Letzte Aktualisierung: 01.12.2025

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Plattenheizkörper-Typen, Maße, Leistung und Preise im Überblick

  • Wie ist ein Plattenheizkörper aufgebaut? Plattenheizkörper bestehen aus glatten oder profilierten Stahlblechen, durch die Heizwasser geleitet wird. Wärme wird über Kombination aus Strahlung und Konvektion an den Raum abgegeben. Je nach Bauweise variiert der Anteil: Mehrere Platten und eingebaute Konvektionsbleche erhöhen den Konvektionsanteil.
  • Welche Typen gibt es? Plattenheizkörper werden nach Typen klassifiziert: übliche Typen sind z. B. Typ 10, 11, 20, 21, 22, 30, 33. Die erste Zahl steht für die Anzahl der Heizplatten, die zweite für die Anzahl der Reihen mit Konvektionslamellen. Je nach Typ unterscheiden sich die Bautiefe und damit die Wärmeleistung deutlich.
  • Welche Maße haben Plattenheizkörper? Die Maße Höhe, Länge und Tiefe sind entscheidend: Höhe orientiert sich oft an baulichen Gegebenheiten (z. B. Fensterbrüstung), Länge variiert meist zwischen ca. 400 mm und 3000 mm und beeinflusst direkt die Heizfläche und damit die Heizkörper-Leistung. Die Tiefe ergibt sich aus dem gewählten Typ.
  • Was muss man bei der Installation beachten? Beim Austausch alter Heizkörper durch Plattenheizkörper ist der Nabenabstand entscheidend. Er beschreibt den vertikalen Abstand zwischen Vorlauf- und Rücklaufanschluss. Dieser Abstand muss mit der bestehenden Rohrführung übereinstimmen, um eine neue Rohrführung zu vermeiden.
  • Funktionieren Plattenheizkörper mit Wärmepumpen? Werden Plattenheizkörper mit geringeren Systemtemperaturen (z.B. 55/45/20) betrieben, verlieren sie an Leistung. Daher müssen der Plattenheizkörper-Typ oder auch der ganze Heizkörper vergrößert werden. Alternativ müssen die Heizkörper um Heizpatrone oder Konvektoren ergänzt werden.
  • Was kosten Plattenheizkörper? Die Kosten eines Plattenheizkörpers hängen stark von Größe, Typ und Ausstattung ab. Einfache Modelle (z. B. Typ 10 oder 11, ca. 600 × 600 mm) kosten etwa 50 bis 100 Euro, mittelgroße Heizkörper (z. B. Typ 22, ca. 600 × 1200 mm) liegen zwischen 100 und 200 Euro. Große oder leistungsstarke Typen (z. B. Typ 33, über 2000 mm Länge) kosten häufig 200 bis 400 Euro oder mehr.

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Plattenheizkörper-Aufbau und Funktionsweise

Plattenheizkörper gehören zu den Flachheizkörpern. Das bedeutet, sie bestehen aus glatten (planen) oder profilierten Stahlblechen. Die Wärmeplatten werden klassisch von Wasser durchflossen, das von der Heizung erwärmt wird.

Somit gibt der Plattenheizkörper zum größten Teil Wärmestrahlung in den Raum ab. Diese Art von Strahlung wird von den meisten Menschen als angenehmer als Konvektionswärme empfunden. Der Anteil der Wärmestrahlung nimmt allerdings ab, je mehr Platten hintereinander angeordnet sind.

Typischerweise besteht der Plattenheizkörper aus zwei bis drei Platten. Dazwischen werden Konvektionsbleche bzw. -lamellen angebracht, um die Wärmeabgabe zu erhöhen.

Dabei gilt: Je mehr Konvektionsbleche zwischen den Platten des Heizkörpers, desto mehr Konvektionswärme wird abgegeben. Bei einem Heizkörper mit 3 Platten und 2 Lamellenreihen beträgt der Anteil der Konvektionswärme bereits ca. 50%.

