Letzte Aktualisierung: 24.11.2025

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Heizkörper-Leistung berechnen: Normen, Formeln & Tabellen

  • Was ist die Heizkörper‑Leistung?: Die Heizkörper‑Leistung gibt an, wieviel Wärme ein Heizkörper pro Zeit (in Watt) an einen Raum abgeben kann. Wichtig: Diese Angabe gilt immer unter bestimmten Systemtemperaturen (z. B. Vorlauf/Rücklauf/Raumtemperatur) – sinken diese, fällt die Leistung.
  • Systemtemperaturen nach Norm DIN EN 442: Die Norm DIN EN 442 definiert typische Kombinationen von Vorlauf-/Rücklauftemperaturen und Raumtemperatur, z. B. 75/65/20, 55/45/20, 45/35/20 (Vorlauf/Rücklauf/Raum). Je niedriger die Systemtemperaturen, desto weniger Leistung liefert der Heizkörper – z. B. bei 45/35/22 nur noch etwa 26 % gegenüber 75/65/20.
  • Heizkörper‑Spreizung (ΔT): Die Spreizung bezeichnet die Differenz zwischen Vorlauf‑ und Rücklauftemperatur. Die Heizleistung hängt stark vom Durchfluss und der Spreizung ab: Wird bei gleichbleibendem Durchfluss die Spreizung halbiert, halbiert sich auch die Leistung.
  • Norm‑Leistung eines Heizkörpers: Hersteller geben eine sogenannte „Norm‑Leistung” an – gemessen unter genormten Bedingungen nach DIN EN 442. Diese Angabe dient dem Vergleich von Heizkörpern und ist Basis für Auslegung und Auswahl.
  • Raum‑Heizlast & überschlägige Berechnung: Zur richtigen Dimensionierung eines Heizkörpers muss zuerst die Raum‑Heizlast ermittelt werden: wieviel Wärme ein Raum maximal braucht, um bei kaltem Auslegungstag die gewünschte Temperatur zu halten. Es gibt eine exakte Norm (DIN EN 12831) sowie überschlägige Verfahren mit spezifischen Werten in Watt/m2 je nach Baujahr und Dämmzustand.
  • Berechnung der Heizkörper‑Leistung: Die Heizkörperleistung lässt sich überschlägig durch Raumfläche × spezifischem Wärmebedarf (W/m2) abschätzen. Für genauere Ergebnisse benutzt man die Formel aus der DIN EN 442 mit Heizkörper‑Exponent und Übertemperatur.
  • Formeln zum einfachen Umrechnen: Mit der auf DIN EN 442 basierenden Tabelle mit Korrekturfaktoren kann man Norm-Wärmeleistungen schnell an eine andere Systemtemperatur anpassen und die individuelle Norm-Heizlast einfach in die Norm-Wärmeleistung umrechnen.
  • Heizkörper für Wärmepumpen: Wenn das Heizsystem mit niedrigen Vorlauftemperaturen betrieben wird (z. B. bei Wärmepumpen oder Niedertemperaturheizung), sinkt die Heizkörperleistung erheblich – eine Korrektur durch größere Heizkörper bzw. andere Typen (z. B. Typ 33 statt Typ 22) ist oft nötig. Zudem sollte vor einem Austausch ein hydraulischer Abgleich geprüft werden.

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Was versteht man unter der Heizkörper-Leistung?

Die „Heizkörper-Leistung“ ist einfach gesagt die Wärmemenge pro Zeit, die ein Heizkörper an den Raum abgeben kann – also wie stark er heizt.

Sie wird in Watt (W) angegeben: 1.000 Watt Heizkörper-Leistung bedeutet als SI-Einheit, der Heizkörper liefert 1.000 Joule pro Sekunde (J/s) Wärme.

Wichtig ist: Diese Leistung gilt immer für eine bestimmte Systemtemperatur-Kombination (z. B. 75/65/20 nach DIN EN 442).

