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SOLIDpower-Brennstoffzellen: Technik & Typen im Überblick

SOLIDpower ist ein führender Entwickler, Hersteller und Distributor für Produkte und Technologien basierend auf Festoxid Brennstoffzellen (SOFC). Mit dem BlueGEN bietet SOLIDpower ein kommerzielles SOFC-Mikro-Kraftwerk zur Energieversorgung von Privathäusern, Gewerbe- und Wohngebäuden. Seit Einführung des Bluegen bereits mehr als 1.000 Mikro-Kraftwerke zur unabhängigen Stromerzeugung verkauft. Von Standorten in Italien, Deutschland, der Schweiz und Australien aus und mit insgesamt 230 Mitarbeitern treibt Solidpower seine technischen Innovationen voran, um weitere Märkte in den USA und Asien zu erschließen.

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Am italienischen Hauptsitz Solidpowers in Mezzolombardo entsteht bis 2020 eine neue Produktionsstätte, sodass von da an jährlich bis zu 16.000 Bluegen gefertigt werden. (Foto: Solidpower)
Am italienischen Hauptsitz Solidpowers in Mezzolombardo entsteht bis 2020 eine neue Produktionsstätte, sodass von da an jährlich bis zu 16.000 Bluegen gefertigt werden. (Foto: Solidpower)

Brennstoffzellen-Produkte: Vom EnGen zum BlueGen

Am Anfnag der SOFC-Entwicklung stand das Brennstoffzellen-Heizgerät EnGen-2500 mit einem elektrischen Wirkungsgrad von 50% und einem Gesamtwirkungsgrad von 90%. Mit einer Leistung von 2,5 kWel und einer Leistung von 2 kWth kann EnGen-2500 dank einer automatischen Leistungsmodulation zwischen 30 und 100 Prozent bei einer Vorlauftemperatur von bis zu 70 °C auch im Sommer im Warmwasserbetrieb effizient Strom produzieren.

Solid Power hat durch Übernahme der Ceramic Fuel Cells GmbH zum 01. Juli 2015 auch das Brennstoffzellen-Heizgerät BlueGEN übernommen. BlueGEN weist einen sehr hohen elektrischen Wirkungsgrad von bis zu 60% bei einem Gesamtwirkungsgrad von bis zu 85% auf. Durch den hohen elektrischen Wirkungsgrad und die damit geringere Wärmeleistung bieten BlueGen-Anlagen die Möglichkeit, ganzjährig Strom zu produzieren.

Guido Gummert, Geschäftsführer der SOLIDpower Deutschland, neben dem Mikrokraftwerk BlueGEN auf der Hannover Messe 2016. (Foto: SOLIDpower / Claudia Palozzo)
Guido Gummert, Geschäftsführer der SOLIDpower Deutschland, neben dem Mikrokraftwerk BlueGEN auf der Hannover Messe 2016. (Foto: SOLIDpower / Claudia Palozzo)

Den Mittelpunkt aller Aktivitäten bildet die Weiterentwicklung der modularen Technologie-Plattform der SOLIDpower. Mit dieser sollen alle künftigen Spezifikationen und prognostizierten Zielkosten erreicht werden. Entwicklung, Test und Fertigung finden an verschiedenen Orten mit klarer Aufgabenteilung statt: So nutzt SOLIDpower das Technologiezentrum im schweizerischen Yverdon und das Entwicklungsteam in Australien, um innovative Konzepte voranzutreiben und zu erproben. Die vorhandene Technologie wird damit weiter optimiert. Auf dieser Basis hat SOLIDpower bereits ein 10 kW-Aggregat entwickelt und erprobt.

Die ganzheitliche Produktentwicklung und die Produktion des SOLIDpower-Stacks erfolgt in Norditalien, in Mezzolombardo. Bei der Serienfertigung der BlueGEN setzt man weiterhin auf die bisherige, deutsche Produktionsstätte in Heinsberg, Nordrhein-Westfalen. Hier wird zudem die Fertigungstiefe des Stacks weiter nach vorne gebracht. Wesentlichen Anteil daran hat die Entscheidung der SOLIDpower-Gruppe, jene Fertigungsprozesse in Deutschland zu etablieren, die vor der Übernahme durch SOLIDpower in Australien angesiedelt waren. Für Heinsberg bedeutet das den weiteren Ausbau von Arbeitsplätzen.

Das „Home of BlueGEN“ ist das SOLIDpower-Vertriebs- und Service-Center in Heinsberg, in unmittelbarer Anbindung an die BlueGEN-Stack- und -Systemfertigung. Von hier aus koordiniert das Unternehmen seine kommerziellen Aktivitäten auf den europäischen Märkten. Außerdem werden hier die Marktpartner des Unternehmens, vom lokalen Installateur bis hin zu führenden Energieversorgern und -dienstleistern, für ihre Aufgaben geschult und auf den Umgang mit der BlueGEN vorbereitet.

Im November 2018 präsentierte SOLIDpower die Brennstoffzelle BlueGen BG-15 als innovative Weiterentwicklung der SOFC-Brennstoffzellentechnologie des Heinsberger Brennstoffzellen-Herstellers.

