Finden Sie jetzt Ihren Energie-Experten! 2795 registrierte Profis direkt erreichen und kostenlos vergleichen!
Jetzt lesen: So funktioniert energie-experten.org

Ratgeber: Brennholz-Arten, Verbrauch und Kosten berechnen

Welche Arten von Brennholz sind handelsüblich? Wie unterscheiden sie sich? Welches Brennholz ist gut zum Heizen? Was muss beim Verfeuern beachtet werden? Wie berechnet man den Verbrauch? Was kostet Brennholz?

Mit dem Begriff Brennholz wird Holz bezeichnet, das verbrannt wird, um daraus thermische Energie (Wärme) zu erzeugen, die zum Heizen, meistens per Einzelraumfeuerungsanlage wie einem Kaminofen, oder Kochen genutzt wird. Eine alternative Bezeichnung für Brennholz ist Feuerholz. Je nach Qualität unterscheidet der Handel unter dem Fachbegriff Energieholz z. B. ofenfertiges Stückholz, Rundholz, Scheitholz und Brennreisig. Der Heizwert von Brennholz variiert mit der Feuchtigkeit des nachwachsenden Rohstoffs und beträgt bei absolut trockenem Laubholz etwa 5 kWh/kg und bei Nadelholz wegen seines höheren Harzanteils etwa 5,2 kWh/kg.

5 kostenlose Angebote für die Neuinstallation, Austausch, Reparatur oder Wartung Ihrer Holzheizung anfordern!

Finden Sie jetzt Energie-Experten in Ihrer Nähe:
 

In Deutschland wird in den rund 11 Millionen privat genutzten Einzelraumfeuerstätten, wie beispielsweise Kamin- und Pelletöfen, Heizkaminen und Kachelöfen, Holz zur Wärmeerzeugung eingesetzt. Dabei stellt Brennholz über 40 Prozent der erneuerbaren Energieträger, die in privaten Haushalten für Heizen und Warmwasser genutzt werden. Somit hat das Heizen mit Brennholz, neben Sonnenkollektoren und Wärmepumpen, eine zentrale Bedeutung bei der Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärmegewinnung.

Welches Holz eignet sich eigentlich als Brennholz?

Definition

Brennholz ist ein eher umgangssprachlicher Begriff. Er meint Holz, das zum Erzeugen von Wärme verbrannt wird, um zu heizen oder zu kochen. Weil das Holz verfeuert wird, wird es auch Feuerholz genannt.

In diesem gängigen Verständnis meint der Begriff Brennholz jedoch nicht Holzbrennstoffe in Form von Pellets (Holzpellets) und Briketts (Holzbriketts), sondern vornehmlich Brennholz in Stücken, Scheiten oder naturbelassene Äste und Zweige (Reisig).

Die erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen - 1. BImSchV) definiert die Eignung von Holz als Brennholz jedoch sehr viel genauer. Laut BImSchV handelt es sich um Brennholz, wenn das Holz eine maximale Holzfeuchte von 25 % aufweist.

Aus physikalischer Sicht wird Brennholz auch unter dem Fachbegriff Energieholz gehandelt, denn in ihm steckt chemisch gebundene Energie, die beim Verbrennen in Form von thermischer Energie (Wärmeenergie, kurz: Wärme) freigesetzt wird und genutzt werden kann. Daher auch die Typenbezeichnung Nutzholz.

Klassifizierung

Grundsätzlich wird Brennholz in

  • Laubholz und
  • Nadelholz klassifiziert,

wobei es weiches und hartes Laubholz gibt, während sämtliches Nadelholz eher als weich gilt.

Brennholz kann aus vielen Holzarten gemacht werden, die sich in ihrem

  • Heizwert,
  • Brenndauer und
  • Nutzungskomfort (Flammenbild und Geruch) unterscheiden.

In Bezug auf das Volumen (Raummeter) liegt der Heizwert von Hartholz über dem von Weichholz. Bezogen aufs Gewicht hat Nadelholz dagegen einen leicht höheren Heizwert als Hartholz.

