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10 Experten-Tipps zum Wärmepumpen-Kauf: So finden Sie einen seriösen Wärmepumpen-Anbieter!

In letzter Zeit boomt die Wärmepumpenbranche und neue Anbieter drängen auf den Markt. Aus Unwissenheit werden oftmals Angebote gemacht, die bei der späteren Ausführung nicht mehr haltbar sind, zu teuren Nachforderungen führen oder dem Kunden untergejubelt werden. Sollten Sie eine Wärmepumpe kaufen wollen, so empfehlen wir Ihnen unsere 10 Tipps zur Auswahl seriöser Wärmepumpen-Anbieter, die Ihnen helfen sollen, eine korrekt ausgelegte, kostengünstige und wartungsarme Wärmepumpenheizung zu kaufen.

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Tipp 1: Eine ausführliche Beratung ist ein Qualitätskriterium

Als erster Schritt sollte ein ausführliches Beratungsgespräch erfolgen. Stellen Sie alle Fragen, die Sie bezüglich der Technik, Wirtschaftlichkeit und dem Anbieter haben. Fragen Sie gezielt nach Referenzen und der Erfahrung des Anbieters sowie der Ausbildung des die Anlage planenden Mitarbeiters. Eine ingenieurswissenschaftliche Ausbildung ist dabei wünschenswert. Ein seriöser Wärmepumpen-Anbieter beantwortet Ihnen alle Fragen ohne Zögern und wird Sie vor dem Kauf neben den Vorteilen auch über Risiken und projektspezifische Besonderheiten gerne beraten.

Tipp 2: Die Vorprüfung der Genehmigungsfähigkeit zeigt Kompetenz

Soll eine Sole-Wasser-Wärmepumpe gekauft werden, so sollte auf eine Kundenanfrage zunächst eine Voranfrage bei der Unteren Wasserbehörde im Landratsamt oder Umweltamt Ihrer Stadt erfolgen, ob die geologischen Verhältnisse und das Wasserrecht eine Erdwärmesondenbohrung oder Grundwassernutzung zulassen. Auch wenn keine Sonde installiert werden kann, müssen Sie nicht auf eine Wärmepumpe verzichten. Ein seriöses Unternehmen wird in diesem Fall den Einsatz flach verlegter Erdreichkollektoren für Sie prüfen. Gleiches gilt für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Auch hier sollte vor dem Kauf der Wärmepumpe in Erfahrung gebracht werden, ob es überhaupt erlaubt ist, die Wärmepumpe außen aufzustellen. Als Alternative kommt hier eine Innenaufstellung in Betracht.

Tipp 3: Wärmeentzug, -veredelung und -abgabe sind im Zusammenhang planerisch zu berücksichtigen

Die Effizienz der Wärmepumpe ist abhängig von der Temperaturdifferenz, die überwunden werden muss. Vorteilhaft sind daher Heizsysteme, die mit möglichst niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten. Dies gilt vor allem für Fußbodenheizungen und Wandflächenheizungen. Bei bestehenden Gebäuden mit konventionellen Heizflächen ist der Einsatz von Wärmepumpen nicht ausgeschlossen, stellt aber höhere Anforderungen an die Planung. Die Dimensionierung der Wärmeabgabefläche sollte daher vom Anbieter einer Wärmepumpe gründlich auf die Nutzbarkeit für ein Niedertemperatursystem untersucht werden. Berechnungen zur Wärmeabgabe sind dabei notwendige Voraussetzungen und kaum durch Schätzwerte zu ersetzen.

Tipp 4: Ein Festpreisangebot zeigt die Erfahrung des Anbieters

Ein Angebot über einen Wärmepumpen-Kauf sollte von einem Generalunternehmer über die Erstellung der gesamten Anlage (evtl. Bohrungen, Sonden, Wärmepumpe sowie ggf. Verteilung und Heizflächen) erstellt werden. Aufgrund der Schnittstellen zwischen den Gewerken des Heizungsbauers, des Elektrikers und evtl. des Bohrunternehmens minimieren Sie damit Ihr Risiko. Unsere bisherigen Erfahrungen zeigen zudem, dass auch die Kosten geringer ausfallen, wenn zwischen den einzelnen Anbietern bereits eingespielte Rahmenvereinbarungen bestehen. Zudem sollten Sie darauf achten, dass sie eine Wärmepumpe kaufen, bei der alle nötigen Zusatz-Leistungen mit einem Festpreisangebot abgedeckt sind.

