So finden Sie das beste Wärmepumpen-Angebot
Letzte Aktualisierung: 26.11.2025
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Lass Dir jetzt von unseren Experten in wenigen Minuten Dein ideales Wärmepumpen-Angebot zusammenstellen!Ohne Fußbodenheizung, so heißt es, sei ein Ersatz der Öl- oder Gasheizung durch eine Wärmepumpe nicht möglich. Dieses Urteil ist jedoch falsch, da es die dem Wärmepumpeneinsatz zu Grunde liegenden Zusammenhänge der Thermodynamik außer Acht lässt:
Grundsätzlich ist der Einsatz einer Wärmepumpe nicht vom vorhandenen Heizsystem abhängig, sondern von dessen Eignung zur niedrigenthalpischen Wärmeabgabe!
Übersetzt bedeutet dies, dass eine Wärmepumpe mit Heizkörper ebenso wirtschaftlich und ökologisch vorteilhaft genutzt werden kann, sofern Ihre relative Größe zur Raumgröße einen Betrieb mit geringen Vorlauftemperaturen gestattet. Ist dieses Kriterium erfüllt, so können weitere Maßnahmen ergriffen werden, um die Wärmeabgabe zu optimieren und die Effizienz der Wärmepumpenheizung zu steigern.
Letztlich ist aber auch der Einsatz einer auf hohe Vorlauftemperaturen ausgerichteten Wärmepumpe eine mögliche Lösung.
Die Effizienz einer Wärmepumpe ist grundsätzlich von der Differenz der Wärmequellentemperatur und der benötigten Vorlauftemperatur - dem sogenannten Delta T - abhängig.
Je niedriger die benötigte Vorlauftemperatur, desto höher die Jahresarbeitszahl und umso niedriger sind die Heizkosten.
Dies beruht darauf, dass der Kompressor der Wärmepumpe mit steigendem Vorlauftemperaturniveau und konstanter Temperatur des Umweltmediums mehr Arbeit verrichten muss.
Da der Stromeinsatz mit steigender Vorlauftemperatur zunächst jedoch nur unterproportional steigt, sinkt also auch die Arbeitszahl vorerst nur geringfügig. Dieser Zusammenhang ermöglicht es, viele bestehende Heizkörper auch mit einer Wärmepumpe effizient zu betreiben.
Zu diesem Ergebnis kommen viele Studien und Feldtests wie z.B. das 2025 vom Fraunhofer ISE abgeschlossene Projekt “WP-QS im Bestand”. Demnach sind auch Wärmepumpen mit Heizkörpern effizient zu betreiben, solange die Heizkörper mit nicht mehr als 55°C betrieben werden.
Ein Großteil der Heizkörper in Bestandsgebäuden ("Altbau") sind groß genug bzw. weisen eine ausreichende Leistungsreserve auf, um sie mit einer Vorlauftemperatur von höchstens 55°C zu betreiben.
In vielen Immobilien, sind die bestehenden Heizkörper ohne weitere Maßnahmen mit geringeren Vorlauftemperaturen zu betreiben, da diese in den 70er und 80er Jahren häufig überdimensioniert wurden, indem sie der Einfachheit halber an die Fensterbreite angepasst wurden. Sie besitzen damit eine in vielen Fällen ausreichende Leistungsreserve, um die Vorlauftemperatur absenken zu können.
Trotzdem können Optimierungsmaßnahmen ergriffen werden, um die Arbeitszahl der Wärmepumpe mit Heizkörper zu erhöhen.
Wichtig ist, die Auslegung der Heizkörper raumweise zu überprüfen bzw. zu berechnen, um ggf. gezielt klein dimensionierte Heizkörper auszutauschen (selektiver Heizkörpertausch) und so die erforderliche Heizkreistemperatur abzusenken. Der Wechsel auf einen anderen Heizkörper-Typ bei gleicher Breite und Höhe kann die Nennleistung bereits um 40 bis 50 Prozent vergrößern.
Letztlich führt aber auch eine nachträgliche Verbesserung des Wärmeschutzes (z.B. Isolierverglasung, Wärmedämmung der Fassade, der Kellerdecke oder des Daches) nicht nur zu Energieeinspareffekten, sondern auch zur Reduktion des Vorlauftemperaturbedarfs.
