Letzte Aktualisierung: 19.01.2026

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10 kWp mit Speicher für 5.000€: Komplettanlage oder einzeln kaufen?

Aktuell unterbieten sich Online-Shops mit günstigen Modulen, Stromspeichern und auch Wechselrichtern. Eine Photovoltaik-Komplettanlage 10 kWp mit Speicher gibt es jetzt bereits für unter 5.000€! Doch wie gut sind diese Angebote wirklich? Wir haben uns eine Komplettanlage näher angeschaut und die Einzelpreise verglichen.

PV-Komplettanlagen werden immer günstiger - doch nicht jedes Angebot enthält alle notwendigen Komponenten für einen wirtschaftlichen Betrieb. Günstige PV-Komplettanlagen z.B. als 10-kWp-Set mit Speicher wirken auf den ersten Blick attraktiv - entscheidend ist jedoch, ob alle Komponenten und Funktionen im Preis enthalten sind. (Foto: energie-experten.org)

Die zentralen Kostentreiber einer privaten PV-Anlage sind neben den Montage-Kosten Module, Stromspeicher und Wechselrichter. In allen drei Bereichen sind die Preise in den letzten Jahren stark gefallen.

Diverse Online-Shops unterbieten sich gerade, ganze Komplettanlagen mit 5 kWp mit Speicher gibt es unter 4.000€, 10 kWp mit Speicher sogar für unter 5.000€.

10-kW-PV-Komplettanlage für 4.999 €: echtes Schnäppchen oder trügerisch günstig?

Ein aktuelles Angebot von ACTEC wirbt mit einer PV-Komplettanlage für 4.999 Euro (brutto) – inklusive 10 kWp Solarmodulen, Hybrid-Wechselrichter und rund 10 kWh Stromspeicher. Im Angebot sind folgende Komponenten enthalten:

  • 24 x Trina Vertex S+ 445W FB Glas Glas TSM-445-NEG9R.25
  • 1 x Growatt Hybridwechselrichter SPH 10000TL3 BH UP inkl. SmartMeter
  • 4 x Growatt ARK 2.5H-A2 Hochvolt Batterie (gesamt 10.2 kWh)
  • 1 x Growatt Shinewifi-X WiFi-Stick
  • 1 x Growatt ARK-2.5H-A2 Base für Hochvolt-Batterien
  • 1 x Growatt ARK Hochvolt Batterie Kabel
  • 1 x Growatt BMS HVC-60050-C2 Hochvolt SPH

Auf den ersten Blick wirkt der Preis außergewöhnlich niedrig. Doch lohnt sich ein solches Komplettangebot wirklich, oder fährt man besser, wenn man die Komponenten einzeln auswählt? Um das zu beurteilen, hilft es, die Anlage nicht nur am Gesamtpreis zu messen, sondern die Hauptbestandteile getrennt zu betrachten – und einfache Kennzahlen heranzuziehen.

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Solarmodule: sehr günstig pro Kilowatt und pro Quadratmeter

Im Angebot enthalten sind 24 Glas-Glas-Module mit je 445 Watt, zusammen 10,68 kWp. Solche Module kosten im Online-Handel aktuell rund 60 Euro pro Stück. Umgerechnet sind das etwa 135 Euro pro installiertem Kilowatt – ein im Modul-Preis-Vergleich sehr niedriger Wert.

Auch flächenbezogen schneiden die Module gut ab: Mit knapp 2 m2 pro Modul liegt der Preis bei rund 30 Euro pro Quadratmeter. Das ist selbst im Vergleich zu anderen modernen Hochleistungsmodulen ausgesprochen günstig.

Glas-Glas-Module wie Trina Vertex S+ 445 W gehören qualitativ und leistungstechnisch zur höherwertigen Kategorie, was höhere Herstellungskosten bedeutet als bei Standard-Glas-Folie-Zellen.

135 €/kW ist daher im Vergleich sehr günstig, insbesondere für hochwertige 445 W-Module. Günstigere Module (<120 €/kW bis ~90 - 100 €/kW) gibt es am Markt durchaus, meist aber bei Standard- oder älteren Modultypen, gebrauchten/Restposten-Angeboten oder niedrigeren Leistungsklassen.

Wechselrichter: niedriger Preis pro Kilowatt Leistung

Der enthaltene Growatt-Hybridwechselrichter mit 10 kW Leistung kostet einzeln online etwa 1.000 bis 1.100 Euro. Das entspricht Kosten von rund 100 Euro pro kW Wechselrichterleistung – ebenfalls ein sehr günstiger Wert für ein dreiphasiges Gerät mit Speicheranbindung.