Experten-Wissen: Häufig werden die Begriffe Heizwert und Brennwert von Holz synonym genutzt. Dies ist jedoch falsch. Denn der untere Heizwert von Holz (umgangssprachlich meist nur kurz Heizwert genannt), beinhaltet nicht, dass die Abgase kondensieren. Der Brennwert hingegen bezieht auch diese Energie mit ein und ist daher höher als der Heizwert von Holz.

Vor allem der höhere Harzgehalt in – auch deshalb weicherem – Nadelholz ist dafür verantwortlich, dass dieses schneller und heißer verbrennt als Hartholz. Andererseits sorgt das Mehr an Harz im Nadelholz für stärkeren Funkenflug und spritzende Glut, wenn die Harzbläschen platzen. Hier sind geeignete Funken-Schutzmaßnahmen zu treffen, wenn es in offenen Kaminen verfeuert werden soll.

Handelsübliche Brennholz-Qualitäten sind

  • Rundholz (in Österreich auch Blochholz genannt): gelängtes Brennholz, nicht gespalten
  • Spaltholz, Meterscheiter: grob gespalten, Länge: etwa 1 m
  • Scheitholz, Brennscheitholz: Länge: etwa ⅓ m
  • ofenfertiges Stückholz: Längen: ½, ⅓ und ¼ m, darunter auch Holz zur Holzkohleherstellung
  • Brennreisig: Zweige und Äste ohne sogenannte Derbholzstärke (Durchmesser: 7 cm)
  • Wellen: Holzbündel (Welle) aus einem Mix aus Reisigholz und Stammholz bestehen
Brennholz gibt es heute bereits häufig auch in Supermärkten oder an Tankstellen als Sackware direkt mit Anmachholz zu kaufen. (Foto: energie-experten.org)
Brennholz gibt es heute bereits häufig auch in Supermärkten oder an Tankstellen als Sackware direkt mit Anmachholz zu kaufen. (Foto: energie-experten.org)

Stückholz ist gespaltenes und auf ofenfertige Länge (30 - 33 cm, auf Wunsch auch anderes Maß) geschnittenes Brennholz. Scheitholz wird hingegen mit der Säge gesägt oder mit der Axt gespalten. Das „geschlagene“ Holz wird in 1 m lange Rundholz- oder gespaltene Scheite gesägt.

Welches Brennholz eignet sich für welche Holzheizungsform?

Verbrennungsqualität

Zum Heizen ist es von Vorteil, wenn der Brennstoff beim Verbrennen andauernd und gleichmäßig Wärme freisetzt. Die Verbrennungstechnik gibt jedoch in der Regel den Ausschlag dafür, welches Brennholz verwendet wird. Wobei moderne Holzheizkessel wie z. B. Holzvergaserkessel wegen der systemspezifisch hochtemperaturigen Verbrennung mit alle Brennholzarten optimal heizen.

Sie haben einen offenen Kamin oder Kaminofen? Dafür eignet sich hartes Laubholz sehr gut als Brennholz, da es langsamer und anhaltender als Nadelholz verbrennt. Allerdings bildet es etwas mehr Asche, was den Wartungsaufwand erhöht. In größeren Feuerstätten setzt man daher eher auf ascheärmeres und zudem billigeres Nadelholz.

Wer einen sogenannten Küchenofen mit Brennholz befeuert, nimmt auch besser Nadelholz, weil das schnell Wärme bereitstellt, insbesondere wenn der Ofen zuvor kalt war. Aber Nadelholz verbrennt typischerweise langflammiger als Hartholz. Es braucht deshalb mehr Flammraum und eine höhere Sauerstoffzufuhr – der Grund, warum Küchenöfen meist komplett anders aufgebaut sind als Heizöfen.