Das ifeu empfiehlt: Grundsätzlich muss die Wärmeverteilung immer an den Wärmebedarf angepasst werden - nicht andersherum! Daher ist es stets sinnvoll, zunächst mit Dämm-Maßnahmen zu beginnen. Erst dann sollte eine Optimierung der Wärmeverteilung durch hydraulischen Abgleich und hierauf aufbauend ein Austausch einzelner Heizkörper erfolgen. So schafft man es, die Vorlauftemperatur auch ohne Fußboden- oder Flächenheizung auf unter 55 °C zu reduzieren und einen effizienten Wärmepumpen-Betrieb auch mit Heizkörpern zu ermöglichen. [Weitere Informationen]
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Unsere Experten erstellen Dir in wenigen Minuten ein Komplett-Angebot nach Deinen Wünschen. Digital & kostenlos.Jeder Heizkörper hat eine bestimmte Leistung, aber bei für Wärmepumpen idealen 40 °C Vorlauftemperatur ist diese viel geringer als bei 70 °C. Heizkörper liefern dann nicht mehr genug Wärme, um einen Raum ausreichend zu beizen.
Dann kann der Austausch des Heizkörpers gegen einen leistungsstärkeren, in der Regel größeren Heizkörper nötig werden bzw. sinnvoll sein, um noch effizienter zu heizen.
Um den zur Wärmepumpe passenden Austausch-Heizkörper zu ermitteln, müssen Sie zuerst die maximale Heizlast jedes Raums ermitteln (z. B. nach DIN 12831) – also wieviel kW bzw. Watt benötigt werden, um den Raum bei Außentemperatur am kältesten Tag warmzuhalten.
Die maximale Raumheizlast lässt sich grob mit folgender Formel berechnen:
Raumfläche in m2 x spezifischer Wärmebedarf in Watt/m2 = Raumheizlast in Watt
Beispiel-Berechnung: Bei einer Raumfläche von 25 m2 und einem spezifischen Wärmebedarf von 100 W/m2 (beispielsweise für ein Haus von 1990) beträgt die Raumheizlast 2.500 Watt (25 x 100 = 2.500). Sie benötigen für diesen Raum dann z.B. 2 Heizkörper mit jeweils 1.250 Watt.
| Gebäudetyp | Spezifischer Wärmebedarf |
|---|---|
| Neubau (Passivhaus) | 10 - 20 W/m² |
| Neubau (gute Dämmung) | 30 - 50 W/m² |
| Energetisch sanierter Altbau | 50-80 W/m² |
| Teilsanierter Altbau | 80 W/m² |
| Unsanierter Altbau | 100 - 150 W/m² |
Hinweis: Diese Methode ist nur eine grobe Schätzung. Der spezifische Wärmebedarf hängt vom Alter und der Dämmung des Gebäudes ab und variiert stark. Eine genauere Heizlast-Berechnung nach DIN EN 12831 addiert die Wärmeverluste durch Wände, Fenster und Dächer (Transmissionswärmeverluste) sowie durch Luftaustausch (Lüftungswärmeverluste) und liefert eine präzisere Grundlage für die Planung einer Heizungsanlage.
Um beurteilen zu können, ob ihre bestehenden Heizkörper die für Wärmepumpen nötige Heizkörper-Leistung erbringen, müssen Sie dann die Leistung der vorhandenen Heizkörper berechnen.
Orientiert man sich an der vom Hersteller angegebenen Heizkörper-Leistung, muss man beachten, dass diese unter Normbedingungen nach der DIN EN 442 ermittelt wurden.
„75/65/20“ steht dabei für eine Vorlauftemperatur von 75°C, eine Rücklauftemperatur von 65°C und eine Raumtemperatur von 20°C.
Da sich die Heizkörper-Leistung in der Praxis je nach Gebäude oder Heizsystem ändert, muss man diese Normleistung auf die für Wärmepumpen geeigneten niedrigeren Vorlauftemperaturen (z. B. 40-45 °C) umrechnen.
