So finden Sie das beste Wärmepumpen-Angebot
Letzte Aktualisierung: 27.01.2026
PV-Anlage: Bis zu 37% sparen!
Wir sparen für Sie bis zu 37% - durch unseren Experten-Vergleich!Wärmepumpe im Rundum-Sorglos-Paket!
Lass Dir jetzt von unseren Experten in wenigen Minuten Dein ideales Wärmepumpen-Angebot zusammenstellen!In den letzten Jahren hat sich Propan (technische Bezeichnung R290) als bevorzugtes Kältemittel für Luft-Wasser-Wärmepumpen durchgesetzt. Dieser Trend ist eine direkte Reaktion auf die wachsenden ökologischen Anforderungen und gesetzlichen Vorgaben, die den Einsatz von Kältemitteln mit hohem Treibhauspotenzial (HFC) stark einschränken oder verbieten.
Propan ist ein natürliches Kältemittel mit extrem niedrigem Global Warming Potential, das sowohl effizienter arbeitet als viele synthetische Alternativen als auch die aktuellen F-Gas-Regulierungen erfüllt oder übertrifft.
Zudem profitieren moderne Wärmepumpenhersteller von den thermodynamisch günstigen Eigenschaften von R290, die zu einer höheren Energieeffizienz und besseren Betriebskennzahlen führen.
Gleichzeitig wird die Technik immer sicherer und die Installation den Anforderungen des brennbaren Kältemittels angepasst, sodass Propan-Systeme heute sowohl im Wohn- als auch im Gewerbebereich technisch etabliert sind und auch immer häufiger bei Sole/Wasser-Wärmepumpen und bei Innenaufstellungen zum Einsatz kommen (siehe auch: "Die besten Propan-Wärmepumpen im Experten-Check".
Propan (R290) verfügt über eine hohe kritische Temperatur von rund 97 °C, wodurch Wärmepumpen auch bei hohen Kondensations- und Vorlauftemperaturen im subkritischen Bereich betrieben werden können. Der Phasenwechsel im Verflüssiger bleibt damit thermodynamisch günstig, was Effizienzverluste bei hohen Systemtemperaturen begrenzt.
Bei der Erzeugung hoher Vorlauftemperaturen arbeitet R290 häufig mit moderaten Druckverhältnissen, wodurch die erforderliche Verdichterarbeit geringer ausfällt als bei vielen synthetischen Kältemitteln. Dies reduziert sowohl den elektrischen Leistungsbedarf als auch die Verdichteraustrittstemperaturen und wirkt sich positiv auf Effizienz und Bauteilbelastung aus.
Dank der hohen Verdampfungsenthalpie und guten Wärmeübertragungseigenschaften kann die Wärme im Verflüssiger auch bei hohen Senkentemperaturen mit vergleichsweise kleinen Temperaturdifferenzen an das Heizwasser abgegeben werden. Dadurch werden zusätzliche Verluste im Wärmeübergang minimiert und der COP stabilisiert.
In der Praxis ermöglicht diese Kombination, dass Propan-Wärmepumpen Vorlauftemperaturen von 55 bis 70 °C mit geringerer relativer Effizienzeinbuße erreichen. Dies ist insbesondere im Bestand und bei der Trinkwassererwärmung von Vorteil, da hohe Systemtemperaturen ohne überproportionalen Effizienzverlust realisiert werden können.
Propanbasierte Wärmepumpen (R290) weisen im Vergleich zu konventionellen HFKW-Systemen in der Regel deutlich weniger Abtauzyklen auf. Ursache hierfür sind die höheren Verdampfungstemperaturen, die oft nur etwa 3 K unter der jeweiligen Außentemperatur liegen.
Dadurch verbessert sich die Wärmeübertragung am Verdampfer, was die relative Luftfeuchtigkeit an dessen Oberfläche reduziert und die Bildung von Eis deutlich verringert. In der für Abtauvorgänge besonders kritischen Außentemperaturspanne von 0 bis 6 °C kann die Kondensatmenge dadurch um bis zu 50 % sinken.
