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Marktanreizprogramm: Fördergelder für klimafreundliche Heizungssanierungen

Was ist das Marktanreizprogramm? Wer ist anspruchsberechtigt? Welche Heizungen werden vom MAP gefördert? Wie viel Geld gibt es als Zuschuss? Welche BAFA und KfW-Programme lassen sich kombinieren?

  • Das Marktanreizprogramm, kurz: MAP, ist ein staatliches Förderprogramm, das seit 1. September 1999 finanzielle Anreize schafft, klimafreundliche Heizwärme aus erneuerbaren Energien (Solarthermie, Biomasse und Umweltwärme) zu erzeugen.
  • Sowohl private Hauseigentümer als auch Freiberufler, Unternehmen, Kommunen und gemeinnützige Organisationen können einen staatlichen Zuschuss beantragen.
  • Förderfähig sind die Umstellung der alten Heizung auf eine Heizung mit Solarthermie-Anlage, eine Biomasse-Heizung oder eine Wärmepumpe, Investitionen in Prozesswärme oder Nahwärmenetze mit einem Mindestanteil an erneuerbaren Energien. Im Neubau ist eine Förderung nur bei bestimmten innovativen Anlagentypen möglich.
  • Private Hausbesitzer erhalten einen Zuschuss für die Erstinstallation von Solarthermieanlagen (bis 40 m2 Kollektorfläche), Biomasseheizungen (bis 100 kW Nennwärmeleistung) und Wärmepumpen (bis 100 kW Nennwärmeleistung).
  • Unternehmen erhalten einen Zuschuss von bis zu 50.000 Euro für große Einzelanlagen, Kommunen bis zu 1 Mio. Euro für Nahwärmenetze und bis zu 2,5 Mio. Euro für Bohrungen von Tiefengeothermieanlagen.

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Das Marktanreizprogramm kurz vorgestellt

Mit dem Marktanreizprogramm, das am 1. September 1999 eingeführt wurde, hat die Bundesrepublik Deutschland ein zentrales Instrument geschaffen, das dem Ausbau Erneuerbarer Energien im Wärmemarkt und damit dem wirtschaftspolitischen Ziel einer Wärmewende als Teil der Energiewende dienen soll.

Im Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG), das im Jahr 2009 in Kraft trat und eine anteilige Nutzungspflicht für den Einsatz erneuerbarer Wärme bzw. Kälte in Neubauten gesetzlich festlegt, hat man die MAP-Förderung zudem gesetzlich verankert.

Initiiert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) umfasst das Marktanreizprogramm Fördermaßnahmen, die Verbraucher, Unternehmen und Gemeinden dazu bewegen sollen, in Heiztechnik zu investieren, die Wärme aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne, Biomasse und Umweltwärme erzeugt.

Dabei wirkt die MAP-Förderung als (finanzielle) Motivation und Anreiz, sich von bestehenden, alten (technisch veralteten) Heizungen zu trennen und neue, energieeffizientere zu kaufen. Zudem wird auch die Optimierung des gesamten Heizungssystems gefördert.

Im Marktanreizprogramm sind verschiedene Förderbereiche vereint: Das MAP umfasst zwei Förderteile, für die je nach Art und Größe der Investitionsmaßnahme folgende Stellen zuständig sind:

Eine MAP-Förderung überwiegend kleiner Anlagen in den Bereichen

  • Solarthermie,
  • Biomasse und
  • Wärmepumpen

bis 100 Kilowatt (kW) Leistung wickelt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

ab. Die Förderhöhe variiert je nach Anlage:

Euro. Die MAP-Förderung aller anderen und größeren Anlagen läuft über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) über den „Kredit 271, 281: Erneuerbare Energien – Premium“.

Dabei unterscheidet sich die Art der Förderung der beiden Institutionen: Während das BAFA ausschließlich Investitionszuschüsse vergibt, bekommt man von der KfW zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschüssen.