Hierzu kann man die Formel der zugehörigen DIN EN 442 nutzen, mit der man ausgehend von einer in der Herstellerliste angegebenen Normleistung ΦNorm und dem Heizkörperexponenten n die Heizkörper-Leistung Φ zu jeder gewünschten Einsatzsituation berechnen kann.
\[Φ = ΦNorm \cdot ({ΔΘ_{ln} \over 49,83})^n\]
Die logarithmisch gemittelte Übertemperatur ΔΘln (in Kelvin) wird mit folgender Formel berechnet:
\(ΔΘ_{ln} = {{Θ_V - Θ_R} \over ln{Θ_V - Θ_L \over Θ_R - Θ_L}}\)
ΘV, ΘR und ΘL stehen dabei für die Celsiustemperatur des Vorlauf, Rücklauf und des zu beheizenden Raums.
| Typ | Heizkörper-Größe | Heizkörper-Leistung 75/65/20 | Heizkörper-Leistung 45/35/22 |
|---|---|---|---|
| 22 | 600×600 mm | 1200 Watt | 309 Watt |
| 22 | 600×1000 mm | 2000 Watt | 514 Watt |
| 22 | 600×1000 mm | 2700 Watt | 694 Watt |
| 33 | 600×1400 mm | 2800 Watt | 742 Watt |
| 33 | 600×1400 mm | 3800 Watt | 977 Watt |
Experten-Tipp: Fehlen Ihnen die Hersteller-Angaben, so empfehlen wir z.B. den Online-Rechner vom BWP „Heizkörperrechner zur überschlägigen Ermittlung von Heizkörperleistungen„, mit dem man ganz einfach seinen Heizkörper zuordnen und die Heizleistung berechnen kann.
Heizkörper verlieren bei niedrigeren Vorlauftemperaturen rund 65 - 80 % ihrer Leistung. Darum muss bei Wärmepumpen häufig Leistung ergänzt werden, durch z.B. einen Austausch des Typ 22 mit einem Heizkörper Typ 33.
Mit einem solchen Typen-Tausch können jedoch nicht alle Leistungsverluste (ausgehend von der Norm-Leistung) kompensiert werden. Auch unter realistischeren Auslegungstemperaturen von 65/55/20 zu 45/35/20 nimmt die Heizkörper-Leistung in der Regel ab.
Daher kann es sinnvoll sein, statt eines Typen-Tausches den alten Heizkörper mit einem Niedertemperaturheizkörper oder mit einem speziellen Wärmepumpenheizkörper mit Gebläse auszutauschen, um die Leistungseinbußen vollständig auszugleichen, ohne eine größere Heizkörperfläche zu installieren.
Zudem kann auch der Umlaufvolumenstrom erhöht werden, um die Heizkörper-Leistung bei niedriger Temperatur weiter zu erhöhen.
Alternativ ließen sich aber auch – sofern baulich möglich - Heizkörper zu den bestehenden ergänzen, um auf die nötige der Raumheizlast entsprechende Leistung zu kommen. Eine Ergänzung der bestehenden Heizflächen kann z.B. in Fluren sinnvoll sein, die nur indirekt mitbeheizt wurden.
Bevor ein Austausch oder eine Erweiterung erfolgt, sollte jedoch sichergestellt werden, dass das System hydraulisch korrekt eingestellt ist (hydraulischer Abgleich). Eine falsche Einstellung kann dazu führen, dass Heizkörper nicht voll genutzt werden. Dann bestehen Leistungsreserven, sodass evtl. keine Änderungen an den Heizkörpern nötig sind.
Unter Niedertemperaturheizkörpern versteht man häufig klassische Plattenheizkörper, die im Unterschied zu konventionellen Glieder- oder Rippenheizkörpern, auch Wärme über Strahlungswärme abgeben. Sie kosten ähnlich wie gewöhnliche Plattenheizkörper, weil es technisch dieselben Bauarten sind – nur eben größer.