Plattenheizkörper-Typen im Überblick

Aus technischer Sicht beschreibt man Plattenheizkörper daher nach Typen. Geläufige Größen sind der Typ 10, 11, 20, 21, 22, 30 und 33.

  • Die erste Zahl beschreibt die Anzahl der Platten,
  • die zweite Zahl die Anzahl der Reihen mit Konvektionslamellen.

Je nach der Anzahl der Platten und Lamellen variiert die Bautiefe. Die Bautiefe als auch seine Höhe und Breite geben wiederum die Leistung des Plattenheizkörpers vor.

Tabelle: Wichtige Kennwerte von Plattenheizkörpern Typ 10 bis Typ 33
Typ Typ-Definition (Platten / Konvektoren) Aufbau (Schema) Wärmeabgabe (Strahlung / Konvektion) ca. Nennleistung bei 75/65/20 pro m² Frontfläche
10 1 Platte / 0 Konvektoren P 45% / 55% 860 W/m²
11 1 Platte / 1 Konvektor PK 35% / 65% 1.660 W/m²
20 2 Platten / 0 Konvektoren PP 40% / 60% 1.715 W/m²
21 2 Platten / 1 Konvektor PKP 30% / 70% 2.260 W/m²
22 2 Platten / 2 Konvektoren PKKP 25% / 75% 2.890 W/m²
30 3 Platten / 0 Konvektoren PPP 40% / 60% 2.570 W/m²
33 3 Platten / 3 Konvektoren PKKPKP 20% / 80% 3.980 W/m²

Plattenheizkörper-Maße: Höhe, Länge, Tiefe

Die Maße eines Plattenheizkörpers werden durch drei Grundabmessungen beschrieben: Höhe, Länge und Tiefe.

Die Höhe (H) ist in der Praxis meist durch die Einbausituation vorgegeben – typischerweise durch die Brüstungshöhe unter dem Fenster oder durch die verfügbare Wandfläche. Übliche Höhen liegen bei 300, 400, 500, 600, 750 oder 900 mm. Sie beeinflusst nicht nur, ob der Heizkörper überhaupt passt, sondern auch die Wärmeabgabe: Ein höheres Modell hat mehr Strahlungsfläche und kann – bei gleicher Länge und gleichem Typ – mehr Leistung abgeben.

Die Länge (L) ist der wichtigste Stellhebel für die Leistung, weil sie die Heizfläche direkt vergrößert. Standardlängen reichen etwa von 400 mm bis 3000 mm, meist in 100-mm-Schritten. Wenn also mehr Heizleistung benötigt wird und die Höhe bereits festliegt, wird in der Regel zuerst die Länge erhöht.

Die Tiefe bzw. Bautiefe (T) schließlich ergibt sich aus dem inneren Aufbau des Plattenheizkörpers, also aus der Anzahl der Platten und Konvektionsbleche (dem „Typ“). Je tiefer der Heizkörper ist, desto größer ist die wirksame Oberfläche im Inneren – und desto höher ist die Leistung pro Meter Länge. Typ-11-Heizkörper sind deshalb sehr flach, liefern aber weniger Watt, während Typ-22 oder Typ-33 deutlich tiefer, dafür aber wesentlich leistungsstärker sind.

Zusammen bestimmen diese drei Maße nicht nur die Montage- und Platzfrage, sondern vor allem auch, ob der Heizkörper die benötigte Raum-Heizlast bei den vorgesehenen Systemtemperaturen zuverlässig abdecken kann.

Nabenabstand und Anschlussarten

Der Nabenabstand (auch Anschlussabstand genannt) ist das Maß, das beim Austausch eines Heizkörpers besonders wichtig wird. Er beschreibt den vertikalen Abstand zwischen Vorlauf- und Rücklaufanschluss eines seitlich angeschlossenen Heizkörpers.

In klassischen Installationen mit sogenannten Kompakt- oder Seitenanschlussheizkörpern liegen die Anschlüsse unten links und/oder rechts, und der Nabenabstand muss zur vorhandenen Rohrführung passen.