Tabelle 1: Die wichtigsten Eigenschaften deutscher Brennholz-Arten im Überblick
Brennholzart Typische Maserung Eigenschaften Geeignete/ ungeeignete Feuerstätten
Ahorn Dieses Bild zeigt die typische Holzmaserung von SpitzahornSpitzahorn (Foto: Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH)) volle, gleichmäßige Flamme; kein großer Funkenflug, Brennholz und Zündholz alle Ofentypen, gutes Kaminholz
Birke schweres Holz; schwierig zu spalten; brennt langsamer als Fichte und Tanne und schneller als Buche und Esche; kein Funkenflug; schönes Flammenbild (hell, bläulich), angenehmer Geruch offene Kamine, Kachelöfen
Buche Dieses Bild zeigt die typische BuchenholzmaserungBuche (Foto: Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH)) schönes Flammenbild; gute Glutentwicklung; geringer Funkenflug, sehr hoher Heizwert offene und geschlossene Kamine, auch Räucherofen
Eiche Dieses Bild zeigt einen Querschnitt eines EichenholzesEiche (Foto: Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH)) schweres Holz, sehr hoher Heizwert (höher als Buche), lange Brenndauer; nicht so schönes Flammenbild, unangenehmer Geruch h alle Heizofenarten, auch Kachelofen, Kaminofen und Werkstattofen; ungeeignet für: offener Kamin, wegen hohem Gerbsäureanteil, der zu Versottung führt und nicht so schönen Flammenbild
Esche Dieses Bild zeigt Eschen-HolzEsche (Foto: Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH)) sehr schönes Flammenbild wie Birke, kaum Funkenflug und Glutspritzer optimal für offene Kamine
Fichte Dieses Bild zeigt Fichten-HolzFichte (Foto: Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH)) leichtes Holz; brennt sehr schnell an (Zündholz) und ab; bildet verstärkt Harzblasen, die platzen, so dass Funken fliegen und Glut spritzt, Rußbildung alle, auch Grundofen und Vergaserkessel / nicht geeignet für offene Kamine, wegen Funkenflug und spritzender Glut
Kiefer Dieses Bild zeigt das Holz der WaldkieferWaldkiefer (Foto: Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH)) brennt ähnlich wie Tanne schnell an und ab, knistert laut, starker Funkenflug; aromatischer Duft alle, bis auf offene Kamine, wegen Funkenflug und spritzender Glut
Lärche Hier sehen Sie die typische Maserung der LärcheLärche (Foto: Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH)) brennt ähnlich wie Tanne schnell an und ab, angenehmer Geruch, knackt, Glutspritzer möglich; schweres Holz, gut spaltbar geschlossene Öfen; offener Kamin nur mit Funkenschutz
Linde brennt schnell, erzeugt wenig Wärme aber viel Asche alle
Pappel brennt ähnlich wie Nadelhölzer (Fichte, Kiefer, Lärche und Tanne); sehr niedriger Heizwert alle
Robinie schwer anzündbar, glüht lange nach alle Kaminöfen
Roteiche vergleichbar mit Buche; schweres Holz; schwierig zu sägen; leicht spaltbar alle
Tanne Hier sehen Sie ein Bild der Holzmaserung der Weiß-TanneWeißtanne (Foto: Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH)) brennt ähnlich schnell wie Fichte; weniger Funkenflug als Fichte klassisch: offene Herdfeuer im Alpenraum, auch offene Kamine
Ulme brennt langsam und schwer alle
Weide brennt ähnlich wie Nadelhölzer (Fichte, Kiefer, Lärche und Tanne) alle
Weißbuche/Hainbuche (Birkengewächs) schweres Holz; schwierig zu sägen und zu spalten; lange Brenndauer; schönes Flammenbild; gute Glutentwicklung; geringer Funkenflug, wenig Glutspritzer; sehr hoher Heizwert, alle

Feuchtegehalt

Ein hoher Feuchtegehalt wirkt sich ungünstig auf den Verbrennungsvorgang aus. Besitzt ein Kilogramm Holz einen Wärmeinhalt von etwa 4 Kilowatt, so würden bei einem Feuchtegehalt von 40% statt 20% nur 2 kW Wärme freigesetzt werden. Denn die Verdampfung des Wassers aus der Biomasse benötigt zusätzliche Energie. Diese muss zunächst durch das Brennholz bereitgestellt werden und verlässt damit ungenutzt über den Schornstein das Gebäude.

