Inneren des Infrarot-Heizkörpers zusätzliche Steifigkeit verleihen.

Die Außenkanten des Infrarot-Heizkörpers sind entweder mit einem Rahmen versehen, der Teil des Gesamtdesigns und entsprechend gestaltet ist. Oder der Infrarot-Heizkörper ist rahmenlos.

Heizkörper-Materialien

Die vordere Abdeckung der Infrarotheizung, die rückseitig von der Heizschicht aufgeheizt wird, kann aus einer Vielzahl unterschiedlicher Materialien bestehen. Zu den beliebtesten Infarot-Heizkörpermaterialien zählen: 

  • pulverbeschichtetes Metall (Aluminium, Stahlblech)
  • Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG-Glas, Spiegelglas)
  • Natursteinplatte (meist Keramik, Granit, Marmor oder Sandstein)

Die Vorderseite des Infrarot-Heizkörpers erwärmt sich je nach Beschaffenheit des Materials auf eine Temperatur zwischen 85 und 95 Grad Celsius. Somit besteht keine Verbrennungsgefahr, wenngleich das Berühren als unangenehm gewertet werden kann.

  • Pulverbeschichteter Stahl beispielsweise bringt in Sachen Emissionsgrad Bestwerte für die Infrarot-Heizung mit. Er erwärmt sich schnell und zeigt eine sehr gute Strahlungswirkung.
  • Natursteinheizungen dagegen brauchen zwar sehr viel länger zum Aufheizen, speichern die Wärme dafür aber auch sehr lange und können dementsprechend auch nach dem Ausschalten noch lange nachheizen.
Natursteinheizkörper liefern behagliche Infrarot-Strahlungswärme und bilden zugleich ein markantes, raumgestaltendes Element. (Foto: AEG Haustechnik)
Natursteinheizkörper liefern behagliche Infrarot-Strahlungswärme und bilden zugleich ein markantes, raumgestaltendes Element. (Foto: AEG Haustechnik)

Oberflächengestaltung

Dank dieser Vielfalt an Materialien lässt sich die Front eines Infrarot-Heizkörpers bei gleicher Technik vielfältig gestalten, zum Beispiel

  • einfarbig oder mehrfarbig (bei Aluminium),
  • mit einem individuellen Motivdruck (auf der Glas-Innenseite),
  • als Dekorglas,
  • mit Spiegel oder Kreidetafel-Funktion (ebenfalls Glasfront)
  • oder in Naturstein-Optik.
Mit Bildheizungen wie hier dem Infrarot-Natursteinheizkörper von marmony aus Jura-Marmor können Räume beheizt und gleichzeitig ansprechend gestaltet werden. (Foto: Marmony GmbH)
Mit Bildheizungen wie hier dem Infrarot-Natursteinheizkörper von marmony aus Jura-Marmor können Räume beheizt und gleichzeitig ansprechend gestaltet werden. (Foto: Marmony GmbH)

Bedienung

Bedienen und regeln lässt sich ein typischer Infrarot-Heizkörper über ein Thermostat, das vielfach nicht integraler Bestandteil des Infrarot-Heizkörpers, also nicht fest daran verbaut ist, und vielfach zusätzlich gekauft werden muss.

Die Regelung selbst sieht häufig normale Heizstufen von 1 bis 3 oder 1 bis 5 vor. Neben einer manuellen Regelung können Infrarot-Heizkörper auch bequem über eine Fernbedienung gesteuert werden.

Moderne Heizungssteuerungen lassen auch die Programmierung mit Zeitschaltuhren zu, sodass sich immer bereits z. B. 10 Minuten vor dem betreten des Badezimmers der Infrarot-Heizkörper einschaltet und bereits Wärme an den Raum abgibt.

Drahtlose Raumthermostate (wie hier von Vitramo) bestehen aus einem Fernbedienteil und mindestens einem Funkempfänger und werden häufig im Altbau eingesetzt, sodass aufwendige Aufriss- und Putzarbeiten entfallen. (Foto: Vitramo GmbH)
Drahtlose Raumthermostate (wie hier von Vitramo) bestehen aus einem Fernbedienteil und mindestens einem Funkempfänger und werden häufig im Altbau eingesetzt, sodass aufwendige Aufriss- und Putzarbeiten entfallen. (Foto: Vitramo GmbH)

Wichtige Tipps zum Kaufen eines Infrarot-Heizkörpers

Vorteile im Überblick

Einem Infrarot-Heizkörper werden viele Vorteile zugeschrieben. Die wichtigsten nennen wir Ihnen im Folgenden:

