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Lohnt sich die E.ON SolarCloud?

Mit der SolarCloud bietet E.ON jetzt einen virtuellen Stromspeicher an. Vergleichbar mit einem Bankkonto lässt sich Strom anlegen, wenn man den eigenen Solarstrom nicht selbst verbrauchen kann. Bei späterem Bedarf wird dieser Strom dann wieder abgerufen. Die SolarCloud von E.ON gibt es bereits ab 21,99 Euro pro Monat. Wir haben nachgefragt, wie die E.ON SolarCloud funktioniert und nachgerechnet, ob sich ein SolarCloud-Konto rechnet.

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Die Rendite der eigenen Solaranlage wird vornehmlich durch die Eigenverbrauchsquote bestimmt. Je mehr Strom selbst verbraucht wird, desto weniger muss man an den Stromversorger für seinen Haushaltsstrom bezahlen. Um den Eigenverbrauch zu optimieren, kann man seinen Verbrauch ohne oder mithilfe von Energiemanagementsystemen anpassen oder auch zusätzlich einen Stromspeicher installieren. Trotz dieser Hilfsmittel müssen in der Praxis immer rund 30% bis 40% des Stromverbrauchs extern vom Energieversorger gedeckt werden. Diese Lücke kann man nun durch die E.ON SolarCloud schließen.

In der E.ON SolarCloud lässt sich Strom wie auf einem Bankkonto anlegen und bei Bedarf jederzeit wieder zum eigenen Verbrauch abheben. So kann der selbst produzierte Solarstrom zu 100% selbst verbraucht werden. (Grafik: E.ON Energie Deutschland GmbH)
In der E.ON SolarCloud lässt sich Strom wie auf einem Bankkonto anlegen und bei Bedarf jederzeit wieder zum eigenen Verbrauch abheben. So kann der selbst produzierte Solarstrom zu 100% selbst verbraucht werden. (Grafik: E.ON Energie Deutschland GmbH)

So funktioniert das SolarCloud-Stromkonto

Die E.ON SolarCloud ist seit Anfang April 2017 im Komplettpaket mit einer PV-Anlage und dem Batteriespeicher E.ON Aura verfügbar. Das E.ON Aura Komplettpaket kostet ab 14.699 Euro und besteht aus der Photovoltaikanlage mit Solarmodulen und Wechselrichter, der Aura Speicherbatterie, einem Controller, der Installation und der Inbetriebnahme der Solaranlage.

Durch eine Speicherung im Aura und in der virtuellen SolarCloud lässt sich der selbst erzeugte Sonnenstrom das ganze Jahr selbst an bewölkten und regnerischen Tagen zum Eigenverbrauch nutzen. Die SolarCloud funktioniert dabei wie ein Stromkonto, auf das man Strom "einzahlt" und rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr wieder abrufen kann. Vor allem in den Sommermonaten lässt sich dadurch mit der E.ON SolarCloud kontinuierlich eine Rücklage an ökologisch erzeugten Kilowattstunden ansparen, um den Strom beispielsweise in den Wintermonaten zu nutzen.

Anstelle von Kontoauszügen lässt sich die Entwicklung des angesparten Strom-Guthabens über den E.ON Aura Manager per App und individuellem Zugang über Smartphone oder Laptop jederzeit nachvollziehen. Der E.ON Aura Manager ist ein intelligentes Messsystem und die Basis für die E.ON Aura App und SolarCloud. Der E.ON Aura Manager misst jederzeit alle Ströme und berechnet alle relevanten Kennzahlen wie z.B. das Guthaben in der SolarCloud.

E.ON bietet zunächst die SolarCloud ausschließlich im Komplettpaket aus PV-Anlage und physischem Speicher (E.ON Aura) an, um das bestmögliche Zusammenspiel aus Erzeugung, optimierter Speicherung und möglichst effektiver Nutzung zu gewährleisten. Der physische Solarstromspeicher speichert den Großteil des Stroms der eigenen PV-Anlage dezentral, effizient und kostengünstig vor Ort in der eigenen Wohnung. Der virtuelle SolarCloud-Speicher ergänzt diesen optimal, um bilanziell eine 100%ige Versorgung mit eigenem Solarstrom zu realisieren.

Laut E.ON werden die E.ON SolarCloud künftig auch weiteren Kundengruppen zugänglich sein, die z.B. bereits eine Photovoltaikanlage installiert haben und aufrüsten möchten.

Wieviel Stromkosten lassen sich mit der SolarCloud einsparen?

Soll- oder Habenzinsen gibt es beim SolarCloud-Konto nicht. Wer also Strom auf das Konto einspeist und später abruft, spart insbesondere PV-Anlagen, die in den letzten vergangen 3 bis 4 Jahren zu der deutlich abgesunkenen Einspeisevergütung errichtet wurden. Die Differenz aus Haushaltsstrompreis und PV-Gestehungskosten übersteigt in diesen Fällen deutlich die Vergütung, die man über das EEG bekommen würde. Lediglich Kontoführungsgebühren werden fällig. Diese sind gestaffelt nach dem individuellen Jahresstromverbrauch und fangen bei 21,99 Euro pro Monat für eine E.ON SolarCloud für kleinere PV-Anlagen an.