Als Faustregel gilt bei vielen Plattenheizkörpern: Nabenabstand = Bauhöhe minus etwa 50 mm. Das bedeutet zum Beispiel: Ein Heizkörper mit 600 mm Höhe hat typischerweise einen Nabenabstand von ungefähr 550 mm. Wenn ein vorhandener Plattenheizkörper ersetzt werden soll, ohne die Rohre zu ändern, muss dieses Maß stimmen – sonst treffen die Anschlüsse nicht auf die bestehenden Leitungen.

Eng damit verbunden sind die Anschlussarten, also die Frage, wo und wie der Heizkörper an die Rohrleitung angeschlossen wird. Grundsätzlich unterscheidet man vor allem zwischen Kompaktheizkörpern und Ventilheizkörpern.

Ein Kompaktheizkörper (oft mit „C“ oder „K“ bezeichnet) hat seitliche Anschlüsse unten links und rechts. Hier ist der Nabenabstand relevant, weil die Rohre genau auf diese Punkte zulaufen. Diese Bauart findet man sehr häufig in älteren Anlagen und überall dort, wo eine einfache, symmetrische Seitenanbindung gewünscht ist.

Ein Ventilheizkörper (oft „V“, „VK“ oder „VC“) besitzt dagegen ein integriertes Ventil und wird typischerweise unten angeschlossen, meist auf einer Seite (häufig rechts). Häufig ist hier auch ein Mittelanschluss mit 50 mm Abstand zwischen Vor- und Rücklauf möglich. Diese Anschlussvariante ist heute Standard bei vielen Neubauten und Modernisierungen, weil sie eine saubere Rohrführung aus dem Boden oder aus der Wand erlaubt und gut mit Thermostatventilen kombinierbar ist.

Typische Plattenheizkörper-Modelle & -Varianten

Plattenheizkörper-Modelle unterscheiden sich vor allem durch Frontoptik, Bauform und Einsatzspektrum: profilierte Varianten sind der robuste Standard, plane Design-Fronten setzen auf eine glatte, moderne Optik.

Daneben gibt es fein profilierte „Line“-Modelle als Mittelweg sowie vertikale Hochkant-Heizkörper, wenn Wandlänge fehlt oder ein Designakzent gewünscht ist.

Ergänzend bieten Hersteller plane Hygiene-Ausführungen für leichte Reinigung und Austauschmodelle für den 1:1-Tausch alter Heizkörper ohne Rohrumbau.

Tabelle: typische Plattenheizkörper-Modellvarianten
Modell (aus dem Kurzfazit) Charakteristik / wofür geeignet Typische Vorteile Typische Nachteile / Hinweise
Profil (klassisch profiliert) Standard-Plattenheizkörper mit geriffelter Front; ideal für Wohnräume & Bestand günstig, unempfindlich, breite Auswahl, „passt überall“ optisch weniger modern; Rillen sammeln etwas Staub
Plan (glatte Front) Plattenheizkörper mit planer Abdeckplatte; Neubau/Design-orientierte Sanierung moderne, ruhige Optik; leichter zu reinigen teurer; Leistung je nach Aufbau manchmal minimal geringer → ggf. etwas größer auslegen
Line / fein profiliert dezente Linienstruktur zwischen Profil und Plan; wenn „modern, aber nicht ganz glatt“ gewünscht moderner als Profil, oft günstiger als Plan weniger verbreitet; Optik Geschmackssache
Vertikal / Hochkant senkrechte Bauform für schmale Wandflächen oder als Gestaltungselement viel Leistung auf kleiner Breite; starker Designfokus möglich Leistungswerte stark modellabhängig → immer Hersteller­tabelle nutzen; oft teurer pro Watt
Hygiene / Clean reduzierte Verkleidung (ohne Seitenteile/Abdeckung) für gute Reinigbarkeit sehr leicht zu reinigen, staubarm, geeignet für Allergiker/Praxen Optik „technischer“/offener; etwas mehr Berührungsfläche
Austausch-/Renovierungsmodelle speziell für den Ersatz alter DIN-Heizkörper mit passenden Anschlussmaßen schneller 1:1-Tausch ohne Rohrumbau; modernisiert Effizienz/Optik Auswahl teils eingeschränkt; genaue Maß-/Anschlussprüfung nötig

Plattenheizkörper-Leistung: Was muss ich beachten?

