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Vor- und Nachteile spezieller Elektroheizungen für das Bad

Welche Arten elektrischer Bad-Heizungen gibt es? Was kosten Elektroheizungen im Badezimmer? Welche Vorteile bieten Elektroheizungen im Badezimmer?

Das Bad gehört zu den Räumen eines Hauses, in dem wir gerne eine höhere Temperatur haben als in anderen Räumen. Eine angenehme Wärme kann zum Beispiel durch elektrische Heizkörper erreicht werden, vor allem, wenn es schnell gehen muss. Dieser Ratgeber stellt eine Vielzahl dieser kleinen Platzwunder und ihre Nutzung ausführlich vor und zeigt, welche Vor- und Nachteile bei deren Einsatz entstehen können.

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Überblick über Elektroheizungsarten im Bad

Im Badezimmer kommen generell vier verschiedene Arten von Elektroheizungen zum Einsatz. Dabei unterscheidet man zwischen Konvektoren, Heizkörpern bzw. Radiatoren, Infrarotheizungen und Elektro-Fußbodenheizungen.

Konvektoren

Konvektoren sind immer dann sinnvoll, wenn das Badezimmer sehr schnell aufgeheizt werden soll, allerdings hält die Wärme nur kurzfristig an. Die erwärmte Raumluft kühlt nach dem Ausschalten des Geräts genauso schnell wieder ab, wie sie aufgeheizt wurde. Ein Konvektor dient also entweder hauptsächlich als Zusatzheizung im Badezimmer, oder es muss darauf geachtet werden, dass der Konvektor im Dauerbetrieb beispielsweise mit einem Temperaturregler betrieben wird.

Elektroheizkörper

Elektrische Heizkörper bzw. Elektro-Radiatoren benötigen im Vergleich zum Konvektor etwas länger, um das Bad aufzuwärmen. Dies liegt daran, dass hier im Heizkörper eine Thermoflüssigkeit wie zum Beispiel Wasser oder teilweise auch Öl erwärmt wird, dass wiederum den Heizkörper selbst erwärmt. So wird Konvektions- und Strahlungswärme abgegeben, wobei letztere dafür sorgt, dass die Luft im Bad auch nach dem Ausschalten noch eine Weile angenehm warm bleibt. Auch ein solcher Radiator sollte bei Dauerbetrieb mit einem Temperaturregler betrieben werden.

Elektrischer Designbadheizkörper Leros von Purmo (Foto: Rettig Germany GmbH / id pool GmbH)
Elektrischer Designbadheizkörper Leros von Purmo (Foto: Rettig Germany GmbH / id pool GmbH)

Einige Bad-Elektroheizkörper gibt es auch als bivalente Elektroheizungen, die im sogenannten Mischbetrieb betrieben werden können. Das bedeutet, dass nicht nur die Bad-Heizung elektrisch, sondern auch über die Zentralheizung gespeist werden kann. Für diese Betriebsart wird der Bad-Heizkörper nicht nur an den Stromkreislauf angeschlossen, sondern auch an den Vor- und Rücklauf des zentralen Heizsystems. Somit hat man die Wahl, wie der Heizkörper betrieben werden soll. In den meisten Fällen wird der elektrische Betrieb vornehmlich im Sommer benutzt, wenn die Zentralheizung in der Regel abgeschaltet ist, das Bad aber trotzdem angenehm warm sein soll.

Infrarotheizungen

Die dritte Art von Elektroheizungen sind die Infrarotheizungen. Anders als Konvektoren und Radiatoren, die beide zu den Konvektionsheizungen zählen und ausschließlich die Luft aufheizen, erwärmen Infrarotheizungen durch das Abgeben von Strahlung die Gegenstände um sie herum. Infrarotheizungen bieten gegenüber Radiatoren und Konvektoren gleich mehrere Vorteile.

  • Zum einen sind sie stromsparender,
  • zum anderen gibt es sie in vielen verschiedenen Farben, Designs und Formen.

Oft werden Infrarotheizungen als Spiegelheizungen, Wandbilder oder sogar als Möbelstück hergestellt und gliedern sich somit perfekt in das Badezimmer ein. Allerdings muss man hier beachten, dass Infrarotheizungen meistens fest im Raum installiert werden, während Radiatoren und Konvektoren hingegen meistens frei bewegliche Zusatzheizungen darstellen.