Sinkt die Vorlauf-/Rücklauftemperatur, fällt auch die Heizkörperleistung – deshalb müssen Heizkörper für  Wärmepumpen oft größer oder leistungsfähiger gewählt werden.

Systemtemperaturen nach DIN EN 442

Die DIN EN 442 definiert vier Standard-Systemtemperaturen für die Nennwärmeleistung der Heizkörper:

  • 75/65/20
  • 70/55/20
  • 55/45/20
  • 45/35/20

Die Zahlen stehen für die Vorlauftemperatur, die Rücklauftemperatur und die Raumtemperatur in °C. Zum Beispiel bedeutet 75/65/20, dass die Vorlauftemperatur 75 °C, die Rücklauftemperatur 65 °C und die Raumtemperatur 20 °C beträgt.

Tabelle: Auslegungstemperaturen von Heizkörpern nach DIN EN 442
Systemtemperatur (°C) Typische Anwendung / Gebäude Typische Heizkörper-Typen / Heizflächen Typische Heizungssysteme
75/65/20 unsanierter Altbau / klassischer Bestand Rippen-/Gussheizkörper, Plattenheizkörper Typ 10/11/21, teils kleine Konvektoren Gas-/Ölkessel (konventionell), Fernwärme mit hohem Temperaturniveau
70/55/20 teilsanierter Bestand / Neubau mit Heizkörpern Plattenheizkörper Typ 21/22 (normal bis größer), teils Design-HK Gas-Brennwert, Pelletkessel, Fernwärme; WP nur bei guter Auslegung
55/45/20 sanierter Bestand / Effizienzhaus / NT-Betrieb größere Plattenheizkörper Typ 22/33, Niedertemperatur-HK, ggf. Gebläsekonvektoren Wärmepumpe (sehr gut geeignet), Brennwert im NT-Betrieb, Hybridanlagen
45/35/20 sehr gut gedämmter Neubau / sehr niedrige VL Fußbodenheizung, Wand-/Deckenheizung, sehr große Plattenheizkörper Typ 33, Fan-Coils Wärmepumpe (optimal), ggf. Nahwärme niedrig temperiert
35/28/20 (Praxiswert) Flächenheizungs-Standard im Neubau Fußbodenheizung (Standard), Wand-/Deckenheizung, große Flächenheizsysteme Wärmepumpe (Bestfall), niedrige Fern-/Nahwärme

Experten-Wissen: Die EN 442 Norm bestätigt die Wattleistung aller Heizgeräte, die in einem Zentralheizungssystem verwendet und mit Wasser oder Dampf bis 120°C gespeist werden, und definiert die Prozeduren, mit denen die Wärmeleistung (in Watt) eines Heizkörpers bestimmt wird. Die Prüfung nach EN 442 stellt sicher, dass die angegebene Leistung eines Produkts von einem unabhängigen akkreditierten Drittunternehmen (aus der NANDO-Datenbank) überprüft wurde, und gewährleistet somit eine genaue Darstellung der erzielbaren Heizleistung. Alle in der EU verkauften Heizkörper, Badheizkörper und Konvektoren müssen dieser Norm entsprechen und ihre Leistung muss geprüft werden.

Was ist die Heizkörper-Spreizung?

Die Differenz zwischen der Vorlauftemperatur und der Rücklauftemperatur wird als Spreizung bezeichnet:

\(ΔT_S = T_{Vorlauf} - T_{Rücklauf}\)

Je mehr Wärme abgegeben wird, desto stärker kühlt das Wasser ab und desto größer wird die Spreizung.

Die Spreizung ΔTS bestimmt mit der Wärmekapazität cP (≈ 4180 J/kgK) und Menge an Wasser ṁ, die den Heizkörper durchströmt, die spezifische Heizleistung des Heizkörpers P.

Folgende Formel gibt den mathematischen Zusammenhang zwischen Spreizung, Durchflussmenge und Heizkörper-Leistung:

\(P = ṁ \cdot c_P \cdot ΔT_S\)

Diese Formel bedeutet: Die Heizkörper-Leistung ist abhängig von der Wassermenge und dem Temperaturabfall.