Wichtig: Im Set ist bereits ein Smart Meter enthalten, der für die Steuerung von Eigenverbrauch und Speicherbetrieb nötig ist und sonst zusätzliche Kosten verursachen würde.

Zum Vergleich: Ein Solis-Hybridgerät in der 10-kW-Klasse wird je nach Modell teils bei 1.000 € gelistet (sehr günstig, teils sogar mit mehr MPPT), kann aber auch - inkl. Smart-Meter und je nach Generation - deutlich höher liegen (z. B. knapp 2.000 € für ein 10-kW-HV-Hybrid-Set inkl. Smart Meter bei einem Händler). GoodWe-Hybridgeräte werden im Handel ebenfalls häufig höher bepreist (Beispielangebot 2.679 €).

Fazit zu den Wechselrichter-Kosten: Preis pro kW ist beim Growatt in der 10 kW Komplettanlage mit Speicher sehr attraktiv, und der inkludierte SmartMeter reduziert zudem „versteckte“ Zusatzkosten.

Growatt Stromspeicher: sehr niedrige Lebenszykluskosten im Vergleich

Der in der Komplettanlage enthaltene Growatt ARK Hochvolt-Stromspeicher mit vier Hochvolt-Batteriemodulen und insg. 10,2 kWh Kapazität nutzt kobaltfreie Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP).

Ein ARK-2.5H-A2-Modul (2,56 kWh) startet online ab etwa 519 €. Vier Module ergeben 10,24 kWh - das sind grob 2.080 € reine Batteriemodule bzw. 203 €/kWh Hardware-Preis (ohne Installation/Schrank/Peripherie). Das ist auffällig günstig im Vergleich zu anderen Stromspeicher-Preisen wie dem etablierten HV-Speicher BYD HVS 10.2, der ab 3.340 € gelistet wird.

Vergleichbare Batteriemodule finden sich im Marktumfeld aber ebenfalls für rund 2.000 Euro, in diesem 10 kWp PV-Komplettangebot sind jedoch zusätzlich Batterie-Management-System, Basis und Hochvolt-Kabel bereits enthalten – Komponenten, die bei vielen Angeboten separat erworben werden müssen.

Der Growatt ARK Hochvolt-Stromspeicher ist laut Datenblatt für mindestens 6.000 Ladezyklen bei einer Entladetiefe von 90 Prozent ausgelegt. Pro Zyklus stehen damit rund 9,2 kWh nutzbare Energie zur Verfügung, was über die Lebensdauer einer rechnerischen Energiemenge von über 55.000 kWh entspricht.

Setzt man die Gesamtkapazität ins Verhältnis zur speicherbaren Lebensenergie, ergeben sich Kosten von etwa 4 Cent pro gespeicherter Kilowattstunde (LCOS). Zum Vergleich: Viele bekannte Premium-Speicher liegen – je nach System und Garantiedefinition – häufig bei 8 bis 12 Cent pro gespeicherter Kilowattstunde, teilweise sogar darüber.

Technisch bewegt sich der Growatt-Speicher damit klar im soliden Mittelfeld: IP65-Schutzklasse, modularer Aufbau, Betrieb von −10 bis +50 Grad Celsius und 10 Jahre Garantie entsprechen dem heutigen Standard. Damit ist der Growatt-Speicher kein Premiumprodukt, aber ein sehr wirtschaftlicher Heimspeicher, der insbesondere im Kontext des Komplettangebots einen klaren Kostenvorteil bietet und einen wesentlichen Beitrag zur Attraktivität des Pakets leistet.

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Ist in der 10 kWp-Komplettanlage mit Speicher wirklich alles dabei?

Ein entscheidender, aber häufig unterschätzter Aspekt bei günstigen PV-Komplettangeboten ist die Frage, ob wirklich alle für den Betrieb notwendigen Komponenten enthalten sind.

Viele vermeintlich günstige Sets listen auf den ersten Blick nur Solarmodule und Wechselrichter – die eigentlichen Zusatzkosten werden jedoch erst sichtbar, wenn die Anlage installiert oder der Stromspeicher in Betrieb genommen werden soll.

