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Wichtigte Tipps zur Kontrolle, Monitoring, Optimierung & Wartung von Solarthermie-Anlagen

Was muss beim Betrieb von Solaranlagen beachtet werden? Wir wird die Anlage kontrolliert? Wie funktioniert ein Monitoring? Mit welchen Maßnahmen lässt sich eine Anlage optimieren? Worauf muss man bei der Wartung achten?

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Regelmäßige Betriebskontrolle

Zum Betrieb einer Solarthermie-Anlage gehört die routinemäßige Kontrolle der wichtigsten Messeinrichtungen der Anlage. Wesentliche Punkte sind dabei der Anlagendruck, die Betriebstemperaturen im Solarkreislauf und im Speicher sowie die Solarpumpe:

  • Ist ein dauerhafter Druckabfall im Solarthermie-Kreislauf zu beobachten, so könnte das ein Resultat einer Verdampfung der Solarflüssigkeit und Luft ins System eingedrungen sein oder eine Undichtigkeit im Kreislauf vorliegen.
  • Während des Betriebs einer Solarthermie-Anlage sollte zudem immer die Temperaturdifferenz anhand der Thermometer im Vor- und Rücklauf im Auge behalten werden. Steigt diese Temperaturdifferenz im Betrieb an, so kann dies auf einen verringerten Wärmeträgerumlauf hinweisen.
  • Die Kontrolle der Betriebstemperaturen im Solarthermie-Speicher gibt Aufschluss über Fehler beim thermischen Verhalten der Anlage. Hohe Speichertemperaturen im Sommer deuten auf eine Überdimensionierung der Kollektorfläche hin. Bei einem fehlerfreien Betrieb liegen die Speichertemperaturen nicht mehr als 5 bis 10 °C unter der Temperatur im Solarthermie-Vorlauf. Zu niedrige Temperaturen könnten u. a. auf eine fehlerhafte Schwerkraftbremse hinweisen.
  • Bei der Betriebskontrolle der Solarpumpe kann es immer vorkommen, dass Fehlfunktionen oder Störgeräusche auftreten. Vielfach liegt dies an einer nicht der Anlage entsprechenden Einstellung der Pumpe, an Absperrungen im Solarkreislauf oder wiederum an Luft im System. Defekte der Pumpe treten während der ersten Betriebsjahre seltener auf.

Monitoring des Anlagenbetriebs

Bei größeren Solarthermie-Anlagen wird vielfach ein automatisches Monitoring zur Betriebs- und Ertragsüberwachung eingesetzt. So können Fehlfunktionen und Optimierungspotenziale gezielt aufgedeckt werden. Dabei werden alle Daten des Anlagenbetriebs über einen Datenlogger erfasst, die dann z. B. am PC ausgewertet werden können. Da sich in Pilotprojekten vielfach zeigte, dass die allermeisten Großanlagen während eines Betriebsjahres nicht vollkommen fehlerfrei durchlaufen, ist ein Monitoring des Anlagenbetriebs dringend empfohlen.

Optimierungspotenziale aufdecken

Eine ordnungsgemäße Inbetriebnahme ist noch kein Garant für einen optimalen Betrieb der Solarthermie-Anlage. Wichtige Ansatzpunkte, die Verbesserungsmöglichkeiten versprechen, sind die Einstellung der Anlagensteuerung, ein luftfreier Betrieb der Anlage sowie die Dämmung der Pumpen, Anschluss- und Rohrleitungen. Hilfreich kann es bei der Betriebsoptimierung sein, alle Daten dauerhaft zu erfassen und auszuwerten.

Die Abstimmung des Anlagenbetriebs auf den individuellen Warmwasser- und Heizwärmeverbrauch der Bewohner bietet dabei die besten Möglichkeiten, den Solarthermie-Beitrag zur Wärmeversorgung zu optimieren. So ist ein optimaler Anlagenbetrieb z. B. gerade in den Morgenstunden wichtig, in denen ein großer Warmwasserbedarf besteht. In dieser Zeit sollte vorrangig Solarthermie in den Speicher eingespeist werden und nur nachrangig die eigentliche Heizung genutzt werden.

Experten-Tipp: Für private Verbraucher bietet die Verbraucherzentrale den "Solarwärme-Check" an: Bei einem Vor-Ort-Termin überprüft dabei ein Energieberater zentrale Komponenten der Solarthermie-Anlage und schließt Messgeräte für die Aufzeichnung wichtiger Systemtemperaturen an. Diese Messdaten werden bei einem zweiten Termin einige Tage später – davon mindestens einem Sonnentag – ausgelesen. Der Energieberater führt dann alle Daten zusammen, interpretiert die Messergebnisse und analysiert, wie die Effizienz der Anlage verbessert werden kann.

Wartung der Solarthermie-Anlage

Neben einer regelmäßigen Kontrolle der Anlage ist eine Wartung der Solarthermie-Anlage nur in größeren Abständen notwendig. Dabei sollte im Abstand von zwei Jahren in jedem Fall der Füllstand und die Frostschutzkonzetration der Solarflüssigkeit geprüft werden. Eine Reinigung der Solarthermie-Anlage ist vielfach nur in Abständen von fünf Jahren nötig. In ähnlichen Abständen sollte auch die Wartung der Opferanode am Speicher der Solarthermie-Anlage erfolgen.

Kommt es während des Betriebs der Anlage zu häufigen Stillstandszeiten, so kann dies die Qualität der Solarflüssigkeit dauerhaft beeinträchtigen. Daher muss diese innerhalb der Wartung mit z. B. einem pH-Test überprüft werden. Kommt es beim Betrieb der Anlage zum Abblasen von Dampf, so muss während der Wartung diese auch wieder nachgefüllt werden. Dieses Vorgehen empfiehlt sich insbesondere beim Betrieb von größeren Anlagen mit hohen Betriebstemperaturen und Anlagen mit häufigem Stillstand im Sommer.

Prüfung einer Solarwärmeanlage auf Schwachstellen (Grafik: energie-experten.org)
Prüfung einer Solarwärmeanlage auf Schwachstellen (Grafik: energie-experten.org)

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"Solarthermie-Anlagen fachmännisch & sicher betreiben" wurde am 26.04.2018 das letzte Mal aktualisiert.