Diese Grafik zeigt die Einteilung der MAP-Förderung nach BAFA und KfW (Grafik: energie-experten.org)
Private Hausbesitzer oder Unternehmen, die sich für eine MAP-Förderung kleinerer Anlagen interessieren, wenden sich an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Unternehmen und Kommunen, die sich für eine MAP-Förderung größerer Anlagen (über 100 Kilowatt Nennwärmeleistung bei Biomasseanlagen oder Wärmepumpen) interessieren, und Fragen zu günstigen Krediten und Tilgungszuschüssen haben, können sich direkt an die KfW wenden. (Grafik: energie-experten.org)

Die Investitionszuschüsse aus der BAFA-Förderung nehmen vor allem private Investoren in Anspruch, um kleinere Solarthermieanlagen, Biomasseheizungen und Wärmepumpen in ihren bestehenden Ein- und Zweifamilienhäusern zu installieren.

Im BAFA-Förderprogramm sind Wärmeerzeugungs-Anlagen in Neubauten grundsätzlich nicht förderfähig. Ausnahme: Anlagen für Prozesswärme sowie die Innovationsförderung.

Die Tilgungszuschüsse aus der KfW-Förderung werden zum anteiligen Ablösen zinsgünstiger Darlehen im Rahmen des KfW-Programms Erneuerbare Energien, Premium herangezogen. Die KfW-Förderung beantragen zumeist gewerbliche und kommunale Investoren, um größere Wärmeanlagen, Wärmenetze und Wärmespeicher zu installieren.

Experten-Tipp: Wenn Sie neben dem Einbau einer MAP-geförderten Heizung weitere Maßnahmen in Ihrem Gebäude umsetzen möchten, beispielsweise die Dämmung der Gebäudehülle oder der Austausch der Fenster, bietet es sich an, die Zuschüsse des Marktanreizprogrammes mit weiteren Förderprogrammen zu kombinieren (siehe unten).

MAP Fördermodalitäten und -formalitäten

Laut des BMWi sind seit dem Jahr 2000 bereits rund 2 Millionen Anlagen über das MAP gefördert worden. Die genauen rechtlichen Hintergründe finden sich in den "Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt" vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit vom 20. Juli 2012. Die praktische Ausgestaltung des Marktanreizprogramms unterliegt hingegen immer wieder Novellen und einzelnen Änderungen (MAP-Novellen und -Änderungen 2013, 2015, 2016), die die MAP-Förderung an den Stand der Technik und an die aktuelle Marktentwicklung anpassen.

Anspruchsberechtigte

Folgende „Investoren“ können Fördermittel aus dem Marktanreizprogramm beantragen:

  • Private Personen
  • Freiberufler
  • Unternehmen
  • Gemeinden
  • gemeinnützige Organisationen wie Vereine

Zudem sind auch beauftragte Energiedienstleister (Unternehmen, die als Contractor auftreten) berechtigt, Fördermittel zu beanspruchen.

Förderstufen

Das BAFA hat drei Förderstufen fürs Heizen mit Erneuerbaren Energien:

  1. Basisförderung
  2. Innovationsförderung
  3. Zusatzförderung

In der Basisförderung sind vorwiegend Anlagen förderfähig, die der Bereitstellung des Wärmebedarfs für Heizung oder Warmwasserbereitung oder des Kältebedarfs für Kühlung von Gebäuden dienen, in denen bereits seit mindestens 2 Jahren ein Heizungssystem installiert war, das zu ersetzen oder zu unterstützen gilt.

Solarthermische Anlagen, effiziente Wärmepumpen sowie Bauteile für die Emissionsminderung bzw. die Effizienzsteigerung bei Biomasseanlagen sind im Rahmen der Innovationsförderung auch im Neubau förderfähig.