Tipp 5: Unbedingt auf Zertifizierungen achten

Für Wärmepumpen gibt es unterschiedliche Zertifizierungen, die bei der Beantragung von Fördermitteln herangezogen werden. Sollte Sie eine Wärmepumpe kaufen, die nicht ein vom BAFA zugelassenes Zertifikat besitzt, so kann es sein, dass sie keine Förderungen und Zuschüsse beantragen können. Zudem gibt es auch für Bohrfirmen Gütesiegel. Geben Sie diesen Fabrikaten bzw. Unternehmen grundsätzlich den Vorzug, denn wenn schon aufwendig die Erdwärme erschlossen wird, dann sollte sie nicht an den Übergabepunkten zur Sonde, Wärmepumpe, Puffer- oder Warmwasserspeicher und Heizungssystem unnötig verschwendet werden.

Tipp 6: Die richtige Dimensionierung der Wärmepumpe hinterfragen

Die Erfahrung zeigt, dass die Wärmepumpe selbst häufig zu groß ausgelegt wird. Was dabei vielleicht als "Sicherheit" verkauft wird, ist in jedem Fall mit höheren Kosten verbunden. Sprechen Sie Ihren Anbieter auf diesen Punkt an. Dies gilt im Übrigen auch für zu klein dimensionierte Anlagen. Was im ersten Punkt zu unnötigen Kapitalkosten führt, resultiert im zweiten Punkt in unnötigen Betriebskosten. Wollen Sie eine Wärmepumpe kaufen, die Erdwärme nutzt, so kontrollieren Sie insbesondere die Auslegung der Sonden: Pro Kilowatt (kW) Heizleistung der Wärmepumpe sollte mit einer Sondenlänge von rund 15 Metern kalkuliert werden. Größere Abweichungen von diesem Wert sollten durch die Geologie begründet sein!

Tipp 7: Das technisch machbare ist nicht immer unbedingt auch sinnvoll

Die Wärmepumpe sollte auch zur Warmwasserbereitung eingesetzt werden. Eine separate elektrische Warmwasserbereitung ist fast immer energetisch ungünstiger und teurer. Grundsätzlich sollte ein möglichst einfacher Systemaufbau gewählt werden. Die Warmwasserbereitung sollte unbedingt Bestandteil des Lieferumfangs der Wärmepumpe sein und ohne Elektroheizstab erfolgen.

Tipp 8: Lassen Sie sich einen Wärmemengenzähler anbieten

Kaufen Sie zusammen mit der Wärmepumpenanlage einen Wärmemengenzähler, der die Wärmeabgabe der Wärmepumpe erfasst. Ein separater Stromzähler sollte den Stromverbrauch der Wärmepumpe selbst (Verdichter) und des ggf. vorhandenen elektrischen Heizstabes erfassen. Bei Erdwärmepumpen sollte dieser auch den Stromverbrauch der Umwälzpumpen im Solekreis und im Wärmepumpenkreis getrennt erfassen. Dies gibt Ihnen die Möglichkeit, die Effizienz der Wärmepumpe zu überprüfen. Beachten Sie bitte, dass erst nach mehreren Heizperioden ein aussagekräftiger Durchschnitt ermittelt werden kann, da meist die Inbetriebnahme höhere Anlaufkosten verursacht und häufig auch saisonale Schwankungen die Berechnung eines belastbaren Vergleichsdurchschnitts verzögern.

Tipp 9: Die richtige Wahl des Stromtarifs gehört zur Beratung dazu

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Stromversorger nach einem speziellen Wärmepumpentarif und einem Zuschuss und nutzen Sie diese. Achten Sie jedoch auch auf versteckte Kosten und besondere Vorschriften des Stromanbieters. Oftmals ist der Einbau eines Zweitarif-Stromzählers mit erheblichem Kostenaufwand verbunden, sodass die Wahl des Heizstromtarifs immer in Abhängigkeit des späteren Bedarfs gewählt werden sollte. Ihr Wärmepumpen-Anbieter wird Ihnen sicherlich erklären, welche Parameter entscheidungsrelevant sind.

Tipp 10: Die optimale Einstellung der Wärmepumpe sollte selbstverständlich sein

Die Effizienz der Wärmepumpe ist abhängig von der Temperaturdifferenz, die sie überwinden muss. Minimieren Sie also in jedem Fall die Vorlauftemperatur Ihres Heizungssystems. Dies können Sie durch eine Verschiebung der so genannten "Heizkurve" erreichen. Die vorgegebene Werkseinstellung ist oft nicht die günstigste. Lassen Sie sich von Ihrem Anbieter die Regelung und speziell die Beeinflussung der Heizkurve erklären. Das Gleiche gilt für die Solltemperatur der Warmwasserbereitung. In beiden Fällen gilt: So viel (Temperatur) wie nötig, aber so wenig wie möglich. Tasten Sie sich also an Ihr Optimum heran. Wenn Sie die Wärmepumpe kaufen, sollte ihr Anbieter zu Beginn der Heizperiode die Optimierung der Wärmepumpe für Sie vornehmen.

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"10 Experten-Tipps zum Wärmepumpen-Kauf" wurde am 14.03.2016 das letzte Mal aktualisiert.