Elegant an der Decke über der Badewanne oder dem Waschtisch platziert, bietet die Vitramo-Infrarotheizung höchsten Wärmekomfort. (Foto: Vitramo GmbH)
Elegant an der Decke über der Badewanne oder dem Waschtisch platziert, bietet die Vitramo-Infrarotheizung höchsten Wärmekomfort. (Foto: Vitramo GmbH)

Elektro-Fußbodenheizungen

Sehr beliebt sind zudem elektrische Fußbodenheizungen bzw. deren vertikale Varaiante als elektrische Wandheizungen. Sie sind mittlerweile zum Klassiker unter den Bad-Heizungen avanciert, da sie angenehme Strahlungswärme abgeben und so den sonst so unangenehm kalten Fliesenboden des Bades erwärmen. So lässt sich das Bad bequem Barfuß nutzen. Zum Einsatz kommen verschiedene Systeme, die sich im Fußbodenaufbau unterscheiden. Am gängigsten sind elektrische Fußbodendirektheizungen. Diese passen sich variabel an die individuellen Bedürfnisse wie Raumgröße und -form an und können das Bad reaktionsschnell aufheizen. Die typischen Heizmatten bestehen aus einem Doppelkern mit Mehrfachstrangheizdrähten, die durch Teflon oder Fluorpolymer isoliert sind, und werden nur im Fliesenkleber oder Nivellierspachtel verlegt.

Elektrische Heizmatte BVF H-MAT von BVF Heating Solutions für z. B. die Beheizung von Badezimmern unter den Fliesen. (Foto: BVF Heating Solutions Ltd.)
Elektrische Heizmatte BVF H-MAT von BVF Heating Solutions für z. B. die Beheizung von Badezimmern unter den Fliesen. (Foto: BVF Heating Solutions Ltd.)

Vor- und Nachteile von Elektroheizungen im Bad

Das Badezimmer ist normalerweise der Raum mit dem höchsten Wärmebedarf. Daher bietet es sich eigentlich an, das Bad an die Zentralheizung anzuschließen, da man so am effizientesten heizt. Da man das Bad jedoch nur zu bestimmten Zeiten am Tag vergleichsweise kurz nutzt, können hier gezielt die Vorteile von Elektroheizungen zum Tragen kommen. Denn diese sind in der Lage, sehr kurzfristig die Temperatur im Bad anzuheben.

Daher werden Elektroheizungen auf zwei verschiedene Art und Weisen im Bad eingesetzt: Entweder setzt man die Elektroheizung gezielt als zusätzliche Wärmequelle ein, oder sie ist die ausschließliche Heizung.

Kosten- und Nutzenbetrachtung

Um herauszufinden, welche Art die bessere ist, muss der individuelle Wärmebedarf (Nutzungsdauer, Bad-Temperatur) betrachtet werden, aber auch der Kostenaspekt sollte nicht außer Acht gelassen werden.

Denn gerade bei Sanierung eines Bades kann es insgesamt günstiger sein, auf Elektroheizungen umzusteigen, da oft die Rohrleitungen in den Wänden erneuert werden müssen, was hohe Kosten verursacht. Auch bei einem Bad, das weit von der Zentralheizung entfernt ist, können sich elektrische Bad-Heizungen lohnen.

Daher sollte immer abgewogen werden, was auf lange Sicht günstiger ist. Sind die Kosten für die Erneuerung der Rohre günstiger als die zusätzlichen Heizkosten durch den Stromverbrauch der Elektroheizung, dann sollte das Bad konventionell an das Heizwassersystem angeschlossen werden et vice versa.

Ökologische Betrachtung

Sehr umweltbewusste Menschen sollten sich im Vorfeld auch über die ökologischen Konsequenzen von Elektroheizungen Gedanken machen. Denn je nach Energiequelle wird die Umwelt stark belastet, zum Beispiel durch den CO2-Ausstoß bei z. B. einer Kohleverstromung. Setzt man Elektroheizungen nur im Bad ein, so kann aber auch ohne größere Mehrkosten auf Ökostrom umgestellt werden. Wer eine eigene Photovoltaik-Anlage besitzt, der hat zudem den Vorteil den eigenen Ökostrom vom Dach die elektrische Beheizung des Bades einsetzen zu können.

Experten-Tipp: Alle elektrischen Heizungen, die im Bad genutzt werden sollen, müssen spritzwassergeschützt sein. Ob dies der Fall ist, erkennt man an der Kennzeichnung IPx4 oder höher. Ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal ist das GS-Zeichen, das von einem unabhängigen Prüfdienstleister vergeben wird und auf die Sicherheit des Geräts hindeutet.

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Empfehlungen zur Montage und Anschluss

Entscheidet man sich für einen klassischen Elektro-Wandheizkörper im Bad, so kann er in der Regel selbst montiert werden, sofern zumindest grundlegendes handwerkliches Geschick, Werkzeuge sowie weitere helfende Hände vorhanden sind. Elektrische Wandheizkörper werden an nur zwei bzw. vier Punkten mit Schrauben an der Wand fixiert. Allerdings sollte man beachten, dass die Heizkörper im Badezimmer oft auf einer gefliesten Wand angebracht werden. Dafür werden teilweise spezielle Bohrer benötigt, damit die Fliesen nicht splittern.