| Heizkörper-Typ | Bauart / Besonderheit | Typische Normleistung (75/65/20) | Preis (ca.) | Beispiel-Produkt (600×1400) |
|---|---|---|---|---|
| Typ 22 | 2 Platten + 2 Konvektorbleche, Bautiefe ~10–11 cm → Standardlösung für NT-Betrieb | grob 2,4 bis 3,2 kW (herstellerabhängig) | ca. 220 bis 350 € | z. B. Rotheigner Planheizkörper Typ 22 ab ~227 € |
| Typ 33 | 3 Platten + 3 Konvektorbleche, Bautiefe ~15–16 cm → sehr NT-geeignet | grob 3,1 bis 4,5 kW (herstellerabhängig) | ca. 290 bis 450 € | z. B. Kermi therm-x2 Profil-K Typ 33 für 355,90 € |
Hersteller speziellerer Wärmepumpenheizkörper setzen dabei teilweise auch auf integrierte Wärmetauscher, die aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Neben einer wasserdurchströmten Front (wärmeaktiv) gibt es beispielsweise einen von außen unsichtbaren Wärmetauscher aus den sehr gut Wärme leitenden Metallen Aluminium und Kupfer, der in Reihe hinter die Heizwand geschaltet ist.
So lässt sich bei gleichem Platzbedarf die Heizwärmeabgabe steigern oder die Vorlauftemperatur um weitere 5 - 10 °C absenken. Zudem benötigen sie nur eine kurze Zeit zum Aufheizen und geben die Wärme schneller an den Raum ab.
Spezielle für Wärmepumpen geeignete Heizkörper mit integrierten Lüftern/Ventilatoren – oft „ventilatorunterstützte Niedertemperatur-Heizkörper“, „Wärmepumpenheizkörper“ oder „Gebläsekonvektoren/ Fan-Coils“ genannt – arbeiten im Kern wie normale Heizkörper, nur dass sie die Luft aktiv bewegen. Dadurch steigt ihre Wärmeabgabe bei niedrigen Vorlauftemperaturen stark an.
Im Prinzip erzwingen die Ventilatoren dabei die Konvektion: Ein oder mehrere leise Ventilatoren saugen Raumluft an und blasen sie gezielt über den warmen Wärmetauscher. Statt „passiver“ Konvektion (Luft steigt langsam von allein auf) entsteht ein schnellerer Luftstrom.
Weil viel mehr Luft pro Zeit über die warme Heizkörper-Fläche geführt wird, kann der Heizkörper bei gleichem Vorlauf deutlich mehr Wärme in den Raum schieben. Hersteller geben häufig ein 2–3× höheres Leistungsniveau bei niedrigen Temperaturen gegenüber normalen Radiatoren ähnlicher Größe an.
Die Lüfter laufen dabei meist temperaturgeführt (z. B. ab bestimmter Rücklauftemperatur) und oft stufenlos im Teillastbetrieb. In unserem Test von Heizkörper-Ventilatoren konnten wir zudem keinerlei störende Geräusche feststellen.
Ventilatorunterstützte Niedertemperatur-Heizkörper sind teurer als normale Plattenheizkörper, weil zusätzlich ein leistungsstarker Wärmetauscher, leise EC-Ventilatoren sowie Steuerung und Sensorik verbaut sind. Dadurch liegen sie oft im Bereich von grob 800 bis über 2.000 € pro Gerät, während reine Typ-22/33-Plattenheizkörper meist deutlich darunter liegen.
| Gerät / Kategorie | Beispiel-Größe | Besonderheit | Preisbeispiel |
|---|---|---|---|
| Jaga Strada Hybrid MM (Wärmepumpenheizkörper mit Booster-Lüftern) | Höhe 35 cm, Länge 100 cm | Low-H2O-Wärmetauscher + Lüftereinheit, ausgelegt für sehr niedrige VL-Temp. | 1.270 € |
| Jaga Strada Hybrid MM – größere Länge | Höhe 35 cm, Länge 160 cm | gleiche Technik, mehr Fläche/Leistung | 1.760 € |
| Jaga Strada Hybrid MM – sehr groß | Höhe 35 cm, Länge 180 cm | maximale Baugröße in der Liste | 1.889 € |
| REMKO NTH (Niedertemperatur-Profilheizkörper mit integrierten Ventilatoren) | NTH 6-1000 (horiz.) | Stahl-HK + integrierte Ventilatoren, besonders für Nachrüstung | 815 € |
| Arbonia/Buderus Wohnraum Fan-Coil DXH ECM | Baugröße 2 (840 mm Länge, Wandgerät MV) | echter Fan-Coil mit EC-Motor, heizen & kühlen möglich | 963 € |
| DXH ECM mit Steuerung | gleiche Baugröße | mit integrierter Regelung CB-ECO / CB-Touch | 1.172 bis 1.292 € |
Der Mehrpreis von lüftergestützten Heizkörpern kann sich lohnen, weil diese Geräte bei sehr niedrigen Vorlauftemperaturen viel mehr Wärme abgeben und so die Wärmepumpe dann effizienter (mit niedrigerem Vorlauf und höherer JAZ) arbeiten kann.