Als Nutzwärme steht demnach nur die Energie des Brennholzes abzüglich der Verdampfungswärme des Wassers zur Verfügung. Feuchtes Holz hat damit immer einen niedrigeren Heizwert als trockeneres Brennholz. Lediglich durch Einsatz einer Brennwertheizung, in der das Abgas rückkondensiert und die Wärmeenergie dadurch zurückgewonnen wird, ließe sich Brennholz mit höherem Feuchtegehalt auch energetisch effizienter nutzen. In der Praxis arbeiten jedoch Einzelraumfeuerstätten nicht mit Brennwerttechnik.

Tabelle 2: Heizwerte von Brennholz in Abhängigkeit vom Wassergehalt in verschiedenen Einheiten (Quelle: Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, Merkblatt 20, Freising 2009)
Brennholz Wassergehalt Heizwert in kWh/kg Heizwert in kWh/Fm Heizwert in kWh/Rm
Fichte (Dichte 379 kg TM/Fm) 0% 5,2 1970 1380
15% 4,32 1930 1350
20% 4,02 1900 1330
30% 3,44 1860 1300
50% 2,26 1710 1200
Buche (Dichte 558 kg TM/Fm) 0% 5 2790 1950
15% 4,15 2720 1910
20% 3,86 2700 1890
30% 3,3 2630 1840
50% 2,16 2410 1690

Der Feuchtegehalt des Brennholzes hat zudem einen hohen Einfluss auf das Brennverhalten und damit auf die Schadstoffemissionen der Feuerstätte. Mit steigender Feuchte des Brennholzes vermindert sich die Verbrennungsqualität und es kommt durch unvollständige Verbrennung in erhöhtem Maße zur Schadstoffbildung.

BImSchV-Anforderungen

Aus diesem Grund legt die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (1. BImSchV) fest, dass unter anderem „naturbelassenes stückiges Holz einschließlich anhaftender Rinde, insbesondere in Form von Scheitholz und Hackschnitzeln“ nur dann in Kaminen und Öfen als Brennholz verheizt werden darf, wenn der „Feuchtegehalt unter 25 Prozent bezogen auf das Trocken- oder Darrgewicht des Brennstoffs“ liegt.

Als Ausnahme von dieser Bestimmung nennt die 1. BImSchV „automatisch beschickte Feuerungsanlagen, die nach Angaben des Herstellers für Brennstoffe mit höheren Feuchtegehalten geeignet sind.“

Ob Holz einen als Brennholz geeigneten Feuchtegehalt aufweist, ist durch eine Messung zu überprüfen. Nach 1. BImSchV § 15 Abs. 2 überprüft der zuständige bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger (bBSF) im Rahmen der Feuerstättenschau etwa alle 3,5 Jahre den zulässigen Feuchtegehalt des Brennholzes.

Kostenvoranschläge von Holzheizung-Experten aus Ihrer Näher KOSTENLOS anfordern & 30% sparen!

Finden Sie jetzt Energie-Experten in Ihrer Nähe:
 

So berechnen Sie ihren Brennholz-Bedarf/ -Verbrauch

Im Vorwege einer Entscheidung Für oder Wider einen Kaminofen sollten Sie zunächst überschlagen, wie hoch ihr Brennholz-Bedarf ausfällt. Hiernach bestimmt sich ihr Verbrauch und auch die Kosten.

Festmeter, Raummeter und Schüttraummeter

Doch wie wird eigentlich der Verbrauch bzw. Bedarf an Brennholz gemessen?

Brennholz wird aus Tradition im Raum- oder Volumenmaß gehandelt und verrechnet. Der Grund: Der Heizwert pro Volumen von Brennholz wird von variierenden Feuchtigkeitswerten bestimmt. Außerdem lässt sich das Volumen besser berechnen als das Gewicht des Brennholzes.

Die wichtigsten Brennholz-Maße bzw. Einheiten sind dazu der Festmeter, der Raummeter und der Schüttraummeter.

Der Festmeter (fm oder F) ist ein Raummaß für Rundholz, also in aller Regel nicht weiter verarbeiteter Stammstücke gefällter Bäume. Ein Festmeter entspricht einem Kubikmeter (m3) fester Holzmasse, d. h. ohne Zwischenräume in der Schichtung. Für eine annähernd präzise Berechnung muss jeder einzelne Stamm bzw. jedes Stammstück vermessen werden. Berechnet wird der Festmeter anhand der Dicke mal der Länge der ungespaltenen Stämme.