  • Dank der hohen Strahlungstemperatur kann bei unveränderter Behaglichkeit die tatsächliche Lufttemperatur gesenkt werden. Das spart Heizwärme und Heizkosten.
  • Da nicht die Raumluft sondern die Oberflächen im Raum erwärmt werden, bleiben Effekte wie „Wärmepolster unter der Decke“ und „Heißer Kopf und kalte Füße“ aus.
  • Da durch gezielte Infrarotstrahlung die Gebäudehülle nicht unnötig erwärmt wird, bleibt die Differenz zwischen Außenlufttemperatur und Raumluft klein – das minimiert Transmissionsverluste.
  • Als Direktheizung erzeugt der Infrarot-Heizkörper Wärme vor Ort, wo sie gebraucht wird (Stichwort: individuelle Heizzonen).
  • Im Vergleich zu Zentralheizungen reagiert er schneller: Seine Aufwärmzeit ist gering, Verteilzeiten gibt es ebenso wenig wie Wärmeverteilverluste und Wärmeübergabeverluste.
  • Er lässt sich punktuell und bedarfsgerecht dosieren – ein Grund, warum er zum Beispiel im Bad eine optimale Zusatzheizung ist.
  • Strahlungswärme bewegt nicht wie Konvektionswärme die Raumluft, so bleiben Effekte wie „Zug“ und „Staubaufwirbelung“ aus.

Berechnung des Stromverbrauchs und -kosten

Die Wärmegestehung von Infrarot-Heizkörpern ist vergleichsweise teuer. Dies liegt zum einen an der realtiv schlechten Effizienz der Umwandlung von Strom in Wärme als auch den hohen Strompreisen.

Die Ausstattung eines gesamten Hauses alleine mit Infrarot-Heizkörpern ist unter den allermeisten Bedingungen daher eine der teuersten Varianten und sollte wirklich gründlich geprüft werden. Häufig sind derlei Anwendungen nur in z. B. Ferienhäusern anzutreffen, die nur am Wochenende genutzt werden, oder in Gebäuden, in denen man kein Warmwasser-Heizungssystem aus baulichen oder denkmalschutzrechtlichen Gründen installieren darf.

Sehr viel häufiger kommen Infrarot-Heizkörper als Zusatzheizungen in einzelnen Räumen wie dem Bade-, Schlaf- oder Wohnzimmer zum Einsatz. Der Stromverbrauch ist in diesen Fällen ausschließlich vom Verbrauchsverhalten der Nutzer abhängig, wann und wie oft diese sich eine Wärmestrahlung "gönnen" möchten.

Die Berechnung des Stromverbrauchs eines Infrarot-Heizkörpers ist in diesen Fällen relativ simpel. Sie multiplizieren einfach die auf dem Typenschild angegebene Heizleistung mit der Heizstufe und der Heizdauer, mit der sie den Infrarot-Heizkörper betreiben wollen:

Beispiel-Rechnung 1:

Heizkörper-Leistung: 930 Watt (W)

Heizstufe: 2 von 3 = 0,66

Heizdauer: 30 Minuten = 0,5 h

930 Watt x 0,66 x 0,5 h = 306,9 Wh = 0,31 kWh

Bei einem Strompreis von rund 30 Cents pro Kilowattstunde würde der Betrieb dieses Infrarotheizkörpers pro Tag knapp 10 Cents kosten. Bei durchschnittlich 90 Heiztagen pro Jahr kostet Sie allein der Betrieb des Infrarot-Heizkörpers an die 10 Euro.

Wird mehr geheizt - länger als auch auf höherer Stufe - so können die Kosten aber schnell steigen:

Beispiel-Rechnung 2:

Heizkörper-Leistung: 930 Watt (W)

Heizstufe: 3 von 3 = 1

Heizdauer: 30 Minuten = 1,5

h 930 Watt x 1 x 1,5 h = 306,9 Wh = 1,40 kWh

Bei durchschnittlich 90 Heiztagen pro Jahr kostet Sie der zeitweilige Betrieb eines einzelnen Infrarot-Heizkörpers als zusätzliche Heizung dann bereits an die 40 Euro.

Auswahl der Heizkörper-Leistung und -Größe

Um die passende Heizleistung des Infrarot-Heizkörpers auszuwählen, kann der Einfachheit halber die Umfassungsfläche des Raumes herangezogen. Vereinfachend kann man die Grundfläche pro m2 mit einem von 75 Watt pro m2 (gilt für eine Raumhöhe von 2,60 m) multiplizieren. Sollte der Raum höher sein, so kann je 5 cm einen weiteren Leistungswert von 5 W/m² hinzurechnen.