Welche Heizkörper-Leistung pro m2?

Vor der Festlegung der Maße des Plattenheizkörpers ist zunächst die Heizlast des Raumes zu berechnen, die die Gesamtleistung des/ der Heizkörper vorgibt.

Einfluss auf die Raum-Heizlast nehmen Faktoren wie

  • die Wärmedämmung
  • die Größe der Räume und
  • die Art der Nutzung bzw. die gewünschte Innentemperatur (15°C für Korridore bis 24°C für Badezimmer).

Als Schätzwerte für die Heizleistung pro m2 nimmt man hier durchschnittlich 80 Watt je Quadratmeter (m2) für Neubauten und bis zu 200 Watt pro m2 in ungedämmten Altbauten an.

Tabelle: Berechnung der Leistung von Plattenheizkörpern nach der Raumgröße
Raumgröße/ Wärmebedarf 80 Watt/m2 100 Watt/m2 120 Watt/m2 140 Watt/m2 160 Watt/m2 180 Watt/m2
10 m2 0,8 kW 1,0 kW 1,2 kW 1,4 kW 1,6 kW 1,8 kW
15 m2 1,2 kW 1,5 kW 1,8 kW 2,1 kW 2,4 kW 2,7 kW
20 m2 1,6 kW 2,0 kW 2,4 kW 2,8 kW 3,2 kW 3,6 kW
25 m2 2,0 kW 2,5 kW 3,0 kW 3,5 kW 4,0 kW 4,5 kW
30 m2 2,4 kW 3,0 kW 3,6 kW 4,2 kW 4,8 kW 5,4 kW
35 m2 2,8 kW 3,5 kW 4,2 kW 4,9 kW 5,6 kW 6,3 kW
40 m2 3,2 kW 4,0 kW 4,8 kW 5,6 kW 6,4 kW 7,2 kW
45 m2 3,6 kW 4,5 kW 5,4 kW 6,3 kW 7,2 kW 8,1 kW
50 m2 4,0 kW 5,0 kW 6,0 kW 7,0 kW 8,0 kW 9,0 kW

Je nach der Vor- und Rücklauftemperatur sowie der Raumtemperatur differiert die Leistung eines Heizkörpers. Unter Variation der Maße und des Bautyps kann man so flexibel jede Heizleistung bis hin zu mehreren kW Leistung darstellen.

Begrenzende Faktoren bei der Auswahl der Maße des Plattenheizkörpers sind lediglich die jeweiligen Fensterbreiten und Brüstungshöhen.

Die genaue Planung der Leistung und Maße sollte von einem Heizung-Fachbetrieb nach den Vorgaben des Plattenheizkörper-Herstellers erfolgen.

Tabelle: Wärmeleistung in Watt bei 70/55/20 °C und 55/45/20 °C pro Meter (Breite) Plattenheizkörper nach Bautyp und Bauhöhe
Plattenheizkörper-Typ Höhe 300 mm Höhe 400 mm Höhe 500 mm Höhe 600 mm Höhe 900 mm
Typ 10 273/173 355/227 435/280 512/331 724/467
Typ 11 400/257 521/334 635/407 743/475 1026/656
Typ 20 465/298 595/382 720/463 841/542 1176/750
Typ 21 574/365 729/464 873/555 1009/641 1364/860
Typ 22 763/489 970/620 1164/741 1347/855 1836/1158
Typ 30 654/418 828/528 993/631 1152/731 1603/1011
Typ 33 1073/684 1359/864 1626/1030 1877/1184 2561/1614

Welche Plattenheizkörper für Wärmepumpen?