Zusätzlich zur Basisförderung bzw. Innovationsförderung sind je nach Maßnahme folgende Zusatzförderungen möglich:

  • Kombinationsbonus
  • Bonus für Lastmanagementfähigkeit
  • Gebäudeeffizienzbonus
  • Optimierungsbonus

In Abhängigkeit von der jeweils gewählten Heizung können Sie im Bereich Zusatzförderung einen höheren Zuschuss zusätzlich zur Basis- und Innovationsförderung erhalten, beispielsweise fürs Kombinieren einer Gasbrennwertheizung mit Solar. Die verschiedenen Zusatzförderungen des Marktanreizprogramms sind miteinander kumulierbar.

Tabelle 1: Übersicht über die möglichen Kombinationen der Zusatzförderung im Marktanreizprogramm
Kombi-Bonus 2te Anlage Kombi-Bonus Wärmenetz Kombi-Bonus Kesseltausch Effizienz-bonus Gleichzeitige Optimierung Last-management APEE*
Solar - Basis Bestand x x x x x x
Solar - Erweiterung x x x
Solar - Innovation Bestand x x x x x x
Solar - Innovation Neubau x x
Biomasse - Basis Bestand x x x x x
Biomasse - Innovation Bestand x x x x x
Biomasse - Innovation Neubau x x
Biomasse - Innovation reine Nachrüstung
Wärmepumpe - Basis Bestand x x x x x x
Wärmepumpe - Innovation Bestand x x x x x x
Wärmepumpe - Innovation Neubau x x x

*Der Heizungspaketbonus nach dem Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) ist nicht kombinierbar mit dem Bonus der gleichzeitigen Optimierung

Antragstellung

Seit dem 1. Januar 2018 müssen die Anträge auf eine MAP-Förderung in allen Fällen einheitlich vor Beginn der Maßnahme, d.h. grundsätzlich vor dem Vertragsschluss mit dem Installateur gestellt werden. Planungsleistungen dürfen allerdings bereits vor Antragstellung beauftragt und erbracht werden. Sobald die neue Anlage in Betrieb genommen ist, können die erforderlichen Unterlagen beim BAFA eingereicht werden, so dass die Förderung ausgezahlt werden kann.

Ein hydraulischer Abgleich ist grundsätzliche Voraussetzung für die Förderung. Wird keiner durchgeführt, so kann die MAP-Förderung auch nachträglich verwehrt werden.

Experten-Wissen: Häufig kommt es vor, dass in förderberechtigten Fällen die Mittel des Marktanreizprogrammes nicht beantragt werden. Im Privatkundenbereich spielt hierbei der Unwillen des SHK-Handwerks eine entscheidende Rolle. Handwerker haben nämlich kaum Anreize, das MAP-Förderprogramm zu unterstützen. Bei Wohnungsunternehmen, Energieversorgern, Contractoren oder Wärmelieferanten ist häufig die De-minimis-Regel ursächlich, welche die Förderung in drei Jahren auf insgesamt 200.000 Euro pro Antragsteller begrenzt. Hinzu kommt, dass viele nicht ausreichend über die Förderung durch das Marktanreizprogramm informiert sind.

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Marktanreizprogramm für private Hauseigentümer

MAP-Förderung für Wärmepumpen-Heizungen

  • Luft als Wärmequelle: bis zu 40 Euro/kW installierter Nennwärmeleistung
  • mindestens 1.500 Euro pro Anlage (leistungsgeregelt und/oder monovalent) und 1.300 Euro für sonstige Wärmepumpen-Typen
  • bis zu 100 Euro/kW installierter Nennwärmeleistung (Wärmequellen: Erde und Wasser sowie für sorptions- und gasmotorische Wärmepumpen)
  • mindestens 4.000 Euro pro elektrische Wärmepumpe (Wärmequellen: Erde oder Wasser, für Erdsondenbohrung gibt’s mindestens 4.500 Euro)
  • 500 Euro Zusatzbonus für Wärmepumpe plus Solarthermie-Anlage oder Biomasse-Anlage
  • Gebäudeeffizienzbonus (50 Prozent der Basis- oder Innovationsförderung) für Wärmepumpe im KfW-Effizienzhaus 55
  • Investitionszuschuss (10 Prozent der förderfähigen Investitionskosten) bei Ergänzung einer bestehenden Heizungsanlage mit Wärmepumpe
  • 200 Euro Optimierungszuschuss für Heizungscheck, vorausgesetzt, die Wärmepumpe ist vor drei bis sieben Jahre installiert
  • 250 Euro BAFA-Zuschuss fürs Optimieren bestehender Wärmepumpen innerhalb eines Jahres nach Installation