Bei gleichem Durchfluss gilt dann:

  • größere Spreizung = mehr Leistung
  • kleinere Spreizung = weniger Leistung

Wird die Spreizung von z. B. 10 Kelvin auf 5 Kelvin reduziert und der den Heizkörper durchströmende Volumenstrom bleibt gleich, halbiert sich die Leistung.

Um also die gleiche Leistung zu halten, muss dann doppelt so viel Wasser durch den Heizkörper fließen. Diesen Zusammenhang kann man sich bei Wärmepumpen zunutze machen, um die Vorlauftemperatur zu reduzieren.

Was ist die Norm-Leistung eines Heizkörpers

Die Norm-Leistung eines Heizkörpers ist die Wärmeleistung, die der Hersteller unter vorgegebenen Standard-Bedingungen nach DIN EN 442 angibt.

Tabelle: Heizkörper-Leistung eines Heizkörper Typ 22 unter verschiedenen Auslegungstemperaturen
Breite x Höhe 55/45/20°C 70/55/20°C 75/65/20°C
400 x 400mm 259 Watt 411 Watt 510 Watt
400 x 500mm 309 Watt 491 Watt 610 Watt
400 x 600mm 354 Watt 564 Watt 702 Watt
500 x 400mm 324 Watt 514 Watt 637 Watt
500 x 500mm 386 Watt 614 Watt 762 Watt
500 x 600mm 442 Watt 705 Watt 877 Watt
600 x 400mm 389 Watt 616 Watt 764 Watt
600 x 500mm 463 Watt 736 Watt 914 Watt
600 x 600mm 531 Watt 846 Watt 1052 Watt

Die Norm-Leistung ist ein Vergleichswert, mit dem man Heizkörper verschiedener Hersteller und Typen vergleichen und so die passenden Heizkörper entsprechend der Raum-Heizlast auswählen kann.

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Wie berechne ich die Raum-Heizlast?

Raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831

Die Heizkörper-Auswahl geht immer von der Raum-Heizlast aus, um zuerst festzustellen, wie viel Watt der Raum bei og Temperatur-Auslegung überhaupt benötigt.

Die Raum-Heizlast ist die maximale Heizleistung (in Watt), die ein einzelner Raum braucht, damit er auch am kältesten Auslegungstag die gewünschte Innentemperatur hält.

Die Heizlast eines Raums setzt sich aus zwei Haupt-Wärmeverlusten zusammen:

  • Transmissionswärmeverluste QT: Wärme, die durch Wände, Fenster, Dach, Boden nach außen verloren geht
  • Lüftungswärmeverluste QL: Wärme, die durch Luftaustausch verloren geht – also durchs Lüften oder durch Undichtigkeiten (Infiltration)

\(Raum-Heizlast = Q_T + Q_L\)

Die raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 liefert eine präzise Planungsgrundlage zur Berechnung der Heizkörper-Leistung.

Die Kosten einer Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 sind abhängig von Größe und Art des Gebäudes sowie des lokalen Preisniveaus des Energieberaters bzw. Fachbetriebe:

  • Für ein Einfamilienhaus muss mit einer Preisspanne zwischen 400 und 1.000 Euro gerechnet werden.
  • Bei kleineren Mehrfamilienhäusern fangen die Kosten bei rund 700 Euro an, während größere Gebäude entsprechend teurere Berechnungen erfordern.

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Faustformel: Überschlägige Berechnung der Heizlast

Neben dieser genauen Heizlast-Berechnung nach DIN EN 12831 lässt sich die maximale Raumheizlast auch überschlägig mit Hilfe des spezifischen Wärmebedarfs in Watt pro Quadratmeter (W/m2) nach Gebäudetyp und Baujahr ermitteln.