Außerdem sind sie besonders hilfreich, wenn im Bestand wenig Platz für größere Heizkörper oder eine Flächenheizung ist und man trotzdem genug Leistung – teils sogar mit optionaler Kühlfunktion – benötigt.
Dennoch können sich die deutlich teureren ventilatorgestützten Heizkörper wirtschaftlich lohnen:
Fazit: Mit steigender Raum-Heizlast sinkt die Amortisationszeit des Lüfter-Heizkörpers, sodass es sich gerade in größeren Räumen mit hoher Heizlast lohnen kann, einen Gebläsekonvektor statt mehreren Typ 33-Heizkörpern zu installieren.
Immer beliebter werden Lüfter, die man unter einen bestehenden Heizkörper selbst anbringen und so die Wärmeabgabe erhöhen kann. Sie kosten in Online-Shops häufig rund 50 Euro pro Ventilator-Leiste mit 3 Lüftern. Pro 10 m2 Wohnfläche wird ein sogenannter „Heizkörperverstärker“ empfohlen.
Nachrüstbare Heizkörper-Ventilatoren sind damit deutlich günstiger, erhöhen die Leistung aber typischerweise deutlich weniger als echte Lüfter-/Fan-Heizkörper. In Tests wird eine Steigerung der Heizkörper-Leistung von etwa 10% angegeben.
Der vergleichsweise geringe Leistungszugewinn liegt zum großen Teil daran, dass Nachrüst-Lüfter zwar Luft durch den Heizkörper blasen, aber ohne geschlossenes Luftleitgehäuse entweicht ein Teil der Strömung ungenutzt. Ventilator-Heizkörper sind hingegen aerodynamisch drauf optimiert.
Fan-unterstützte Heizkörper, die ab Werk dafür gebaut sind (z. B. Purmo/Unlow-E, Jaga Hybrid/Fan-Coils), haben im Vergleich einen optimierten Wärmetauscher (Kupfer/Alu-Lamellen, „Low-H2O“) und definierte Luftkanäle, Gehäuseführung und Ventilatorabstimmung. Dadurch erreichen sie laut Herstellern/ Marktübersichten bis ~80 % Mehrleistung gegenüber einem gleich großen passiven Radiator bei niedrigen Temperaturen.
Das Nachrüsten von Ventilatoren kann dennoch sinnvoll sein, wenn beim Umstieg zur Wärmepumpe nur ein moderater Leistungsschub fehlt (typisch 10 bis max. 20 %). Wenn aber 30 bis 60 % an Heizkörper-Leistung fehlen, reicht das Nachrüsten von Lüftern meist nicht aus.
Sogenannte „Nachheizmodule“ eignen sich als Ergänzung von Wärmepumpen und als Not-Zusatzheizung im Störfall. Sie sind im Grunde klassische Elektro-Heizstäbe bzw. Durchlauferhitzer, die für eine bedarfsgerechten Anhebung von Temperaturen für die Trinkwassererwärmung oder die Heizung mit Radiatoren sorgen.
Das Nachheizmodul ist eine vormontierte Armaturengruppe, die direkt in den Heizungskreis integriert werden kann. Die elektrische Heizpatrone wird über einen externen Regler angesteuert, der die Heizleistung stufenweise über drei integrierte Lastrelais schalten kann.
Erfahrungen zeigen, dass auch im Gebäudebestand auch ohne zusätzlichen Wärmeschutz oder Austausch von Heizkörpern ein Großteil der eingebauten Heizsysteme bereits mit Vorlauftemperaturen bis 60 °C betrieben werden können.
Für diese Zwecke sind spezielle Wärmepumpen entwickelt worden, so genannte Mittel- oder Hochtemperatur-Wärmepumpen:
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