Das entsprechende Maß mit Zwischenräumen bei geschichtetem Stückholz oder Scheitholz mit einer Länge von 1 m, die unter Einschluss der Luftzwischenräume ein Gesamtvolumen von 1 m3 füllen, ist der Raummeter (rm, R) bzw. Ster. 1 Raummeter entspricht etwa 0,7 Festmeter.

Ein Schüttraummeter (SRM) ist hingegen die Maßeinheit für geschüttete Brennholzteile (Stückholz). Die gespaltenen Holzscheite werden statt eng geschichtet dann einfach geschüttet, was deutlich mehr Luft in einem Raummeter Holz lässt als bei ordentlicher Schichtung. 1 Schüttmeter entspricht etwa 0,71 bis 0,82 Raummetern wieder aufgesetztes, ofenfertiges Holz oder 0,4 Festmetern.

Tabelle 3: Umrechnung von Brennholz-Einheiten
1 m3 (FM) entsprechen 1 RM Scheitholz entsprechen 1 RM Stückholz entsprechen 1 SRM Stückholz entsprechen
1,4 Raummeter Scheitholz 0,7 m3 (FM) 1,2 RM Scheitholz 0,6 RM Stückholz
1,2 Raummeter Stückholz 0,8 RM Stückholz 0,85 m3 (FM) 0,7 RM Scheitholz
2,0 Schüttraummeter Stückholz 1,4 SRM Stückholz 1,7 SRM Stückholz 0,5 m3 (FM)

Berechnung des Brennholzverbrauchs

Um abzuschätzen, wie viel Brennholz Sie für einen Ofen oder Kamin benötigen, können Sie sich an einer Faustregel orientieren:

1 m2 Wohnraum = 0,1 kW Heizleistung

Für einen Wohnraum mit 50 m2 bräuchten Sie demnach einen Ofen mit einer Heizleistung von (grob überschlagen) 5 kW. Um mit diesem Ofen den Raum ausreichend zu beheizen, benötigen im Durchschnitt etwa 1,5 kg Brennholz pro Stunde. Ist der Raum doppelt so groß, ist auch der Brennholzbedarf doppelt so groß. Wohnen Sie in einem energieeffizienten Haus und heizen Sie mit einem modernen Ofen, so können Sie mit weniger Verbrauch rechnen (z. B. 1 kg pro Stunde). Wohnen Sie in einem schlechter gedämmten Haus und heizen mit einem alten Ofen, so kann sich ihr Brennholzverbrauch durchaus auf 2 kg pro Stunde erhöhen.

Um den Gesamtverbrauch einer Heizperiode abzuschätzen, kann man diese Verbrauchswerte anhand der prognostizierten Heizstunden pro Tag und Heiztagen auf die Heizperiode hochrechnen.

Beispiel-Berechnung: Wird der Ofen z. B. jeden Tag der Heizperiode von 1. September bis 31. Mai für je 2 Stunden betrieben, so ergeben sich insgesamt 550 Heizstunden. Bei einem Verbrauch von 2 kg Holz pro Stunde müsste man mit einem Brennholzverbrauch von 1.100 kg rechnen.

Um Brennholz zu bestellen, können Sie nun die kg-Angabe in die vorher beschriebenen Holzeinheiten umrechnen. Bestellen Sie z. B. Buchenholz - ein Raummeter Buchenholz besitzt etwa 484 kg - dann benötigen Sie für die komplette Heizperiode rund 2,27 Raummeter Buchen-Brennholz.

Wieviel kostet das Heizen mit Brennholz?

Ein Festmeter trockenes Brennholz hat die Heizkraft von rund 240 Litern Heizöl und kostet beim Forstamt lediglich zwischen 30 bis etwa 60 Euro. Da nicht immer das günstigste Brennholz den niedrigsten Heizwert hat bzw. das teuerste Brennholz den höchsten Heizwert, lohnt es sich, genau nachzurechnen, bei welchem Preis und Heizwert eine günstige Kilowattstunde Wärme resultiert.