Heizkörperleistungen werden nach DIN EN 442 bei Normbedingungen angegeben, typisch ist ein ΔT=50 K bei z. B. 75/65/20.

Bei niedrigeren Vorlauftemperaturen wie z. B. für Wärmepumpen mit 55/45/20 fällt die Heizkörper-Leistung stark ab. Heizkörper für Wärmepumpen müssen daher deutlich leistungsstärker bzw. größer sein.

Obwohl viele Plattenheizkörper aus den 1960er, 70er und 80er Jahren eine Leistungsreserve von häufig über 40% aufweisen, können bei einem Heizkörper-Tausch nicht immer alle Leistungsverluste (ausgehend von der Norm-Leistung) kompensiert werden.

Daher kann es sinnvoll sein, statt eines größeren Plattenheizkörper-Typen den alten Heizkörper mit einem

  • Plattenheizkörper mit Heizpatrone,
  • Plattenheizkörper mit Konvektor oder mit einem
  • speziellen Heizkörper mit Ventilator

auszutauschen, um die Leistungseinbußen vollständig auszugleichen, ohne eine größere Heizkörperfläche zu installieren.

Plattenheizkörper-Größe berechnen

Zur reinen Berechnung der Leistung müssen weitere Faktoren hinzugerechnet werden. So gilt die vom Hersteller angegebene Leistung ur für die freie Montage des Plattenheizkörpers. Je nach baulicher Raumsituation sind bei der Berechnung der Größe daher weitere Zuschläge von 10 – 15% nötig bei:

Zudem verteilen zwei kleinere Plattenheizkörper Wärme oft gleichmäßiger im Raum als ein sehr großer. Außerdem kann man sie mit Thermostatventilen besser regeln.

Daher muss man beim Berechnen der Größe des Plattenheizkörpers immer alle leistungs- und bautechnischen Umstände mit einbeziehen!

Tabelle: Größen-Auslegung von Plattenheizkörpern nach unterschiedlichen Systemtemperaturen
Fall A: klassische Heizungs-Anlage Fall B: Niedertemperatur / Wärmepumpe
Systemtemperaturen (VL/RL/Raum) 75/65/20 °C 55/45/20 °C
Ziel-Leistung (inkl. 10% Reserve) 2200 W 2200 W
Typische Heizkörperwahl Typ 22 (Standard) Typ 22 (aber größer/mehr)
Beispiel-Heizkörper(e) 1× Typ 22, 600×1400 mm 2× Typ 22: 600×1400 mm + 600×1200 mm
Leistung pro Heizkörper ca. 2456 W (bei 75/65/20) ca. 1238 W + 1061 W (bei 55/45/20)
Gesamtleistung ca. 2456 W ca. 2299 W

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Was kosten Plattenheizkörper?

Plattenheizkörper-Preise im Überblick

Plattenheizkörper sind kostengünstig und können in einfachen, schlichten Varianten in jedem Baumarkt (Obi, Hornbach, Bauhaus, toom, hagebau, Globus Baumarkt) erworben werden. Dort sind kleine Heizkörper-Modelle ab ca. 60 Euro zu finden. Modelle mit etwa 3 Metern Länge findet man um die 250 Euro. Der Preis steigt mit der Größe. Für ausgefallenere Designs mit Bildern oder anderen Farben als weiß, kontaktiert man am besten ausgewählte Fachhändler.

Tabelle: Baumarkt-Preise Plattenheizkörper im Vergleich
Heizkörpertyp Typische Standard-Maße (Beispiele) Preisbereich (ca.)
Plattenheizkörper Typ 11 (1 Platte) H 600 × L 1000 mm 90–150 €
Plattenheizkörper Typ 22 (Standard) H 600 × L 1000 mm 150–230 €
Plattenheizkörper Typ 33 (3 Platten) H 600 × L 1000 mm 300–450 €

Auch im Netz findet man eine ganze Reihe von Online-Händlern, die verschiedenste Plattenheizkörper-Varianten anbieten. Wer online kauft, sollte sich im Vorfeld aber genau über die Lieferkosten informieren:

  • Ein Heizkörper wird dabei meistens nur in kleinen Ausführungen von einem Transportdienstleister wie DHL ausgeliefert.
  • Größere Varianten müssen daher in der Regel mit einer Spedition angeliefert werden.

