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Diese Kaminkonsolen machen das Wohn- zum Kaminzimmer

Was ist eine Kaminkonsole? Worauf muss man beim Kauf einer Konsole achten? Wie lässt sie sich selber bauen?

Ein Kamin ist eine Feuerstelle, die offen oder geschlossen betrieben werden kann. Zum Kamin gehören notwendigerweise der Feuerraum, der Rauchsammler (die sogenannte Esse) und die Verbindung zum Schornstein. Je nach Ausführung zählen ein Rost, Rauchklappen und bei einem geschlossenen Kamin auch die Türen zum Verschließen der Feuerkammer zu den Teilen, aus denen der Kamin aufgebaut ist. Auch eine Wärmedämmung zum Schutz der Bauteile, die an den Kamin angrenzen, ist mittlerweile üblich. Die Kaminkonsole (auch Kaminumrandung oder Kaminsims, kurz: Sims genannt) ist zwar eigentlich unerheblich für den Betrieb des Kamins. Dennoch kommt kaum ein Kamin ohne sie daher. Warum das so ist und wieso die Kaminkonsole sogar zu einem trendigen Must-have-Möbel unserer Zeit geworden ist, vor allem für die Haushalte, die gar keinen Kamin befeuern, steht hier.

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Kaminkonsole – die Geschichte eines bis heute dekorativen Möbelstücks

Kaminkonsolen werden hauptsächlich zu dekorativen Zwecken eingesetzt. Teilweise dienen Sie aber auch für Umrandungen von z. B. Ethanol-Kaminen oder für Bildschirme. (Foto: © Dasha Petrenko - Fotolia.com)
Kaminkonsolen werden hauptsächlich zu dekorativen Zwecken eingesetzt. Teilweise dienen Sie aber auch für Umrandungen von z. B. Ethanol-Kaminen oder für Bildschirme. (Foto: © Dasha Petrenko - Fotolia.com)

Schon unsere Vorfahren wussten die Vorzüge einer schönen Kaminkonsole zu schätzen: Mit dem Wandel der einst offen in den Raum rauchenden und rußenden Feuerstelle vor gut 800 Jahren hin zu einem Kamin mit Esse und Schornstein, durch die Rauch und Ruß aus dem Raum abziehen konnten, errichtete man erstmals eine Kaminkonsole, die zumindest bezüglich des Feuers komplett funktionsfrei war. Aber: Auf der Kaminkonsole lassen sich Gegenstände abstellen. Dabei gilt: Je tiefer die Konsole ist, desto größer ist die Ablage.

Anfangs fanden vor allem Gebrauchsgegenstände des Haushalts auf der Kaminkonsole Platz: Kochgeschirr, Vorratstöpfe, Essgeschirr. Schließlich wurde oft noch über dem Kaminfeuer gekocht, da schätzte es die Hausfrau, alle Utensilien griffbereit auf der Kaminkonsole zu lagern. Als das Kochen mehr und mehr auf einem Holzherd stattfand, wandelte sich die Bedeutung des Kamins erneut: Er diente fortan zum Heizen des Raums, in dem er aufgestellt war. Küchenutensilien wurden an Haken oder Küchenkronen in der Nähe des Herdes untergebracht. Die Ablage über dem Kamin wurde so frei – zum Dekorieren.

Und als solche Dekofläche dient die Kaminkonsole bis heute. Ihre Karriere ist ungebrochen und erlebt dieser Tage sogar einen Höhepunkt. Ein Grund dafür ist wohl die Rückbesinnung auf das Feuer und die daraus resultierende Wohnbehaglichkeit. Wer kann, baut sich einen Kamin, um dank der behaglichen Wärme von Kaminfeuer auszuspannen und so dem Stress der Neuzeit zu entfliehen. Da ein Kamin heute sogar mehr als nur den Raum zu beheizen vermag, in dem er steht (Stichwort: wassergeführter Kamin), hat der Betrieb sogar Vorteile, die sich beim Heizen des Hauses zeigen: sowohl Heiz- als auch Brauchwasser können mit dem Kamin erwärmt werden. Damit hat man einen weiteren Grund, der für den Kamin spricht.

Eine Kaminkonsole wird - je nachdem, ob es sich um einen Frontkamin, der vor einer Wand steht, oder einen Eckkamin handelt - entsprechend mitgekauft und in das Gestaltungskonzept des Raumes einbezogen. Das Angebot im Handel an Kaminkonsolen lässt heute keine Verbraucherwünsche mehr offen: Es gibt Kaminkonsolen in allen erdenklichen Wohnstilrichtungen und den unterschiedlichsten Materialien.