Tabelle: Spezifischer Wärmebedarf in Watt pro Quadratmeter (W/m²) nach Gebäudetyp und Baujahr
Gebäudetyp  Spezifischer Wärmebedarf
Neubau (Passivhaus) 10 - 20 W/m²
Neubau (gute Dämmung) 30 - 50 W/m²
Energetisch sanierter Altbau 50-80 W/m²
Teilsanierter Altbau 80 W/m²
Unsanierter Altbau 100 - 150 W/m²

Gerade bei älteren Häusern macht es auch bei der überschlägigen Ermittlung der Heizlast Sinn, die Werte noch genauer nach den Auslegungstemperaturen zu erfassen:

Tabelle: Spezifischer Wärmebedarf nach Raumtemperaturen und Baujahren von 1982 bis 1995
Baujahr 18°C 20°C 22°C 24°C
bis 1982 111,6 W/m2 121,6 W/m2 131,7 W/m2 141,7 W/m2
1983 bis 1994 90,0 W/m2 99,2 W/m2 107,6 W/m2 115,9 W/m2
ab 1995 73,9 W/m2 80,8 W/m2 87,7 W/m2 94,6 W/m2

Berechnung der Heizkörper-Leistung

Überschlägige Ermittlung der Heizkörper-Leistung

Die einfachste Methode, die Heizkörpergröße zu ermitteln, ist nun, diese Schätzwerte für die Heizlast mit der Quadratmeter-Anzahl des Raumes nach folgender Formel zu multiplizieren:

Raumfläche in m2 x spezifischer Wärmebedarf in Watt/m2 = Raumheizlast in Watt

Beispiel-Berechnung:

Bei einer Raumfläche von 25 m2 und einem spezifischen Wärmebedarf von 100 W/m2 (beispielsweise für ein Haus von 1990) beträgt die Raumheizlast 2.500 Watt (25 x 100 = 2.500).

Sie benötigen für diesen Raum dann z.B. 2 Heizkörper mit jeweils 1.250 Watt.

Tabelle 1: Berechnung der Leistung von Plattenheizkörpern nach der Raumgröße
Raumgröße/ Wärmebedarf 80 Watt/m2 100 Watt/m2 120 Watt/m2 140 Watt/m2 160 Watt/m2 180 Watt/m2
10 m2 0,8 kW 1,0 kW 1,2 kW 1,4 kW 1,6 kW 1,8 kW
15 m2 1,2 kW 1,5 kW 1,8 kW 2,1 kW 2,4 kW 2,7 kW
20 m2 1,6 kW 2,0 kW 2,4 kW 2,8 kW 3,2 kW 3,6 kW
25 m2 2,0 kW 2,5 kW 3,0 kW 3,5 kW 4,0 kW 4,5 kW
30 m2 2,4 kW 3,0 kW 3,6 kW 4,2 kW 4,8 kW 5,4 kW
35 m2 2,8 kW 3,5 kW 4,2 kW 4,9 kW 5,6 kW 6,3 kW
40 m2 3,2 kW 4,0 kW 4,8 kW 5,6 kW 6,4 kW 7,2 kW
45 m2 3,6 kW 4,5 kW 5,4 kW 6,3 kW 7,2 kW 8,1 kW
50 m2 4,0 kW 5,0 kW 6,0 kW 7,0 kW 8,0 kW 9,0 kW

Diese Methode ist jedoch ungenau und berücksichtigt nicht die individuellen Gegebenheiten der Räume und vernachlässigt Abweichungen von den vom Hersteller angegebenen Norm-Leistungen der Heizkörper.

Dies kann zu einer erheblichen Über- oder Unterdimensionierung führen, was im Falle von Wärmepumpen zu deutlichen Effizienzeinbußen führen kann (siehe unten).

Berechnen der Heizkörper-Leistung nach DIN 442

Eine genauere Methode bietet die DIN: Vor 1997 wurde die Heizkörperberechnung nach der Norm DIN 4707 durchgeführt. Diese legte als Messnorm eine Vorlauftemperatur von 90°C, eine Rücklauftemperatur von 70°C und eine Raumtemperatur von 20°C fest, kurz 90/70/20.