Der neue Bluegen BG-15, ein Mikro-Kraftwerk auf Brennstoffzellenbasis zur dezentralen Stromerzeugung. Dieses wandelt sehr effizient Erdgas in Strom um und ist sowohl in Privathaushalten als auch in Gewerbebetrieben einsetzbar. (Bild: Solidpower)
Der neue Bluegen BG-15, ein Mikro-Kraftwerk auf Brennstoffzellenbasis zur dezentralen Stromerzeugung. Dieses wandelt sehr effizient Erdgas in Strom um und ist sowohl in Privathaushalten als auch in Gewerbebetrieben einsetzbar. (Bild: Solidpower)

Als erdgasbetriebenes und hocheffizientes Mikro-Kraftwerk auf Brennstoffzellenbasis produziert der Bluegen BG-15 eine elektrische Leistung von bis zu 13.000 kWh Strom pro Jahr. Er ist somit für eine Vielzahl von Verbrauchern geeignet. Dies schließt sowohl Gewerbetreibende als auch Besitzer von größeren Einfamilienhäusern ein. Dabei läuft das Mikro-KWK - im Gegensatz zu anderen am Markt erhältlichen Brennstoffzellen - vollkommen unabhängig von der Heizungsanlage.

Der Bluegen BG-15 von Solidpower rechnet sich in erster Linie durch die Stromerzeugung. Die beim Erzeugungsprozess entstehende thermische Energie lässt sich jedoch zusätzlich zur Unterstützung der Warmwasserbereitung bzw. der Heizungsanlage nutzen. Die festoxidkeramischen Brennstoffzellen, die im Bluegen eingesetzt werden, sorgen für eine kontinuierliche und hocheffiziente sowie kostengünstige Methode der Energieumwandlung.

Investoren und Kooperationen von Solidpower

Solidpower wird im Wesentlichen von zwei internationalen strategischen Gesellschaftern sowie weiteren kleineren Kapitalgebern finanziell unterstützt. „Unsere Vision ist es, einer der Top-3-Hersteller der Festoxid-Brennstoffzellen-Technologie weltweit zu sein. Wir wollen für zuverlässige und wettbewerbsfähige Produkte stehen, die den Übergang hin zu nachhaltigen Energiesystemen ermöglichen“, erklärte Alberto Ravagni, der bis Februar 2019 als CEO der Solidpower S.p.A. als auch Mitglied im Aufsichtsrat tätig war. „Wir wollen das erste Unternehmen sein, welches die SOFC-Technologie fördermittelunabhängig rentabel produziert und vermarktet“.

Als Kerngeschäft hat die deutsche SOLIDpower die Kraft-Wärmekopplung für private und Gewerbekunden mit hocheffizienten SOFC-Brennstoffzellen im Fokus. Investoren wie der italienische Industrielle Nelso Antolotti, die britische KEW Capital und Leverage Green Energy aus den USA, schätzen das über Jahre beharrlich entwickelte Know-how des Unternehmens. Inzwischen verfügt SOLIDpower nicht nur über ein beachtliches geistiges Eigentum (Intellectual Property). Durch die Übernahme des Personals von Ceramic Fuel Cells (CFC) Mitte 2015 sicherte man zudem das Spezialwissen weltweit hochgradig anerkannter Ingenieure.

Durch das Engagement der internationalen Investoren werden auch am italienischen Unternehmenshauptsitz in Trento die Produktionsstätten für die Herstellung der Bluegen-Produktfamilie deutlich ausgebaut, sodass ab 2020 jährlich 16.000 Mikro-Kraftwerke produziert werden können. An den Standorten Italien, Deutschland, Schweiz und Australien sind insgesamt 230 Mitarbeiter beschäftigt. Am Standort in Heinsberg wird das System gefertigt, in der Schweiz und in Australien findet die Entwicklung statt.

Solidpower-Standort im nordrhein-westfälischen Heinsberg (Foto: Solidpower)
Solidpower-Standort im nordrhein-westfälischen Heinsberg (Foto: Solidpower)

Der Markt wandelt und entwickelt sich: Neue Geschäftsmodelle auf Basis der BlueGEN werden von SOLIDpower gemeinsam mit den Marktpartnern erprobt und bedarfsgerecht umgesetzt. Die so für BlueGEN geschaffenen innovativen Geschäftsmodelle geben dem Smart Grid-Gedanken zusätzlich Nahrung und setzen wichtige Impulse, um die Energiewende voranzubringen.

Eine solche Kooperation haben Solidpower 2018 mit Bosch Thermotechnik beschlossen: Ab dem vierten Quartal 2018 wird der Bluegen in Deutschland auch über die Bosch Thermotechnik-Marke Buderus vertrieben. Bosch Thermotechnik konzentriert sich dabei darauf, den Bluegen mit bestehenden Produkten aus dem Buderus-Portfolio zu effizienten Systemlösungen zu kombinieren. Durch die Kooperation mit Buderus kann Solidpower vor Allem seine Reichweite erhöhen und den Bluegen schneller auf dem deutschen Markt verbreiten. So kann Solidpower die Brennstoffzelle schneller im Massenmarkt etablieren und versuchen, die Herstellungskosten zu senken.

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"SOLIDpower-Brennstoffzellen im Überblick" wurde am 22.11.2018 das letzte Mal aktualisiert.