Ein wesentlicher Faktor ist die hohe Verdampfungsenthalpie von Propan (R290), die mit etwa 400 kJ/kg deutlich über der von Kältemitteln wie R410A mit rund 200 kJ/kg liegt. Diese hohe Phasenübergangswärme ermöglicht höhere Verdampfungstemperaturen bei vergleichbaren Druckverhältnissen, wodurch der Verdampfer insgesamt wärmer bleibt (oft oberhalb von 0 °C).
Bei Kältemitteln mit hoher Verdampfungsenthalpie wie Propan reduziert sich so die absolute Kondensatmenge, da die durchströmende Luft weniger stark abgekühlt wird und weniger Feuchtigkeit ausfriert. Dadurch lassen sich abtauungsfreie Betriebszeiten um etwa 30 bis 50 % verlängern, während gleichzeitig COP-Einbrüche infolge von Abtauvorgängen deutlich minimiert werden.
Propan (C3H8) gehört zu den Kohlenwasserstoffen und ist in der Kältetechnik auch unter der Bezeichnung R 290 bekannt. Propan ist unter Druck verflüssigt, farb- und fast geruchlos und weist weder ein Ozonabbaupotenzial (ODP = 0) noch einen nennenswerten direkten Treibhauseffekt (GWP = 3) auf. Dank seiner hervorragenden thermodynamischen Eigenschaften ist Propan ein besonders energiesparendes Kältemittel.
Es ist schwerer als Luft und wirkt in hohen Konzentrationen narkotisierend und erstickend. Propan ist brennbar und kann mit Luft explosive Gemische bilden. Auf Grund der vorhandenen Sicherheitsvorrichtungen liegen die Kältemittelverluste jedoch nahe Null. Propan ist weltweit preiswert erhältlich und wird dank seiner idealen kältetechnischen Eigenschaften besonders in Anlagen mit geringen Füllmengen eingesetzt.
| Kältemittel | Ozone Depletion Potential (ODP) | Global Warming Potential (GWP) |
|---|---|---|
| Ammoniak (NH3) | 0 | 0 |
| Kohlendioxid (CO2) | 0 | 1 |
| Kohlenwasserstoffe (Propan C3H8, Butan C4H10) | 0 | 3 |
| Wasser (H2O) | 0 | 0 |
| Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW) | 1 | 4680 bis 10720 |
| Teilhalogenierte Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe (H-FCKW) | 0,02 bis 0,06 | 76 bis 2270 |
| Per-Fluor-Kohlenwasserstoffe (PFKW) | 0 | 5820 bis 12010 |
| Teilhalogenierte Fluor-Kohlenwasserstoffe (H-FKW) | 0 | 122 bis 14310 |
Propan besitzt ähnliche Drucklagen und Kälteleistung wie herkömmliche Kältemittel und wird bereits seit Jahren als Kältemittel in industriellen Kälteanlagen eingesetzt. In Wärmepumpen wird Propan insbesondere als Ersatz für R502 und für das seit dem 1.1.2000 in neuen Wärmepumpenanlagen verbotene R22 als auch für R12, R134a und andere Fluorchlorkohlenwasserstoffe eingesetzt.
Da Propan keine korrosive Wirkung gegen Kupfer und Aluminium aufweist, werden vielfach Komponenten aus diesen Werkstoffen eingesetzt, die zudem den Einsatz halbhermetischer und hermetischer Verdichter ermöglichen. Die leichte Entflammbarkeit des Propans macht allerdings zusätzliche sicherheitstechnische Vorkehrungen erforderlich.
Das Brand- und Explosionsrisiko von Propan-Wärmepumpen ist unmittelbar an die Brennbarkeit des eingesetzten Kältemittels Propan (R290) gebunden, das der Sicherheitsklasse A3 zugeordnet ist. Im Normalbetrieb stellt Propan kein Risiko dar, da es sich in einem geschlossenen Kältekreislauf befindet.
Eine Gefährdung kann ausschließlich im Falle einer Leckage entstehen, bei der Propan in die Umgebung austritt und sich mit Luft vermischt. Wird dabei die untere Explosionsgrenze von etwa 2 Volumenprozent überschritten und ist gleichzeitig eine Zündquelle vorhanden, besteht die Möglichkeit einer Entzündung oder Explosion.