Ab Februar 1997 trat die neue Norm DIN EN 442 Teil 1 und Teil 2 in Kraft. Sie ersetzt die bisherige Norm DIN 4704 und Teile der DIN 4703. Die DIN 442 beschreibt die Mindestanforderungen an Heizkörper, die Methode und das Verfahren zur Messung der Wärmeleistung von Raumheizkörpern.

Sie legt nun statt 60 eine Übertemperatur von 50 Kelvin zugrunde, da heute Heizkörper in der Regel mit niedrigeren Vorlauftemperaturen betrieben werden.

Mit Hilfe der DIN EN 442 lassen sich dann die Normleistungen der Heizkörper-Hersteller an individuelle Auslegungstemperaturen anpassen.

Die zu berechnende Heizkörperleistung Φ hängt dabei von der in der Herstellerliste angegebenen Normleistung ΦNorm, dem Heizkörperexponenten n und den gewünschten Vor-, Rücklauf- und Raumtemperaturen ΔΘln ab:

\[Φ = ΦNorm \cdot ({ΔΘ_{ln} \over 49,83})^n\]

Die Übertemperatur ΔΘln wird dabei mit dem natürlichen Logarithmus (Logarithmus naturalis) mit folgender Formel ermittelt:

\(ΔΘ_{ln} = {{Θ_V - Θ_R}  \over ln{Θ_V - Θ_L \over Θ_R - Θ_L}}\)

Tabelle: Beispiele für Heizkörperleistungen bei Normbedingungen vs. Wärmepumpenbedingungen (Heizkörper-Exponent 1,3)
Typ Heizkörper-Größe Heizkörper-Leistung 75/65/20 Heizkörper-Leistung 45/35/22
22 600×600 mm 1200 Watt 309 Watt
22 600×1000 mm 2000 Watt 514 Watt
22 600×1000 mm 2700 Watt 694 Watt
33 600×1400 mm 2800 Watt 742 Watt
33 600×1400 mm 3800 Watt 977 Watt

Die so berechnete Leistung der Heizkörper muss dann mit den verfügbaren Heizkörpermodellen und -größen abgeglichen werden, um die passende Anzahl an Heizkörpern für die Räume auszuwählen.

Umrechnen der Heizkörper-Leistung mit Korrekturfaktoren

Eine einfachere Möglichkeit, die Wärmeleistung eines Heizkörpers für eine individuelle Systemtemperatur aus gegebener Norm-Wärmeleistung zu berechnen (und umgekehrt), bietet die auf der DIN EN 442 basierende Tabelle mit Umrechnungsfaktoren.

Will man die Wärmeleistung bei individueller Systemtemperatur ΦH berechnen, teilt man die Norm-Wärmeleistung ΦS durch einen den Systemtemperaturen entsprechenden Umrechnungsfaktor F:

\[Φ_H = {Φ_S \over F}\]

Ein Heizkörper mit einer Norm-Wärmeleistung von 1.960 Watt stellt dann im Betrieb bei 55/45/20 (Korrekturfaktor aus Tabelle = 1,96) eine Leistung von 1.000 Watt zur Verfügung.

\[Φ_H = {1960 Watt \over 1,96} = 1000 Watt\]

Wollen Sie die Norm-Heizlast eines Raumes ΦHL in die Norm-Wärmeleistung eines Heizkörpers ΦS bei z.B. 75/65/20 zur Auswahl der erforderlichen Größe des Heizkörpers umrechnen, nutzen Sie folgende Umrechnungsformel:

\[Φ_H = {Φ_S \over F}\]

Zur Deckung der Norm-Heizlast von 1.000 Watt bei 55/45/20 ist dann ein Heizkörper mit einer Norm-Wärmeleistung 1.960 Watt bei 75/65/20 auszuwählen. Dieser liefert dann im Betrieb bei niedrigeren Systemtemperaturen die erforderlichen 1.000 Watt Wärmeleistung.

