Letzte Aktualisierung: 14.03.2016

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Dekorative Umrandungen für echte und falsche Kamine

Was ist bei der Anschaffung einer Kaminumrandung zu beachten? Welche Unterschiede gibt es bei Kaminkonsolen? Wie baue ich eine Umrandung selbst?
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Ein Kamin ist in vielen Fällen nicht nur brauchbare Feuerstelle, sondern auch Schmuckstück für den Raum. Seine Auslegung bestimmt die Dekoration im Raum oder passt sich dieser gestalterisch an – je nachdem, welche Bedeutung man dem Kamin beimisst. Inzwischen gibt es sogar die Möglichkeit, eine Feuerstelle nur vorzutäuschen, ohne jemals ein echtes Feuer zu entzünden. Gestalterisches Element des Kamins ist die sogenannte Kaminumrandung, die auch als Kaminkonsole gehandelt wird. Und um die soll es im Folgenden gehen.

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Umrandungen für echte und falsche Kamine

Der wichtigste Unterschied bei Kaminumrandungen ergibt sich aus der Position des Kamins im Raum: Entweder steht der vor einer Wand oder in einer Ecke. Demnach handelt es sich um einen Frontkamin oder einen Eckkamin. Handelt es sich um einen echten Kamin, muss die Kaminumrandung in Form und Material den Anforderungen der DIN EN 13229 entsprechen.

Soll eine Kaminattrappe mit oder ohne Flammen, die beispielsweise aus einem sogenannten Gelofen oder einem Elektroofen stammen können, quasi für den Placebo-Effekt sorgen, ist lediglich der eigene Geschmack ausschlaggebend für die Wahl einer Kaminumrandung. Denn die ist unabhängig von einem Schornstein aufstellbar.

Wer nicht die Möglichkeit hat, seine vier Wände, zumal, wenn sie gemietet sind, mit einer funktionierenden Feuerstelle auszustatten, der muss nicht auf einen zumindest optischen Kamineffekt verzichten. In diesen Fällen ist eine Kaminumrandung ohne echten Kamin eine attraktive Lösung. Teilweise kann sie selbst einen Bildschirm umranden, der ein künstliches Feuer in Dauerschleife abspielt.

Gut zu wissen: Wird sie gegenüber einem Fenster platziert, fällt dessen Licht auch in die „falsche“ Feuerstelle, die so optisch betont wird. Steht die Kaminumrandung dagegen eher im Schatten, richtet sich das Augenmerk meist auf deren Sims.

Typische Formen, Materialien und Farben

Der Verbraucher findet heute quasi zu jedem Einrichtungsstil die passende Kaminumrandung, denn dekorierende Umrandungen für den Kamin werden längst wie Möbelstücke angeboten. Es gibt sie von unzähligen Herstellern von Kaminumrandungen und Anbietern in noch mehr Varianten, einfache Umrandungen gibt es sogar für unter 100 Euro.

Umrandungs-Formen

Die klassische Kaminumrandung besteht aus den beiden Seitenteilen, klassischerweise Säulen oder stilisierten Säulen, und einem auf ihnen ruhenden quer liegenden Oberteil, dem sogenannten Kaminsims, kurz auch nur Sims genannt. Quasi ein U, das mit der Öffnung nach unten an der Wand positioniert wird. Manchmal wird das U auch auf eine Bodenplatte montiert. Je nach Tiefe der Kaminkonsole dient das waagerechte Oberteil als Ablage für all die Dinge, mit denen sich der Bewohner gern umgibt und die er besonders ins Augenmerk rücken will. Denn eine Kaminumrandung wird schnell zum Blickfang im Raum. Beliebt sind Kerzen, Bilderrahmen oder Dekorationen entsprechend der anstehenden Festivitäten im jahreszeitlichen Reigen, sprich Osterkränze, Blütengestecke, Obstkränze, Weihnachtsfiguren und ähnliches.

Material und Farbauswahl

Die ausschließlich dekorative Kaminumrandung kann – anders als die um einen echten Kamin - unabhängig von Brandschutz und Feuerfestigkeit - aus den verschiedensten Materialien gefertigt sein: zum Beispiel aus Pappmachés, Styropor, Holz, MDF, Naturstein, Marmor oder Gusseisen. Die wichtigsten Farbtöne sind nach wie vor das klassische Weiß, dicht gefolgt von Grau- und Steintönen. Farben also, die sich in verschiedene Gestaltungskonzepte einfach integrieren lassen.

Aufbau und Eigenbau einer Kaminumrandung

Die Mehrheit der käuflich zu erwerbenden Kaminumrandungen ist herstellerseits vorgefertigt. Eben wie ein Möbelstück. Das kauft man und stellt man sich hin. Mitunter muss man noch die Seitenteile mit dem Oberteil verbinden, aber das ist mit herkömmlichen Werkzeugen meist mit wenigen Handgriffen erledigt. Die Standfestigkeit der Kaminumrandung ist als gut zu bewerten. Eine extra Befestigung ist in der Regel unnötig. Das erhöht die gestalterischen Freiheiten für den Bewohner, entfallen so bei einer Neupositionierung der Kaminverkleidung die jeweils nötigen Eingriffe in die Wand, vor der sie stehen soll.

Mit etwas handwerklichem Geschick sowie den passenden Werkzeugen und Materialien ist eine Kaminumrandung schnell selber gebaut. Günstig, sowohl in preislicher als auch handwerklicher Hinsicht sind Spanplatten zum Selberbauen der Kaminkonsole. Wer einen vorhandenen Kamin neu rahmen möchte, muss sich natürlich an dessen Maße halten.

Für alle anderen (Kaminattrappen) gilt beim Selberbauen die Faustregel: Die Seitenteile sollten zwischen 70 und 100 Zentimetern hoch sein und wie der Sims eine Tiefe zwischen 25 und 30 Zentimetern haben. Diese Tiefe bietet Standfestigkeit und Ablagefläche (Sims). Aus den Spanplatten fertigt man das U-förmige Kastengestell. Das lässt sich nach Wunsch gestalten. Als Verkleidung dienen Farbe, Spachtelmasse, Kacheln, Klinker- und Mosaiksteine, Ziersteine, Stuckelemente, Reliefs und anderes mehr. Diese gibt es vorgefertigt aus Gips, Holz oder Kunststoff (Styropor) zu kaufen. Die Verkleidung wird zum Abschluss gestrichen.

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