Die tatsächliche Eintrittswahrscheinlichkeit dieses Szenarios ist jedoch gering, da moderne Propan-Wärmepumpen mit sehr kleinen Kältemittelfüllmengen arbeiten und überwiegend als Außengeräte in Monoblockbauweise ausgeführt sind.
Bei einem Kältemittelaustritt kann sich das Gas im Freien rasch verdünnen, sodass eine kritische Konzentration nur kurzzeitig oder gar nicht erreicht wird. Zusätzlich sind Aufstellorte, Mindestabstände, Frostschutz und Luftführung so ausgelegt, dass eine Ansammlung von Propan in geschlossenen Bereichen verhindert wird.
Ein erhöhtes Risiko besteht grundsätzlich nur in ungenügend belüfteten oder geschlossenen Räumen, weshalb Propan-Wärmepumpen strengen normativen Vorgaben unterliegen. Diese betreffen insbesondere die Installation, die Belüftung am Aufstellort sowie den Schutz vor möglichen Zündquellen.
Wartungs- und Servicearbeiten am Kältekreis dürfen ausschließlich von entsprechend geschultem Fachpersonal durchgeführt werden, das mit den besonderen Sicherheitsanforderungen brennbarer Kältemittel vertraut ist.
Unter Einhaltung der geltenden Normen und Installationsvorschriften gilt das Brand- und Explosionsrisiko von Propan-Wärmepumpen als technisch beherrscht. In der Gesamtrisikobetrachtung unterscheidet es sich nicht wesentlich von anderen im Gebäude üblichen Energieanwendungen mit brennbaren Medien und wird durch konstruktive Maßnahmen, geringe Füllmengen und die bevorzugte Außenaufstellung wirksam minimiert.
Doppelwandige Sicherheitswärmetauscher werden bei Propan-Wärmepumpen eingesetzt, um eine direkte Vermischung von Kältemittel und Heizungswasser auch im Leckagefall zu verhindern. Im Gegensatz zu herkömmlichen einwandigen Wärmetauschern bestehen sie aus zwei voneinander getrennten Wandungen zwischen Kältekreis und Heizkreis. Tritt in einer der beiden Wandungen eine Undichtigkeit auf, gelangt das Medium nicht unmittelbar in den jeweils anderen Kreislauf.
Der Zwischenraum zwischen den beiden Wandungen dient als Sicherheitszone. Er ist so ausgeführt, dass ein Leck entweder sichtbar wird (z. B. durch Druckabfall oder Austritt nach außen) oder von Sensoren erkannt werden kann. Dadurch wird ein Vermischen von Propan und Heizungswasser vermieden und ein Defekt frühzeitig erkannt, bevor eine Gefährdung entsteht.
Doppelwandige Sicherheitswärmetauscher erhöhen damit die passive Sicherheit von Propan-Wärmepumpen erheblich. Sie benötigen keine aktive Regelung und wirken allein durch ihre konstruktive Ausführung, weshalb sie als besonders robuste Maßnahme zur Trennung von Kälte- und Heizkreis gelten.
Propangasabscheider sind spezielle Sicherheitseinrichtungen für Propan-Wärmepumpen, die im Falle einer Undichtigkeit verhindern sollen, dass Kältemittel R290 in den Heizwasserkreislauf und damit in das Gebäude gelangt.
Gelangt Propan infolge eines Lecks in den Heizkreis, trennt der Abscheider das gasförmige Kältemittel aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften vom Heizungswasser und hält es lokal zurück oder leitet es kontrolliert und sicher nach außen ab.
Der Vorteil von Propangasabscheidern liegt in der zusätzlichen Sicherheitsebene, die sie im Schadensfall bieten. Sie können die Auswirkungen einer Leckage räumlich begrenzen und sind insbesondere bei außenaufgestellten Wärmepumpen oder langen Heizleitungen sinnvoll.
Gleichzeitig erhöhen sie jedoch die Komplexität der Anlage, erfordern eine fachgerechte Planung und Wartung und ersetzen keine konstruktiven Maßnahmen zur Vermeidung von Leckagen. Daher gelten sie nicht als Standardlösung, sondern als gezielte Ergänzung in sicherheitskritischen Anwendungen.