Korrekturfaktoren nach DIN EN 442 zur Heizkörperauslegung

Korrekturfaktoren nach gewünschter Raumwärme und Auslegungstemperaturen für Pumpenwarmwasserheizungen nach DIN EN 442.
Vorlauf Rücklauf Raum        
15 °C 18 °C 20 °C 22 °C 24 °C
110 °C 90 °C 0,5 0,53 0,54 0,56 0,58
110 °C 80 °C 0,55 0,58 0,6 0,62 0,64
110 °C 70 °C 0,61 0,64 0,67 0,69 0,72
110 °C 60 °C 0,68 0,73 0,76 0,79 0,83
110 °C 50 °C 0,78 0,84 0,89 0,94 0,99
110 °C 40 °C 0,94 1,02 1,09 1,17 1,26
105 °C 80 °C 0,57 0,6 0,62 0,65 0,67
105 °C 70 °C 0,63 0,67 0,69 0,72 0,76
105 °C 60 °C 0,71 0,76 0,79 0,83 0,87
105 °C 50 °C 0,82 0,88 0,93 0,98 1,04
105 °C 40 °C 0,98 1,07 1,14 1,23 1,33
100 °C 80 °C 0,59 0,63 0,65 0,67 0,7
100 °C 70 °C 0,66 0,7 0,72 0,76 0,79
100 °C 60 °C 0,74 0,79 0,83 0,87 0,91
100 °C 55 °C 0,79 0,85 0,89 0,94 0,99
100 °C 50 °C 0,85 0,92 0,97 1,03 1,09
100 °C 40 °C 1,02 1,12 1,2 1,29 1,4
95 °C 70 °C 0,68 0,73 0,76 0,79 0,83
95 °C 60 °C 0,77 0,83 0,87 0,91 0,96
95 °C 55 °C 0,83 0,89 0,93 0,99 1,04
95 °C 50 °C 0,89 0,96 1,02 1,08 1,15
95 °C 40 °C 1,07 1,18 1,26 1,36 1,48
90 °C 80 °C 0,64 0,68 0,71 0,74 0,77
90 °C 75 °C 0,68 0,72 0,75 0,78 0,82
90 °C 70 °C 0,72 0,76 0,8 0,83 0,87
90 °C 65 °C 0,76 0,81 0,85 0,89 0,93
90 °C 60 °C 0,81 0,87 0,91 0,96 1,01
90 °C 55 °C 0,87 0,93 0,98 1,04 1,1
90 °C 50 °C 0,93 1,01 1,07 1,14 1,21
85 °C 75 °C 0,71 0,75 0,79 0,82 0,86
85 °C 70 °C 0,75 0,8 0,84 0,88 0,92
85 °C 65 °C 0,8 0,85 0,89 0,94 0,99
85 °C 60 °C 0,85 0,91 0,96 1,01 1,07
85 °C 55 °C 0,91 0,98 1,04 1,1 1,16
85 °C 50 °C 0,98 1,07 1,13 1,21 1,29
80 °C 70 °C 0,79 0,84 0,88 0,93 0,97
80 °C 60 °C 0,89 0,96 1,01 1,07 1,13
80 °C 50 °C 1,04 1,13 1,2 1,28 1,37
80 °C 40 °C 1,25 1,39 1,5 1,63 1,78
75 °C 65 °C 0,88 0,95 1 1,05 1,12
75 °C 60 °C 0,94 1,02 1,08 1,14 1,21
75 °C 55 °C 1,01 1,1 1,17 1,24 1,32
75 °C 50 °C 1,1 1,2 1,28 1,37 1,47
75 °C 45 °C 1,2 1,32 1,42 1,53 1,66
70 °C 60 °C 1 1,08 1,15 1,22 1,3
70 °C 55 °C 1,08 1,17 1,25 1,33 1,42
70 °C 50 °C 1,17 1,28 1,37 1,47 1,58
70 °C 45 °C 1,28 1,42 1,52 1,65 1,79
70 °C 40 °C 1,42 1,59 1,73 1,89 2,08
65 °C 55 °C 1,15 1,26 1,34 1,43 1,54
65 °C 50 °C 1,25 1,37 1,47 1,59 1,71
65 °C 45 °C 1,37 1,52 1,64 1,78 1,94
65 °C 40 °C 1,52 1,71 1,87 2,05 2,27
65 °C 35 °C 1,73 1,98 2,19 2,44 2,76
60 °C 55 °C 1,23 1,36 1,45 1,56 1,68
60 °C 50 °C 1,34 1,48 1,6 1,73 1,87
60 °C 45 °C 1,47 1,65 1,78 1,94 2,13
60 °C 40 °C 1,64 1,86 2,03 2,24 2,5
60 °C 35 °C 1,87 2,15 2,39 2,69 3,06
60 °C 30 °C 2,19 2,59 2,96 3,44 4,13
55 °C 50 °C 1,45 1,62 1,75 1,9 2,07
55 °C 45 °C 1,6 1,8 1,96 2,15 2,37
55 °C 40 °C 1,78 2,03 2,24 2,48 2,78
55 °C 35 °C 2,03 2,36 2,64 2,99 3,43
55 °C 30 °C 2,39 2,86 3,29 3,86 4,67
50 °C 45 °C 1,75 1,98 2,17 2,4 2,67
50 °C 40 °C 1,96 2,25 2,5 2,79 3,15
50 °C 35 °C 2,24 2,63 2,96 3,38 3,92
50 °C 30 °C 2,64 3,2 3,7 4,39 5,39
45 °C 40 °C 2,17 2,53 2,83 3,19 3,66
45 °C 35 °C 2,5 2,96 3,37 3,89 4,58
45 °C 30 °C 2,96 3,63 4,25 5,11 6,38
40 °C 35 °C 2,83 3,41 3,93 4,62 5,54
40 °C 30 °C 3,37 4,21 5,01 6,14 7,87