Beispiel-Rechnung:

40 m2 x 75 Watt/m2 = 3000 Watt

Um den Raum vollständig mit Infrarot-Heizkörpern zu beheizen, benötigen sie einen oder mehrere Heizkörper, die dann in Summe auf die angegebene Leistung kommen. Bei einem rechteckigen Raum kann ein Heizkörper ausreichen, bei einem Raum in L-Form benötigen sie jedoch mindestens 2 Infrarot-Heizkörper, da ein Paneel nicht den ganzen Raum mit der Strahlung erreichen kann.

Alternativ kann man sich hinsichtlich der Anzahl der den Raum umschließenden Außenwänden an folgenden Richtwerten zur Leistungsbestimmung orientieren:

Tabelle 2: Bestimmung des Leistungsbedarfs nach der Dämmqualität des Raumes
Anzahl Außenwände Sehr gute Dämmqualität Mittlere Dämmqualität Ungedämmter Raum
1 50 Watt / m2 70 Watt / m2 90 Watt / m2
2 60 Watt / m2 80 Watt / m2 100 Watt / m2
3 70 Watt / m2 90 Watt / m2 110 Watt / m2
4 80 Watt / m2 100 Watt / m2 120 Watt / m2

VDE-Richtlinien für Infrarotheizungen

Der Verband der Elektrotechnik und Elektronik (VDE) testet Infarotheizungen hinsichtlich ihres Verbrauchs, der Lebensdauer, Sicherheit und Garantie. Laut VDE darf die Oberflächentemperatur eines Infrarot-Heizkörpers nicht höher als 90 Grad sein. Um dies zu gewährleisten, bauen einige Heizkörper-Hersteller eine Leistungsbegrenzung ein, damit die Oberflächentemperatur diese VDE-Grenze nicht übersteigt.

Sollte der Infrarot-Heizkörper heißer werden, darf diese Heizung nach VDE Bestimmungen nur in einer Höhe über 1,80 m aufgehangen werden, damit sich Kinder nicht verbrennen. Wie hoch die Leistung eines IR-Heizkörpers ist, hat letztlich keinen Einfluss auf die Oberflächentemperatur, sondern beschreibt, wie intensiv die Infrarot-Wellen in den Raum strahlen.

Heizkörper-Preise im Vergleich

Die Preise für Infrarot-Heizkörper hängen sowohl von der Geräte-Leistung ebenso ab, wie von dessen Design. Kleingeräte bis 200 Watt in einfacher Stahlblech-Ausführung kosten zwischen 100 und 150 Euro. Einfache Blechheizkörper mit 1 kW Heizleistung gibt es ab etwa 250 Euro.

Teurer wird es bei Stein- und Spiegelheizungen. Diese kosten auch in kleinen Varianten ab 250 Euro. Für leistungsstärkere Varianten muss mit Preisen um die 500 Euro gerechnet werden. Eine ebensolche Preisstaffelung findet sich auch bei den beliebten Tafel- und Bildheizungen.

Tabelle 3: Beispiel-Preise für verschiedene Arten von Infrarot-Heizkörpern
Hersteller / Modell Leistung / Maße (B x H x T) Farbe / Material Thermostat Preis (brutto)
Allpax Paloterm ECO 930 930 Watt / 1400 x 600 x 12 mm weiß / Stahlblech exkl. 284,41 €
TecTake Infrarotheizung mit Thermostatregler 1400 Watt / 1400 x 600 x 40 mm weiß / Stahlblech inkl. 294,99 €
marmony Marmor Infrarot-Heizkörper inkl. Raumthermostat 800 Watt / 1000 x 400 x 20 mm naturstein / Jura- bzw. Carrara-Marmor inkl. 254,00 €
Elbo-Therm Infrarotheizung Mika Sand 200 Watt / 600 x 300 x nn mm Steindekor / Stein exkl. 169,00 €
Schlöss Spiegel-Infrarotheizung 200 Watt / 1200 x 600 x 10mm Spiegel / Glas exkl. 229,00 €
IR Experten Spiegelheizung 900 Watt / 1200 x 600 x 35 mm Spiegel / Glas exkl. 499,00 €

Experten-Tipp: Achten Sie beim Kauf nicht nur auf die Optik und Leistung, sondern auch auf die Verarbeitungsqualität, den Hersteller und dessen Produkt-Garantien und auf das Zubehör wie Montagematerialien, die Länge des Kabels und, ob der Thermostatregler im Preis inbegriffen ist.

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"Leitfaden: Kauf & Betrieb von Infrarot-Heizkörpern" wurde am 06.11.2017 das letzte Mal aktualisiert.