Detail-Informationen finden Sie in unserem Ratgeber zur Förderung von Wärmepumpen.

MAP-Fördermittel fürs Heizen mit Biomasse

  • für Holzpellet-Heizungen

    • Basisförderung für automatisch beschickten Pelletheizungen (Nennwärmeleistung: 5 bis 100 kW)
    • 36 Euro/kW (mindestens 2.000 Euro für Pelletöfen mit Wassertasche, 3.000 Euro für Pelletkessel)
    • 500 Euro Zusatzförderung für neuen Pufferspeicher (Mindestvolumen: 30 Liter/kW)

  • für Holzhackschnitzel-Heizungen

    • Basisförderung für automatisch beschickte Holzhackschnitzel-Anlagen (Nennwärmeleistung: 5 bis 100 kW)
    • 3.500 Euro pauschal für Pufferspeicher mit mindestens 30 Liter/kW
    • Kombinationskessel (Scheitholz/Hackschnitzel) sind förderbar, wenn Pufferspeicher Volumen von mindestens 55 Liter/kW hat)

  • für Scheitholzvergaserkessel

    • Basisförderung für manuell beschickte Anlagen
    • 2.000 Euro pauschal für Vergaserkessel mit Pufferspeicher mit Volumen von mindestens 55 Liter/kW

  • 850 Euro (Neubau) und 750 Euro (Bestand) Innovationsförderung für Biomasse-Anlagen plus Abgaswärme-Nutzung über Abgaswärmetauscher/-wäscher
  • 850 Euro (Neubau) und 750 Euro (Bestand) extra Geld für Einbau eines Partikelabscheiders

Viele weitere Detail-Informationen finden Sie in unserem Ratgeber zur Förderung von Pelletheizungen.

MAP-Fördergelder Solarwärme (Solarthermie-Anlage)

  • Solarthermie-Anlagen, die nur Warmwasser bereitstellen:

    • bis zu 50 Euro Basisförderung bei Erstinstallation pro angefangenen Quadratmeter (m2) Bruttokollektorfläche (Mindestförderung: 500 Euro).
    • bis zu 50 Euro pro extra m2 Bruttokollektorfläche bei Erweiterung der Anlage um mindestens vier bis höchsten 40 m2

  • 500 Euro Kombinationsbonus für Installation einer Solarthermie-Anlage und gleichzeitigem Kesseltausch (Heizung ohne gegen Heizung mit Brennwerttechnik)
  • 500 Euro Kombinationsbonus für Installation einer Solarthermie-Anlage und gleichzeitiger Installation einer förderfähigen Pelletheizung/Holzvergaserheizung sowie Wärmepumpe
  • bis zu 50 Prozent Basis- oder Innovationsförderung für die Solarthermie-Anlage, wenn sie auf ein KfW-Effizienzhaus 55 kommt
  • Investitionszuschuss für Heizungsoptimierung (bis zu 10 Prozent der förderfähigen Kosten und bis maximal 50 Prozent der Basisförderung für Solarthermie-Anlage)
  • 200 Euro Zuschuss für Optimierungsmaßnahmen – nach Installation einer geförderten Solarthermie-Anlage, vorausgesetzt, sie ist drei bis sieben Jahre alt

Weitere Informationen: Förderung von Solarthermie-Anlagen durch BAFA und KfW

Heizungspaket (APEE-Förderung)

Zum 1. Januar 2016 wurde das MAP um das „Heizungspaket“ erweitert. Es richtet sich an jeden, der eine neue Heizung einbauen möchte, die erneuerbare Energien nutzt. Diese Zusatzförderung wird auch als APEE-Förderung – APEE steht dabei für „Anreizprogramm Energieeffizienz“ – bezeichnet.