Bei der Wahl des Standortes bzw. der Wand, die zum Befestigen genutzt werden soll, muss darauf geachtet werden, dass sich eine Steckdose in unmittelbarer Nähe des Heizkörpers befindet, damit dieser dann auch in Betrieb genommen werden kann. Außerdem muss er weit genug entfernt von jeglichen Wasserquellen aufgestellt werden, um Gefahren wie Stromschläge zu vermeiden. Unter Putz Anschlüsse sollten vom Elektriker vorgenommen werden.

Infrarotheizungen sind im Normalfall bereits fertig verbaut und können, ähnlich wie elektrische Badheizkörper zum Beispiel als Spiegel oder Wandbild einfach an der Wand angebracht werden.

Infrarot-Spiegel sind als Heizkörper besonders beliebt, da sie genau dort Wärmestrahlung verbreiten, wo man sich häufig auch unbekleidet am meisten im Badezimmer aufhält: Vor dem Spiegel. (Foto: CHT Cottbuser Haustechnik GmbH)
Infrarot-Spiegel sind als Heizkörper besonders beliebt, da sie genau dort Wärmestrahlung verbreiten, wo man sich häufig auch unbekleidet am meisten im Badezimmer aufhält: Vor dem Spiegel. (Foto: CHT Cottbuser Haustechnik GmbH)

Wer sich für eine bivalente Elektroheizung im Bad entscheidet, die auch mit dem Wasserkreislauf verbunden werden muss, ist in der Regel besser beraten einen Fachmann Hand anlegen zu lassen, damit später keine Wasserschäden oder anderes auftreten. Ebenso verhält es sich mit Elektrofußboden- und wandheizungen. Gerade im Bad sollte diese von einem Fachmann verlegt und angeschlossen werden.

Beispiele für die Anschaffungs- und Stromkosten

Die Kosten für Elektro-Badheizungen teilen sich in die Anschaffungskosten und die Betriebskosten auf. Die Anschaffungskosten sind je nach Größe bzw. Fläche des Bades, Modell, Form, Farbe und Leistung unterschiedlich hoch. So sind kleinere Heizkörpermodelle in der Regel ab ca. 100 Euro erhältlich, während sehr spezielle, große Modelle bis zu 2000 Euro teuer werden können. Fußbodenheizungen selbst sind vergleichsweise günstig, hier ist jedoch der Einbau die größte Kostenposition.

Auf Dauer kostenintensiver als die Anschaffungskosten sind allerdings die Betriebskosten. Diese entsprechen in der Regel den Stromkosten. Um diese abzuschätzen, können Sie folgende einfache Formel nutzen:

Stromkosten Bad-Elektroheizung = Leistung in Watt x Heizstunden x Kosten pro Kilowattstunde

Entscheidend ist es bei der Berechnung des Stromverbrauchs pro Jahr, die Leistung als auch die Heizstunden richtig einzuschätzen, da man in der Regel nicht die Elektroheizung im Bad mit voller Leistung betreibt und auch saisonal unterschiedlich lange und intensiv heizt. Folgende Beispiele zeigen die Unterschiede im Stromverbrauch im Badezimmer auf.

Tabelle: Beispiele für die Berechnung des Stromverbrauchs einer Bad-Elektroheizung nach unterschiedlichen Nutzungsszenarien
Einsatz Heizszenario E-Leistung (max.) Abgerufene Leistung Heizstunden pro Jahr Stromverbrauch pro Jahr
Bivalent Nur in den Übergangszeiten im Frühjahr und Herbst für jeweils 1 Monat und pro Tag dann für etwa 2 Stunden 900 Watt 900 Watt 120 Stunden 108 kWh
Bivalent 4 Monate lang im Winter ausschließlich zum Zuheizen für jeweils 6 Stunden pro Tag 1200 Watt 200 Watt 720 Stunden 144 kWh
Monovalent Bad-Elektrobeheizung auf halber Stufe für 6 Monate (3 Stunden am Tag) mit einer kleinen Fußbodenheizung 1000 Watt 500 Watt 540 Stunden 270 kWh
Monovalent Ganzjährige Elektro-Badbeheizung auf halber Stufe (4 Stunden am Tag) mit einer großen Fußbodenheizung 2500 Watt 1250 Watt 1080 Stunden 1.350 kWh

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"Spezielle Elektroheizungen für das Bad" wurde am 01.09.2017 das letzte Mal aktualisiert.