Daher lohnt sich immer vor einem Kauf ein Preisvergleich.

Tabelle: Preise pro Meter Plattenheizkörper nach Bautyp und Bauhöhe
Plattenheizkörper-Typ Höhe 300 mm Höhe 400 mm Höhe 500 mm Höhe 600 mm Höhe 900 mm
Typ 10 33,10 Euro 35,15 Euro 38,70 Euro 43,70 Euro 57,55 Euro
Typ 11 46,55 Euro 48,30 Euro 49,85 Euro 58,25 Euro 80,40 Euro
Typ 20 68,35 Euro 79,80 Euro 83,00 Euro 88,40 Euro 121,00 Euro
Typ 21 71,75 Euro 81,45 Euro 84,80 Euro 90,15 Euro 121,45 Euro
Typ 22 74,00 Euro 85,80 Euro 86,70 Euro 96,70 Euro 143,75 Euro
Typ 30 106,85 Euro 122,60 Euro 127,55 Euro 144,70 Euro 218,45 Euro
Typ 33 110,15 Euro 125,05 Euro 134,10 Euro 147,45 Euro 220,70 Euro

Kosten für Befestigung und Halterung

Sofern das nötige handwerkliche Geschick vorhanden ist, ist es möglich, einen Plattenheizkörper selbst zu installieren und so die Installationskosten zu sparen. Im Grunde reichen dazu eine Rohrzange und Dichtungspaste (z.B. Fermit).

Da ein Plattenheizkörper aber mit Wasser betrieben wird, wird im Normalfall dazu geraten einen Experten kommen zu lassen, um eine fachgerechte Einbindung in den Heizkreis und einen fachmännischen hydraulischen Abgleich zu gewährleisten.

Ist dies nicht gewährleistet, so kann der Heizkreis evtl. nicht optimal funktionieren und man verschwendet Heizenergie und auch Heizkosten. Im schlimmsten Fall können Wasserschäden auftreten, für die bei Eigenmontage keine Versicherung aufkommen wird.

Dank der einfachen Handhabung und schnellen Montage fallen die Kosten für einen Monteur auch relativ gering aus. Sie können bei der Neuinstallation eines Heizkörpers inklusive Montage der Befestigung bzw. Halterung mit Kosten von rund 100€ bis 120€ pro Plattenheizkörper rechnen.

Unser Tipp: Holen Sie sich im Vorfeld verschiedene Kostenvoranschläge ein. Häufig bieten die Anbieter gute Preise an, wenn Sie bei diesen auch die Heizkörper kaufen!

Plattenheizkörper kaufen: Worauf muss ich achten?

Hersteller-Auswahl und Kauf von Plattenheizkörpern

Die allermeisten Heizkörper-Hersteller bieten Plattenheizkörper an und auch viele große Heizungshersteller ergänzen ihr Angebot mit Plattenheizkörpern.

Bei einer Neuinstallation einer Heizung und des Heizungssystems bietet es sich in der Regel an, die gewünschten Heizkörper einer Heizung vom selben Anbieter zu kaufen, um so einen Mengenrabatt zu bekommen. Zudem sind viele Heizung- und Sanitärbetriebe an einen Heizungsanbieter vertraglich gebunden, sodass diese in der Regel keine Fremdfabrikate verbauen.

Lediglich bei einer reinen Sanierung von Heizkörpern eröffnen sich Spielräume, auch andere Heizkörper-Hersteller auszuwählen.