Größe von Wärmepumpen-Heizkörpern berechnen

Heizkörper verlieren bei Drosselung der Vorlauftemperaturen rund 65 - 80 % ihrer Leistung. Darum muss bei Wärmepumpen häufig Leistung ergänzt werden, durch einen Austausch des Heizkörper z.B. von Typ 22 mit einem Heizkörper des Typ 33.

Mit einem solchen Typen-Tausch können jedoch nicht immer alle Leistungsverluste (ausgehend von der Norm-Leistung) kompensiert werden. Auch unter realistischeren Auslegungstemperaturen von 65/55/20 zu 45/35/20 nimmt die Heizkörper-Leistung in der Regel deutlich ab.

Daher kann es sinnvoll sein, statt eines Typen-Tausches den alten Heizkörper mit einem Niedertemperaturheizkörper oder mit einem speziellen Wärmepumpenheizkörper mit Gebläse auszutauschen, um die Leistungseinbußen bei der Reduzierung der Systemtemperaturen vollständig auszugleichen, ohne eine größere Heizkörperfläche zu installieren (siehe auch "Wärmepumpen-Heizkörper").

Alternativ ließen sich aber auch – sofern baulich möglich - Heizkörper zu den bestehenden ergänzen, um auf die nötige der Raumheizlast entsprechende Leistung zu kommen. Eine Ergänzung der bestehenden Heizflächen kann z.B. in Fluren sinnvoll sein, die nur indirekt mitbeheizt wurden.

Bevor ein Austausch oder eine Erweiterung erfolgt, sollte jedoch sichergestellt werden, dass das System hydraulisch korrekt eingestellt ist (hydraulischer Abgleich). Eine falsche Einstellung kann dazu führen, dass die Heizkörper-Leistung nicht voll ausgenutzt wird. Dann bestehen Leistungsreserven durch die Optimierung, sodass evtl. keine Änderungen an den Heizkörpern nötig sind.

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