Luftabscheider werden in Heizungsanlagen eingesetzt, um eingetragene oder gelöste Luft sowie Gase kontinuierlich aus dem Heizwasserkreislauf zu entfernen. Sie verbessern damit die Betriebssicherheit, reduzieren Korrosion, Strömungsgeräusche und Leistungsabfälle und tragen zur Stabilität des Systems bei.
Im Zusammenhang mit Propan-Wärmepumpen wird ihre Funktion teilweise auch unter dem Aspekt betrachtet, potenziell mitgerissenes Kältemittel frühzeitig aus dem Wasserkreislauf auszutragen, bevor es sich an ungünstigen Stellen ansammeln kann. Richtig platziert und ausgeführt, können Luftabscheider somit Bestandteil eines Gesamtkonzepts sein, das den sicheren Betrieb unterstützt und unkontrollierte Gasansammlungen im System vermeidet.
Problematisch diskutiert wird der Einsatz von Luftabscheidern bei Propan-Wärmepumpen jedoch dann, wenn sie in geschlossenen Innenräumen installiert sind. Im sehr unwahrscheinlichen Fall eines kombinierten Schadensereignisses - etwa Frostschaden mit anschließendem Kältemittelaustritt - besteht theoretisch die Möglichkeit, dass Propan über den Luftabscheider in den Aufstellraum gelangt.
Um die Sicherheitsrisiken bei der Verwendung von Propan im Wärmekreislauf zu minimieren, muss man die Kältemittelmenge so gering wie möglich halten. Die Abteilung für Wärme- und Kältetechnik am Fraunhofer ISE hat daher hochkompakte, gelötete Lamellenwärmeübertrager entwickelt, die mit geringen Flüssigkeitsmengen funktionieren.
Das Besondere am Propan-Wärmetauscher des Fraunhofer ISE ist nun, dass er eine bionische Struktur besitzt. Herkömmliche Venturiverteiler sehen aus wie ein Spaghettihaufen aus vielen dünnen Rohren, die in den Verdampfer münden.
Der ISE-Verteiler hat im Gegensatz dazu eine kontinuierlich verzweigende Struktur wie die Äste und Zweige eines Baumes, die eine gleichmäßige Verteilung des Propans in die einzelnen Verdampferkanäle bei geringer Kältemittelmenge ermöglichen. Damit kann die gesamte Wärmeübertragerfläche optimal genutzt und so die Effizienz gesteigert werden.
Um bei der Kompression des Propans keine Explosion zu riskieren, verwendete das Fraunhofer ISE einen speziellen Verdichter, in dem sämtliche Zündquellen gekapselt wurden. Damit kein Propan entweichen kann, wurden die einzelnen Bauteile der Wärmepumpe besonders sorgfältig miteinander verbunden.
PV-Anlage & Wärmepumpe kombinieren!
Unsere Experten erstellen Dir in wenigen Minuten ein Komplett-Angebot nach Deinen Wünschen. Digital & kostenlos.Das natürliche Kältemittel R290 hat hervorragende thermodynamische Eigenschaften. Moderne Luft-/Wasser-Wärmepumpen in Monoblockbauweise mit dem R290-Kältekreis im Außengerät arbeiten daher besonders nachhaltig und energieeffizient. Aufgrund der Brennbarkeit von Propan, gelten höhere Anforderungen an die Aufstellung.
So darf eine Wärmepumpe, die mit dem Kältemittel R290 betrieben wird, auf einem Flachdach, wie z. B. einem ausreichend stabilen Garagendach aufgestellt werden, nicht jedoch auf einem Schrägdach. Die Aufstellung in einer Senke, die zudem aus strömungs- und schalltechnischen Gründen nicht sinnvoll ist, ist beim Betrieb mit dem Kältemittel R290 auch nicht zulässig.
Da das Kältemittel R290 brennbar und schwerer als Luft ist, muss die Außeneinheit so aufgestellt werden, dass Kältemittel bei einer Leckage weder in das Gebäude noch in die Kanalisation oder in das Heizungswasser gelangen kann. Daher wird rund um die Außeneinheit ein so genannter Schutzbereich definiert.