Müsste ein Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 4.000 kWh und einem Eigenverbrauch des Solarstroms (Autarkie) von angenommen 60% bisher noch 40% Strom bzw. rund 1.600 kWh aus dem Netz beziehen, so spart diese Familie mit Hilfe der SolarCloud bei einem Strompreis von 30 Cent 480 Euro pro Jahr ein. Abzüglich der PV-Gestehungskosten von durchschnittlich rund 12 Cent ergibt sich mit der SolarCloud eine Nettoersparnis von 288 Euro. Zieht man hiervon noch die monatliche Gebühr für die E.ON SolarCloud ab, so ergibt sich letztlich ein Jahresgewinn von 24,12 Euro. Die Einspeisevergütung für den Strom, den man selbst verbraucht, tritt der Kunde an E.ON ab.

Wer die SolarCloud nutzt, braucht aber auch keinen klassischen Stromvertrag mehr, da der SolarCloud-Nutzer ja 100 Prozent seiner selbst erzeugten Energie durch die SolarCloud auch selbst nutzen kann und in der Regel keinen Strom mehr aus dem Netz beziehen muss. Somit entfällt auch die Grundgebühr von in der Regel mehr als 100 Euro pro Jahr. SolarCloud-Nutzer mit einer kleinen Solaranlage profitieren somit von einer autarken Versorgung mit eigenem Solarstrom auch von einer Stromkostenersparnis von 125 bis 150 Euro pro Jahr.

SolarCloud-Premiumpakete mit weitreichenden Zusatzservices

Die SolarCloud gibt es zudem auch als Premium-Paket mit weitreichenden Zusatzservices. Die E.ON SolarCloud Premium-Pakete für 3.000 bis 8.000 kWh Jahresverbrauch kosten aktuell 26,99 Euro pro Monat und beinhalten einen Effizienzcheck, eine Allgefahrenversicherung, die einzeln abgeschlossen bereits den Aufpreis für die SolarCloud-Premium-Pakete übersteigt, und eine "Sonnenscheingarantie".

Die Allgefahrenversicherung versichert die PV-Anlage über 5 Jahre gegen alle Schäden von außen, z. B. Hagel, Sturm, Blitzschlag, Diebstahl usw. und erstattet den dadurch entgangene PV-Ertragsausfall. Bei vorzeitiger Kündigung des E.ON SolarCloud-Vertrages erlischt jedoch der Versicherungsschutz nach Ablauf des laufenden Versicherungsjahres. Der Der E.ON Online-Anlagenfunktionscheck prüft über 10 Jahre die Funktionsfähigkeit der Solaranlage. Sollten z. B. der PV-Wechselrichter keine PV-Erzeugung melden, so erhält der Nutzer eine Push-Nachricht auf das Smartphone. So kann man sofort reagieren und die Anlage selbst oder durch einen Fachmann überprüfen lassen.

Überdies bietet das SolarCloud-Premium-Paket eine Sonnenscheingarantie. Im Gegensatz zu Mitbewerbern, die eine geringe Pauschale zahlen, sollten die durchschnittlichen Jahressonnenstunden nicht erreicht werden, garantiert die am Markt bisher einzigartige Sonnenscheingarantie von E.ON 95% des prognostizierten PV-Gesamtertrages in kWh über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren. Sollte die reale Stromproduktion unter diesen Wert fallen, so wird dem Kunden die entgangene EEG-Einspeisevergütung zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme der PV-Anlage gutgeschrieben.

Gibt es Einschränkungen bei der Nutzung der SolarCloud?

Da natürlich das Speichern des Solarstroms im eigenen Batteriespeicher auch Kosten verursacht und diesen auch altern lässt, denkt eventuell der ein oder andere über Schlupflöcher nach, die es ermöglichen, die SolarCloud auch ohne Stromspeicher zu nutzen. Aktuell empfiehlt E.ON jedoch aus wirtschaftlichen Gründen die Kombination aus physischem Speicher im Haushalt und virtueller SolarCloud. Grundsätzlich gibt es aber keine Vorschriften zum Betrieb des Stromspeichers.

Die SolarCloud-Tarife hängen jedoch von der Mindestgröße der PV-Anlage und des physischen Batteriespeichers ab. Und da für die Nutzung der virtuell gespeicherten Energie Kosten durch die Stromlieferung über die Netze anfallen, sind diese abhängig von dem gewählten SolarCloud-Paket ab einer bestimmten Menge durch den Kunden zu tragen. Daher ist die Kombination aus physischem und virtuellem SolarCloud-Speicher am attraktivsten.

Aufgrund energierechtlicher Rahmenbedingungen besteht die SolarCloud derzeit noch aus verschiedenen Komponenten wie dem Grundpreis, Arbeitspreis und anderen Preisbestandteilen, die man aus seiner bisherigen Stromrechnung kennt. E.ON verrechnet diese Bestandteile so, dass man außer dem Festpreis für die E.ON SolarCloud keine weiteren Stromkosten zahlen muss. Voraussetzung dafür ist lediglich, dass man die Einspeisevergütung für den eigenen in das Stromnetz eingespeisten Solarstrom an E.ON abtritt.

Wenn Sie mehr Strom verbrauchen, als anfangs in der gemeinsamen Planung vorgesehen, fallen zusätzliche Kosten für Ökostrom aus dem öffentlichen Netz an. Als SolarCloud-Nutzer genießt man aber immer 100% Versorgungssicherheit, selbst wenn man mehr Strom verbraucht, als die PV-Anlage produzieren kann.

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"Lohnt sich die E.ON SolarCloud?" wurde am 05.04.2017 das letzte Mal aktualisiert.