Tabelle 4: Preise und Heizkosten nach unterschiedlichen Brennholzsorten
Brennholzart Brutto-Preise in Euro pro Raummetern Heizwert in kWh/rm Kosten pro kWh
Fichte 28 Euro pro rm 1900 kWh/rm 14,74 Euro pro 1.000 kWh
Kiefer 31 Euro pro rm 2100 kWh/rm 14,76 Euro pro 1.000 kWh
Lärche 31 Euro pro rm 2100 kWh/rm 14,76 Euro pro 1.000 kWh
Birke 36 Euro pro rm 2100 kWh/rm 17,14 Euro pro 1.000 kWh
Pappel 27 Euro pro rm 1400 kWh/rm 19,29 Euro pro 1.000 kWh
Tanne 40 Euro pro rm 1900 kWh/rm 21,05 Euro pro 1.000 kWh
Buche 40 Euro pro rm 1500 kWh/rm 26,67 Euro pro 1.000 kWh
Robinie 75 Euro pro rm 2100 kWh/rm 35,71 Euro pro 1.000 kWh
Esche 55 Euro pro rm 1200 kWh/rm 45,83 Euro pro 1.000 kWh
Eiche 100 Euro pro rm 1700 kWh/rm 58,82 Euro pro 1.000 kWh

* Die Preise der hier genannten Brennholz-Arten unterscheiden sich in hohem Maße je nach Region entsprechend der Verfügbarkeit und vor Allem den jeweiligen Lieferkosten. Selbstabholer sind dabei deutlich im Preisvorteil! Zudem variiert der Heizwert von Brennholz auch mit der Feuchtigkeit, sodass auch die Dauer der Trocknung und Art der Lagerung den Heizwert und letztlich die Kosten pro kWh beeinflussen können.

Ist der Einsatz von Brennholz gut für das Klima?

Anders als bei den fossilen Energien Öl und Gas wird bei der Verbrennung von Holz nur so viel Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, wie auch beim natürlichen Zersetzungsprozess im Wald entstünde. Da die nachwachsenden Bäume das CO2 wiederum binden, spricht man von einem geschlossenen Kreislauf.

Ein weiterer ökologischer Gesichtspunkt, der für die Verwendung von Brennholz spricht, ist der kurze Transportweg. Da das Holz als erneuerbarer Energieträger gewissermaßen vor der Haustür nachwächst, muss es nicht über weite Strecken transportiert, verschifft oder durch Leitungen geführt werden. So werden aktuell lediglich 0,3 Millionen Tonnen Brennhölzer aus dem Ausland importiert. Auch der Energieaufwand, der für die Förderung, Aufbereitung und Bereitstellung anfällt, ist beim Brennholz im Gegensatz zu Raffinerieprodukten sehr gering.

Durch den Einsatz von Brennholz werden somit jährlich in Deutschland mehr als 20 Mio. Tonnen CO2 eingespart, sodass Holzheizungen wesentlich zur Vermeidung von Treibhausgasen beitragen. Verzichtete man rein theoretisch auf Holzöfen, stiegen die bundesweiten CO2-Emissionen zur Wärmeerzeugung in privaten Haushalten von aktuell rund 85 Millionen Tonnen auf weit über 100 Millionen Tonnen an.

Die letzte Bundeswaldinventur, die im Mai 2016 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft veröffentlicht wurde, belegt zudem, dass fast ein Drittel der Bundesrepublik mit Wald bedeckt ist. Dabei ist der Holzvorrat in den letzten zehn Jahren sogar um sieben Prozent angestiegen und hat ein Rekordniveau – wie vor der Industrialisierung im 18. Jahrhundert – erreicht. Die Brennholznutzung geht somit nicht zu Lasten unserer Wälder, sondern stärkt auch die deutsche Wirtschaft und sichert Arbeitsplätze in ländlichen Regionen.

Preise für Holz-, Pellet- und Kaminöfen vergleichen: Hier 5 kostenlose Angebote anfordern!

Finden Sie jetzt Energie-Experten in Ihrer Nähe:
 

Weitere Brennholz-Arten im Überblick

"Brennholz-Arten, Verbrauch & Kosten berechnen" wurde am 01.06.2018 das letzte Mal aktualisiert.