Wichtig dabei: Solange der Kamin mit echtem Feuer arbeiten soll, muss er inklusive der Kaminkonsole den Anforderungen der europäischen Norm DIN EN 13229 gerecht werden.

Doch nicht jeder hat heute einen Kamin, noch dazu einen, der sich befeuern lässt. Und so lässt sich eine parallele Karriere der Kaminkonsole erklären:

Kaminkonsolen für falsche Kamine und als Möbelstück

Viele Menschen sehen in der Kaminkonsole mehr oder weniger deutlich einen Bezug zum behaglichen Feuer eines Kamins und holen sich frei aufstellbare Kaminkonsolen ins Haus, die sie klassisch dekorieren können und die ihnen das Gefühl geben, einen Kamin zu besitzen. Das wird insofern noch unterstützt, als dass es heute diverse Möglichkeiten gibt, „falsche“ Feuer im Raum zu entzünden. Zum Beispiel mit Hilfe eines elektrischen Feuers oder eines sogenannten Gelkamins.

Die Unabhängigkeit vom Schornstein erlaubt ein beliebiges Platzieren der Kaminkonsole im Raum. Man sollte lediglich darauf achten, dass die Stromzufuhr, sprich: Steckdose und Kabel, unsichtbar bleibt. Außerdem wichtig: Einem Fenster gegenüber aufgestellt, richtet man das Augenmerk auf die so gut ausgeleuchtete „Feuerstelle“ unter der Konsole. Will man das nicht, stellt man die Konsole besser schattig auf.

Die Wahl der passenden Kaminkonsole

Aus der geplanten Verwendung der Kaminkonsole ergibt sich, welches Modell angeschafft wird. Dabei ist zum einen auf die Stabilität und zum anderen Standfestigkeit der Konsole zu achten. Sie soll schließlich sicher stehen und das, ohne extra an der Wand befestigt zu werden. Die Standfestigkeit ergibt sich aus der Tiefe der Kaminkonsole. Um die 25 Zentimeter sind hier üblich. Die Höhe einer Kaminkonsole entspricht entweder der Höhe des echten Kamins, dem sie vorgestellt wird, der Höhe einer „falschen“ Feuerstelle, die darunter eingerichtet werden soll oder den persönlichen Vorstellungen, wenn sie komplett ohne Bezug zum Feuer, sprich: wie ein Sideboard oder Regal, in die Wohnungseinrichtung einbezogen werden soll. Eine typische Kaminkonsole ist zwischen 70 und 120 Zentimetern hoch.

In Sachen Material hat man die Wahl zwischen Kunststoff (Styropor), Holz (teilweise Massivholz, MDF oder Spanplatten), Kunststein und Naturstein wie Marmor sowie schwerem Gusseisen beziehungsweise leichterem Aluguss. Oft ergibt sich aus dem Material der Kaminkonsole eine Wohnstilrichtung. Wem das Angebot an vorgefertigten Kaminkonsolen im Handel nicht reicht, das mit Preisen von unter 100 Euro pro Konsole beginnt und nach oben hin ein Vielfaches dessen betragen kann, der kann sich auch eine Kaminkonsole selber bauen.

So funktionierts: Kaminkonsole im Eigenbau

Selbstgebaute Kaminkonsole im Vintage-Design. In wenigen Stunden können Sie auch eine Konsole selber bauen. (Foto: energie-experten.org)
Selbstgebaute Kaminkonsole im Vintage-Design. In wenigen Stunden können Sie auch eine Konsole selber bauen. (Foto: energie-experten.org)

Zum Selberbauen einer Kaminkonsole geht man am besten in den Baummarkt. Dort lässt man sich die Seitenteile und den eigentlichen Sims der U-förmigen Kaminkonsole passgenau aus beispielsweise Spanplatten zuschneiden. Die Montage zum U erfolgt dann mit haushaltsüblichen Werkzeugen daheim. Mitunter werden die drei Teile auf eine Bodenplatte montiert.

Dann geht’s an die Gestaltung der Oberfläche der Konsole. Im einfachsten Fall wird sie gestrichen. Oder mit Spachtelmasse verschönert und dann gestrichen. Oder man setzt darauf handelsübliche Stilelemente, Stuck oder zierende Oberflächen, zum Beispiel Klinkersteine, Mosaiksteine oder Glassteine. Die Stilelemente werden abschließend angestrichen und fertig ist die selbstgemachte Kaminkonsole. Klassische Farben für Kaminkonsolen sind Weiß, Grau und helle Sand- beziehungsweise Erdtöne. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

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"Diese Kaminkonsolen machen das Wohn- zum Kaminzimmer" wurde am 14.03.2016 das letzte Mal aktualisiert.