Tabelle: Übersicht der Plattenheizkörper-Modellreihen wichtiger Hersteller
Hersteller Wichtige Plattenheizkörper-Modellreihen Kurzbeschreibung / Besonderheiten
Buderus Logatrend VC-Profil, VCM-Profil, C-Profil, Plan Logatrend-Familie mit profilierter (gerippter) Front als „Profil“ und glatter Front als „Plan“. VC/VCM = Ventilheizkörper mit integriertem Ventil (unten/mitten Anschlussvarianten).
Kermi therm-x2 Profil, therm-x2 Plan, therm-x2 Line, Verteo, Austauschheizkörper therm-x2 ist Kermis Standard-Paneelreihe: Profil (klassisch gerippt), Plan (glatt), Line (fein profiliert). Verteo = besonders niedrige Bauhöhe/kompakt. Austauschheizkörper = für schnelle DIN-Alt-Ersatzmontage.
Purmo (Purmo Group / ehem. Rettig) Compact / Ventil Compact, Plan / Ramo (Design-Front), Flex Sehr breite Standardpalette. „Compact“ (Seitenanschluss) und „Ventil Compact“ (Ventil unten) sind die Klassiker; „Plan/Ramo“ glatte bzw. dekorative Fronten; „Flex“ steht für flexible Ventilpositionen.
Vogel & Noot Profil-Flachheizkörper, Plan-Flachheizkörper, Hygiene-Ausführungen Klassische Paneelheizkörper in profilierter und glatter Front, als Ventil- oder Kompaktversion. Hygienevarianten ohne Abdeckung/Seitenteile für leichtes Reinigen.
Korado RADIK KLASIK, RADIK VK (Ventil Kompakt), RADIK PLAN, RADIK LINE, RADIK VERTIKAL, RADIK HYGIENE / CLEAN RADIK ist Korados Paneel-System: KLASIK Seitenanschluss, VK Ventil unten. PLAN glatte Front, LINE fein profiliert, VERTIKAL senkrechte Ausführung. Hygiene/CLEAN für höhere Hygieneanforderungen.
Stelrad (inkl. Henrad in DACH) Compact / K-Serie (z. B. K1/K2), Planar (glatte Front) Stelrad hat klassische doppelte Paneelreihen („Compact/K-Serie“) sowie glatte Design-Paneele Planar. In DACH oft auch als Henrad vermarktet.
Zehnder Plano, Nova (Flach-/Planheizkörper) Zehnder ist stärker design-orientiert, hat aber mit Plano (glatte Front) und Nova flache Wohnraum-Plattenheizkörper in vielen Farben/Oberflächen.

Plattenheizkörper-Unterschiede zu anderen Heizkörpertypen

Platten-/Flachheizkörper sind der heutige Standard, weil sie kompakt, günstig und als Niedertemperatur-Heizkörper geeignet sind.

Rippen- und Gliederheizkörper sind hingegen die „klassischen“ Altbauformen und werden heutzutage nur noch selten verbaut.

Demgegenüber werden Röhrenheizkörper heute als typische Design- und Bad-Heizkörper angeboten. Sie sind funktional, optisch ansprechend, aber preislich und leistungsmäßig modellabhängig.

