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Letzte Aktualisierung: 06.11.2025
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Die Verdampfungstemperatur ist die Temperatur, bei der das Kältemittel in einer Wärmepumpe vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übergeht. Der Wert dieser Verdampfungstemperatur ist abhängig vom Verdampfungsdruck – beide Werte sind aneinander gebunden.
Die Temperatur der Umgebung muss dabei höher sein als die Temperatur des Kältemittels. Die Umgebung kühlt sich beim Verdampfen daher ab, kann jedoch nie tiefer gehen, als die Verdampfungstemperatur des Kältemittels.
Der Verdampfer der Wärmepumpe überführt damit das zunächst flüssige Kältemittel in einen gasförmigen Zustand, welches dann in den Verdichter der Wärmepumpe weitergeleitet wird.
Aus energetischer Sicht macht dieser Prozess die Verdampfungsenthalpie nutzbar. Das ist die Energiemenge, die für das Verdampfen einer Flüssigkeit notwendig wird. Die Verdampfungsenthalpie wird als Kondensationswärme wieder an die Umgebung abgegeben, wenn die Verflüssigungstemperatur unterschritten wird.
Beim Verdampfen des Kältemittels findet dabei eine Enthalpie-Erhöhung statt. Die aufgenommene Wärmemenge entspricht dann der Kältearbeit.
Bei unveränderten Druckverhältnissen erfolgen die Phasenübergänge isotherm. Das bedeutet, dass sich die Temperatur der Flüssigkeit beim Verdampfen nicht ändert. So wird zum Verdampfen von z. B. Wasser bei 100°C 500 Mal mehr Energie nötig, als das Wasser bei 100°C am Kochen zu halten.
Verflüssigt sich der Wasserdampf, so beträgt seine Temperatur immer noch 100 °C, gibt jedoch die Verdampfungsenthalpie wieder an die Umgebung ab.
Zu einem bestimmten Verdampfungsdruck gehört stets eine bestimmte Verdampfungstemperatur. Maßgeblich für die Höhe des Verdampfungsdrucks sind:
Eine bestimmte Masse m an Kältemittel kann eine bestimmte Wärmemenge Q binden, die von der Enthalpie-Erhöhung von h1 nach h2 definiert wird.
Die vom Verdampfer der Wärmepumpe aufgenommene Wärmemenge lässt sich mit folgender Formel berechnen:
\(Q = m \cdot (h_2 - h_1)\)
Ist das spezifische Volumen v des Kältemittels oder seine Dichte bekannt, so lässt sich errechnen, welches Volumen V das Kältemittel in m3 einnimmt bzw. wie groß sein Volumenstrom V in m3/h ist. Diesem Volumenstrom muss die Ansaugleistung des Kältemittel-Verdichters entsprechen.
\[Q = {V \over v} \cdot (h2 - h1)\]
Aufgrund des für ein Kältemittel typischerweise sehr niedrigen Siedepunktes reichen zum Verdampfen bereits Minusgrade aus.
Dabei ist es jedoch sehr wichtig, dass der Kältemitteldampf vor Verlassen des Verdampfers über seine Verdampfungstemperatur hinaus erhitzt wird (Überhitzung bzw. Sauggasüberhitzung), damit kein flüssiges Kältemittel in den Verdichter gelangen kann. Andernfalls könnten sogenannte Flüssigkeitsschläge den Verdichter beschädigen.
Demgegenüber wird das Kältemittel nach Austritt aus dem Verflüssiger vor dem Expansionsventil unter die Verflüssigungstemperatur abgekühlt (Unterkühlung), um eine Dampfblasenbildung zu vermeiden, die die Funktion des Expansionsventils beeinträchtigen und damit die Leistung des Kreisprozesses der Wärmepumpe reduzieren könnte.
Bei der Technik des Verdampfens des Kältemittels unterscheidet man grundsätzlich zwischen einer trockenen und einer überfluteten Verdampfung. Zudem kommen in der Praxis auch Kombinationen beider Verdampfertechniken zum Einsatz:
Bei der trockenen Verdampfung wird das Kältemittel über ein Expansionsventil dem Verdampfer zugeführt. Die Kältemittelmenge wird dabei anhand der Differenz zwischen der Gas- und Sättigungstemperatur (Sauggasüberhitzung) geregelt. Am Austritt des Verdampfers ist das gasförmige Kältemittel dann überhitzt und daher "trocken".
Bei der überfluteten Verdampfung wird das Kältemittel über eine Hoch- oder Niederdruck-Schwimmerregulierung in den Verdampfer geführt. Die Kältemittelmenge wird anhand des Flüssigkeitsspiegels auf der Hoch- oder Niederdruckseite geregelt. Am Verdampferaustritt ist das Kältemittelgas nur geringfügig überhitzt und wird daher als "nass" bezeichnet.
Überflutete Verdampfer weisen meist einen höheren Wirkungsgrad auf, da keine minimalen Temperaturdifferenzen zwischen Kältemittel- und Mediumseite notwendig sind und sich die Verdampfungstemperatur somit höher auslegen lässt und daher im Teillastbereich der Wärmepumpe stärker ansteigt. Ein weiterer Vorteil des überfluteten Verdampfers ist die leichte Reinigung der Wasserwege. Nach dem Entfernen der Verdampferabdeckung können die wasserführenden Kupferrohre leicht vollflächig von innen gereinigt werden. Das ist besonders in Industriebetrieben, in denen die Wasserqualität schwankt wichtig und spart Wartungskosten ein.
Überdies unterscheidet man Verdampfer auch nach dem Antrieb im Kühlmittelkreislauf nach Naturumlaufverdampfern und Zwangsumlaufverdampfern:
Verdampfer können auch je nach Art der Wärmepumpe unterschieden werden:
Bei bestimmten Wetterlagen kommt es - vornehmlich bei Luftwärmepumpen - durch die Kühlung der Luft zu Kondensat und Vereisung des Verdampfers, der dann abgetaut werden muss. Das Abtauen des Verdampfers kann entweder mit Elektro-Heizeinsätzen erfolgen. Meistens jedoch wird ein Kreislaufumkehrprozess in Gang gesetzt.
Der Abtauvorgang beginnt, falls die Differenz zwischen der Lufteintrittstemperatur und der Kältemitteleintrittstemperatur einen vorgegebenen Wert (z. B. 8 Kelvin) überschreitet. Zusätzlich muss die Sperrzeit für ein erneutes Abtauen überschritten sein. Diese hängt von der Temperatur und Feuchte der Außenluft sowie von der Verdichterfrequenz im Heizbetrieb ab. Die minimale Sperrzeit beträgt häufig rund 30 Minuten.
Bei der Abtauung selbst schaltet das im Kältekreis verbaute 4-Wegeumschaltventil um. Dabei wird der Verdampfer zum Verflüssiger und der Verflüssiger zum Verdampfer. Während des Abtauens läuft an der Außeneinheit der Wärmepumpe nur der Verdichter. Ist der Abtauprozess beendet, wird der Ventilator der Luftwärmepumpe wieder in Betrieb gesetzt, um die entstandene Feuchtigkeit vom Wärmetauscher in der Außeneinheit zu blasen.
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