Wichtige Faustregel: von der Aufstellungsfläche der Wärmepumpe auf dem Boden mindestens einen Meter Abstand zu Fenstern, Türen, Lüftungsöffnungen, Lichtschächten, Kellerzugängen, Ausstiegsluken, Flachdachfenstern, Fallrohren oder sonstigen nicht abgedichteten Schächten einzuhalten und an der Oberkante der Wärmepumpe einen halben Meter.
Fenster oberhalb der Wärmepumpe sind mit Abstand erlaubt. Dieser Schutzbereich um die Wärmepumpe darf sich nicht auf Parkplätze, Nachbargrundstücke oder öffentliche Verkehrsflächen erstrecken.
Vorsicht bei Zündquellen und Fahrzeugbetrieb: Zündquellen sind im Schutzbereich ebenfalls nicht erlaubt. Dazu zählen z. B. offene Flammen, Heizpilze, Grills, elektrische Anlagen, Steckdosen, Lampen, Lichtschalter, funkenbildende Werkzeuge und alle Gegenstände, die Temperaturen >360 °C erreichen können.
| Bereich / Objekt | Mindestabstand | Erläuterung | Norm / Quelle |
|---|---|---|---|
| Kellerfenster, Lichtschächte, Kellerhälse | ≥ 1,0 m (häufig empfohlen: 1,5–2,0 m) | Propan ist schwerer als Luft und kann sich in tieferliegenden Öffnungen sammeln | DIN EN 378-3, IEC 60335-2-40 |
| Vertikaler Abstand nach oben | ca. 0,5 m | Geringeres Risiko, da Propan nicht aufsteigt | DIN EN 378-3 (Auslegung Praxis) |
| Fenster im Schutzbereich | Nur zulässig, wenn gasdicht verschlossen | Keine Luftdurchlässigkeit erlaubt | DIN EN 378-3 |
| Außentüren / Lüftungsöffnungen | ≥ 1,0 m | Gleiches Risiko wie bei Fenstern | DIN EN 378-3 |
| Schlaf- und Aufenthaltsräume (horizontal) | Empfehlung: ≥ 1,0 m | Kein Sicherheitsabstand für Propan, sondern Schallschutz | VDI 4645 |
| Zündquellen (Steckdosen, Lichtschalter, offene Flammen) | ≥ 1,0 m (je nach Hersteller auch mehr) | Vermeidung von Zündgefahr bei Leckage | IEC 60335-2-40 |
| Herstellerangaben | Herstellerabhängig | Können größere Abstände verlangen | Montageanleitung |
Seit dem 1. Januar 2023 gelten für den Einbau von Wärmepumpen neue Förderrichtlinien. Wärmepumpen werden mit den BEG-Einzelmaßnahmen (BEG-EM) mit einem Zuschuss zu den Investitionskosten gefördert.
Neben dem Fünf-Prozent-Bonus für Wärmepumpen, die als Wärmequelle Wasser, Erdreich oder Abwasser nutzen, gibt es alternativ auch einen Fünf-Prozent-Bonus für Wärmepumpen, die mit einem natürlichen Kältemittel wie Propan betrieben werden. Somit hebt sich der Standard-Fördersatz für Wärmepumpen von 25 Prozent in beiden Konstellationen auf 30 Prozent.
Ab dem Jahr 2028 sollen nur noch Wärmepumpen gefördert werden, die ein natürliches Kältemittel verwenden. Das BMWK verweist aber auch auf die laufenden Verhandlungen um die F-Gase-Verordnung und behält sich vor, darauf noch zu reagieren.
Bereits seit 2009 fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) die Sanierung alter und den Bau neuer Kälteanlagen mit bis zu 25 Prozent, sofern alle vorgeschriebenen Richtlinien, beispielsweise der Einsatz natürlicher Kältemittel, die Einhaltung eines spezifischen TEWI-Wertes oder etwa ein festgelegter Jahreselektroenergieverbrauch, eingehalten werden. Auch die nationale Chemikalienklimaschutzverordnung (ChemKlimaschutzV) legt hierzu entsprechende Anforderungen fest.