Tabelle: Vergleich von Plattenheizkörpern mit Rippen-, Röhren- und Gliederheizkörpern
Kriterium Plattenheizkörper (Referenz) Rippenheizkörper Röhrenheizkörper Gliederheizkörper
Bauform / Aufbau 1–3 Stahlblech-Platten, oft mit Konvektionsblechen (Typ 10–33). Sehr kompakt/ flach Mehrere „Rippen“/Lamellen, meist Guss/Stahl, klassische Altbauform Mehrere parallel angeordnete Rohre (horizontal/vertikal), oft als Design-/Badheizkörper Aus einzelnen genormten Gliedern/Segmenten zusammengesetzt; Gliederzahl variabel
Wärmeabgabe Mischung aus Strahlung + Konvektion, je nach Typ hoher Konvektionsanteil → schnelle Raumaufheizung Vergleichsweise kleinere Übertragerfläche → eher Strahlung, braucht höhere Temperaturen/Größe Relativ hoher Strahlungsanteil, je nach Röhrenabstand auch gute Konvektion Hoher Strahlungsanteil, Trägheit durch Masse
Eignung für Niedertemperatur (z. B. Wärmepumpe) Sehr gut: große Fläche pro Meter, gute Leistung auch bei 55/45 °C (aber größer auslegen!) Eher schlecht: braucht höhere Vorlauftemperaturen oder sehr große Baugröße Gut bis mittel: abhängig von Größe/Design, oft größer nötig Mittel: funktioniert, aber wegen Trägheit/Fläche meist größer oder höhere Temperaturen nötig
Wasserinhalt / Trägheit Geringer Wasserinhalt → geringe Trägheit, reagiert schnell auf Regelung Höherer Wasserinhalt + Masse → träge, speichert Wärme länger. Mittel; je nach Baugröße, meist träger als Platte. Relativ hoch (v. a. Guss) → hohe Speicherwirkung, langsameres Regeln
Typische Einsatzorte Wohnräume, Büros, überall Standard Altbauten, wo alte Anschlüsse/Optik erhalten bleiben sollen Bäder (Handtuchtrockner), Design-Akzente, schmale Wandflächen Altbau/Industrie-Look; wo modulare Länge sinnvoll ist

Vorteile und Nachteile von Plattenheizkörpern

Plattenheizkörper bieten eine große Anzahl an Vorteilen, die im Folgenden aufgelistet sind:

  • In vielen Größen erhältlich. Angefangen bei 40 cm Breite bis hin zu weit über 2 Metern sind alle Modelle erhältlich und sind somit für alle Haushalte bestens geeignet. Außerdem sind sie sehr flach und nehmen daher wenig Platz weg.
  • Schlichtes Design, das aber farbtechnisch in mehreren Varianten zur Verfügung steht und dem Raum damit eine ganz individuelle Gestaltung bieten kann.
  • Die Wärmeabgabe erfolgt größtenteils durch Wärmestrahlung und bietet somit ein angenehmes Raumklima. Sollte die Wärmeabgabe nicht ausreichen, kann sie durch einfaches Anbringen von Konvektionsplatten erhöht werden.
  • Preiswert in der Anschaffung.
  • Leichte Reinigung auf Grund der glatten Front, kein Staubfänger.
  • Einfache Montage und Langlebigkeit.
  • Plattenheizkörper eignen sich besonders gut für den Niedertemperaturbereich. Dafür muss dann allerdings die Größe des Heizkörpers entsprechend vergrößert werden, um ihn an die Vorlauftemperatur anzupassen.

Typische Nachteile von Plattenheizkörpern:

  • Leistung sinkt stark bei niedrigen Vorlauftemperaturen: Für Wärmepumpen müssen Plattenheizkörper oft deutlich größer gewählt werden, sonst reicht die Wärmeabgabe nicht.
  • Konvektionsanteil kann Staub aufwirbeln: Durch die Luftzirkulation werden Staub und Allergene eher bewegt als bei strahlungsdominanten Heizkörpern.
  • Empfindlicher gegen Abdeckung/Verkleidung: Heizkörperverkleidungen, enge Nischen oder breite Fensterbänke können die Leistung merklich reduzieren.
  • Korrosionsrisiko bei falschem Anlagenwasser: Stahlplatten reagieren empfindlicher auf Sauerstoffeintrag/ungeeignetes Wasser (z. B. bei häufigem Nachfüllen oder offenen Systemen).
  • Mechanisch weniger robust als Guss- oder Gliederheizkörper: Dellen oder Beschädigungen durch Stöße kommen schneller vor.
  • Reinigung innen aufwendiger: Zwischen Platten und Konvektoren sammelt sich Staub, der nur mit Bürste/Staubsauger gut erreichbar ist.
  • Optisch „Standardware“: Die klassische Profilfront wirkt in hochwertigen/interior-orientierten Räumen manchmal weniger passend (außer Plan-/Designvarianten).

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