Voraussetzung ist, dass man eine alte Öl- oder Gasheizung ohne Brennwerttechnik außer Betrieb nimmt, die noch nicht der Austauschpflicht (§10 EnEV) unterliegt, und dass Sie gleichzeitig das ganze Heizsystem richtig einstellen und optimieren lassen - von den Rohrleitungen, über Pumpen bis zu den Heizkörpern.

Möglich ist auch eine Förderung, wenn man die bestehende Heizungsanlage beibehalten, diese aber mit einer Solarthermieanlage modernisieren und zeitgleich das Gesamtsystem optimieren.

Für die Ersetzung bzw. solarthermische Modernisierung einer besonders ineffizienten Altanlage erhalten Sie einen Betrag von 20 % des im Rahmen des Marktanzreizprogramms für die Installation der neuen Anlage bewilligten Gesamtförderbetrags (ohne Zusatzförderung für gleichzeitig durchgeführte Optimierungsmaßnahmen – „Optimierungsbonus“).

Einen einmaligen Investitionszuschuss von 600 Euro erhalten Sie zudem für die Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz am Heizungssystem.

Beispiel-Rechnung: Für einen Pelletkessel mit Wärmespeicher erhalten Sie einen MAP-Förderbetrag von 3.500 Euro. Hinzu kommt nun ein Zusatzbonus von 700 Euro für den Einbau des neuen Heizkessels sowie pauschal die 600 Euro für die Optimierung. Insgesamt also 1.300 Euro mehr durch das Heizungspaket.

Die Zusatzförderung nach dem APEE ist nicht kumulierbar mit dem Optimierungsbonus nach dem Marktanzreizprogramm.

Kombination mit anderen Fördermitteln

Wenn Sie neben dem Einbau einer MAP-geförderten Heizung weitere Maßnahmen in Ihrem Gebäude planen, können die Zuschüsse des Marktanreizprogrammes teilweise auch mit weiteren Förderprogrammen kombiniert werden.

So können Hauseigentümer die Förderungen aus dem

  • KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren" als Kreditvariante (Nr. 151) oder als Zuschussvariante (Nr. 430)

in Anspruch nehmen. Für den Heizungseinbau bietet das

  • KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren - Ergänzungskredit" (Nr. 167)

günstige Kredite.

Für dieselbe Maßnahme ist die Kombination einer BAFA-Förderung mit KfW-Förderungen nur in folgenden Programmen zulässig:

  • „Energieeffizient Bauen“ (Kredit, Programmnummer 153),
  • „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ (Kredit, Programmnummer 167).

Wenn die vom BAFA über das Marktanreizprogramm geförderte Solarthermie-, Biomasse- oder Wärmepumpenanlage nicht über die KfW finanziert wird, ist auch die Inanspruchnahme anderer KfW-Programme (insbesondere des KfW-Programms „Energieeffizient Sanieren“ Kredit, Programmnummer 151/152) möglich. Dann liegt lediglich eine Kombination, aber keine Kumulierung vor.

Ist dagegen die Solarthermie-, Biomasse- oder Wärmepumpenanlage im Finanzierungsplan des KfW-Programms 151/152 enthalten, kann die BAFA-Förderung nicht zusätzlich bewilligt werden, da hier ein Kumulierungsverbot besteht. Damit dennoch eine Förderung nach den MAP-Richtlinien möglich wird, kann der Antragsteller den KfW-Kredit dahingehend abändern lassen, dass die Solarthermie-, Biomasse- oder Wärmepumpenanlage nicht mehr Bestandteil der KfW-Finanzierung ist.