Besonders beim Stromspeicher fallen regelmäßig teure Zusatzkomponenten an, die für den sicheren und regelkonformen Betrieb zwingend erforderlich sind. Dazu gehört zunächst das Batterie-Management-System (BMS), das die Hochvolt-Batterien überwacht, steuert und schützt. Ohne ein solches BMS ist ein Speicherbetrieb nicht möglich. Je nach Hersteller und Leistungsklasse liegen die Kosten für ein nachträglich zu beschaffendes BMS typischerweise zwischen 900 und 1.400 Euro – häufig zuzüglich Installationsaufwand.

Ebenfalls oft nicht im Basisangebot enthalten sind die mechanische Batteriebasis sowie die notwendigen Hochvolt-Kabel und Steckverbinder. Diese Komponenten sind notwendig, um die Batteriemodule sicher zu stapeln, zu fixieren und elektrisch korrekt anzuschließen. Werden sie separat gekauft, summieren sich die Kosten schnell auf 500 bis 900 Euro, abhängig von Kabellängen und Systemtyp.

Ein weiterer Kostenpunkt ist der Smart Meter. Er misst den Stromfluss am Netzanschlusspunkt und ist Voraussetzung dafür, dass Eigenverbrauch, Einspeisung und Batterieladung korrekt gesteuert werden können. Fehlt er im Angebot, müssen Käufer mit 200 bis 450 Euro für das Messgerät und dessen Integration rechnen. Ohne Smart Meter arbeitet ein Hybrid-System entweder eingeschränkt oder gar nicht optimal.

Auch das Thema Monitoring wird häufig unterschätzt. Für die Überwachung der Anlage per App oder Webportal ist meist ein WLAN- oder LAN-Stick erforderlich. Diese kosten einzeln zwar „nur“ 40 bis 70 Euro, sind aber für Fehlerdiagnose, Ertragskontrolle und Garantieabwicklung praktisch unverzichtbar.

Addiert man diese Posten, ergeben sich bei unvollständigen Komplettangeboten schnell Zusatzkosten zwischen 1.500 und 3.000 Euro, die im ursprünglichen Angebotspreis nicht sichtbar waren.

Dass im vorliegenden 10-kW-Komplettpaket BMS, Batteriebasis, Hochvolt-Kabel, Smart Meter und WLAN-Stick bereits enthalten sind, ist daher ein wesentlicher Qualitäts- und Kostenvorteil. Er reduziert nicht nur das finanzielle Risiko, sondern sorgt auch dafür, dass die Anlage ohne Nachrüstungen vollständig, sicher und sofort betriebsbereit ist.

Für wen lohnen sich PV-Komplettangebote - und für wen eher nicht?

Günstige PV-Komplettanlagen können sich vor allem für preisbewusste Haushalte lohnen, die eine funktionierende Gesamtlösung suchen, ohne sich intensiv mit technischen Details auseinandersetzen zu wollen.

Wer Module, Wechselrichter und Speicher einzeln auswählt, muss Preise vergleichen, Kompatibilitäten prüfen und genau wissen, welche Zusatzkomponenten zwingend erforderlich sind – ein Aufwand, den nicht jeder leisten kann oder möchte. In solchen Fällen bieten gut zusammengestellte Komplettpakete einen echten Vorteil, weil sie Planungssicherheit schaffen und versteckte Zusatzkosten vermeiden.

Besonders attraktiv sind Komplettangebote dann, wenn sie nicht nur die offensichtlichen Hauptkomponenten, sondern auch die oft übersehenen, aber teuren Systembestandteile enthalten. Fehlen diese, können vermeintlich günstige Angebote im Nachhinein schnell deutlich teurer werden. Ein vollständiges Set reduziert dieses Risiko und erleichtert die spätere Installation erheblich – insbesondere für Käuferinnen und Käufer ohne tiefgehende PV-Erfahrung.

Der Einzelkauf von Komponenten kann sich dagegen für technikaffine Nutzer, Fachbetriebe oder Käufer mit sehr spezifischen Anforderungen lohnen, etwa wenn gezielt Premium-Speicher, besondere Notstromlösungen oder bestimmte Herstellerkombinationen gewünscht sind. Diese Vorteile gehen jedoch meist mit höheren Kosten und größerem Planungsaufwand einher.

Unterm Strich gilt: Nicht der niedrigste Preis entscheidet, sondern ob ein Angebot vollständig, nachvollziehbar und zur eigenen Situation passend ist. Für viele private Haushalte können gut kalkulierte Komplettpakete deshalb aktuell eine wirtschaftlich sinnvolle und risikoarme Lösung darstellen – insbesondere in einem Markt, in dem die Preise für alle Kernkomponenten stark gefallen sind.

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