Bei Maßnahmen, die über das BAFA gefördert werden, darf die Gesamtförderung höchstens das Doppelte des nach diesen Richtlinien gewährten Förderbetrages betragen (insbesondere bei Inanspruchnahme ergänzender Förderprogramme der Bundesländer). Für den Fall, dass diese Höchstgrenze überschritten würde, werden die Fördermittel des Bundes auf die vorstehende Förderhöchstgrenze gekürzt.

Marktanreizprogramm für Unternehmen und Kommunen

Unternehmen oder Kommunen können, wenn sie ihre Wärmeerzeugung auf energieeffiziente Solarthermieanlagen, Biomasseanlagen oder Wärmepumpen umstellen, eine Förderung über das MAP erhalten. Auch die Errichtung von Wärmenetzen, die aus erneuerbaren Energien gespeist werden, und die Installation von Wärmespeichern werden gefördert.

Bei kleineren Anlagen (Biomasseanlagen und Wärmepumpen bis 100 kW Nennwärmeleistung bzw. Solarkollektoranlagen bis 40 qm Kollektorfläche) können sie wie private Verbraucher Investitionszuschüsse beim BAFA beantragen.

Oft nutzen Unternehmen oder Kommunen aber größere Anlagen. In diesen Fällen können sie bei der KfW im Rahmen des Förderprogramms „Erneuerbare Energien- Premium (271)“ günstige Kredite in Höhe der Investitionskosten und Tilgungszuschüsse für diese Kredite erhalten. Die genaue Höhe der Tilgungszuschüsse hängt insbesondere vom Anlagentyp und der Investitionshöhe ab:

  • Für die Errichtung einer Solarthermieanlage gibt es einen Tilgungszuschuss von mindestens 30 Prozent der förderfähigen Nettoinvestitionskosten.
  • Für die Errichtung und Erweiterung von Biomasseanlagen mit mehr als 100 Kilowatt Nennwärmeleistung ist ein Tilgungszuschuss von bis zu 50.000 Euro je Einzelanlage möglich.
  • Bei Wärmepumpen ist ebenfalls ein Tilgungszuschuss von bis zu 50.000 Euro je Einzelanlage möglich. Zusätzlich wird die Errichtung einer Erdsonde gefördert: Bis 400 Meter Bohrtiefe beträgt die Förderung vier, danach sechs Euro pro Meter.
  • Bei Wärmenetzen, die überwiegend aus erneuerbaren Energien gespeist werden, wird jeder neu errichtete Meter mit 60 Euro gefördert. Der Tilgungszuschuss ist auf bis zu 1 Million Euro begrenzt und erhöht sich auf bis zu 1,5 Million Euro, sofern Wärme aus Tiefengeothermieanlagen in das Wärmenetz eingespeist wird.
  • Die Förderung für große Wärmespeicher mit mehr als 10 m3 Wasservolumen werden bis zu 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten gefördert. Der Tilgungszuschuss beträgt bis zu 1 Million Euro.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erhalten zudem einen Bonus von 10 Prozent, das heißt ihr Tilgungszuschuss erhöht sich nochmals um 10 Prozent. Zum Beispiel erhalten KMU statt einem Tilgungszuschuss von 25.000 Euro durch den Bonus 27.500 Euro.

Experten-Tipp: Welche Anlagen vom Marktanreizprogramm gefördert werden, lässt sich für private Verbraucher auf der Website des BAFA herausfinden. Unternehmen und Kommunen, die größere Anlagen nutzen, finden Informationen zu förderfähigen Anlagen auf der Webseite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Welche Anlage am besten zu einem bestimmten Gebäude passt, sollte vorab mit einem qualifizierten Energieberater geklärt werden. Nutzen Sie für einen kostenlosen Angebotsvergleich von Energieberatern aus Ihrer Nähe am Besten unseren Experten-Anfrageservice.

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"Marktanreizprogramm: Alle Förderungen im Überblick" wurde am 02.09.2019 das letzte Mal aktualisiert.