Letzte Aktualisierung: 09.07.2013

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5 Tipps fürs Strom sparen im Garten

5 Tipps fürs Strom sparen im Garten (Foto: energie-experten.org)

5 Tipps fürs Strom sparen im Garten (Foto: energie-experten.org)

Die Freizeit rund um Gartenhaus, Balkon und Terrasse lassen sich Verbraucher einiges kosten: Jedes Jahr kaufen sie Gartenleuchten, Heizstrahler oder Pools und geben für elektrische Gartengeräte mehrere Milliarden Euro aus. Wer dabei Klima und Stromrechnung schonen will, der sollte die 5 Tipps der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen beachten.

Tipp 1: Infrarotstrahler statt Heizpilze und Wärmestrahler

Trotz heißer Sommertage kann es abends und nachts recht kühl werden. Anstelle von Heizpilzen und Wärmestrahlern sollte man dann lieber auf Jacke und Wolldecke setzen. Denn Gas betriebene Heizpilze sind nicht nur teuer, sie emittieren auch viel umweltschädliches CO2 in die Atmosphäre. Und elektrische Heizgeräte sind echte Stromfresser. Wer trotzdem nicht auf künstliche Wärme verzichten möchte, sollte Infrarotstrahler wählen. Infrarotstrahler haben den Vorteil, dass sie nur die beleuchteten Stellen erwärmen anstatt die in Wärme umgewandelte Energie breit zu streuen. Die Infrarotstrahler müssen jedoch wetterfest und fachmännisch montiert sein. Empfehlenswert sind Infrarotstrahler, die sich nach einer bestimmten Brenndauer selbst ausschalten. Alternativ können auch Zeitschaltuhren zwischen Steckdose und Infrarotstrahler geschaltet werden.

Tipp 2: Solarbetriebene Gartengadgets richtig entsorgen

Unsere heimischen Gärten werden solar aufgerüstet. Kein Gartenlicht, Teichpumpe oder Wasserspiel kommt mehr ohne eine kleine Solarzelle aus, die bei Sonnenschein den nötigen Strom für den Antrieb erzeugt. Bei Einbruch der Dunkelheit sorgt dann meist ein kleiner, integrierter Akku dafür, dass z. B. die Gehwegbeleuchtung weiterhin scheint. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der nötige Strom ist umweltfreundlich und kostenlos und es muss kein Kabel durch den Garten verlegt werden. Soviel Spaß ein solches Gerät auch macht, am Ende der Lebensdauer des solarbetriebenen Gartengadgets sollte man darauf achten, die Akkus und Batterien fachgerecht in einer Sammelbox im Supermarkt und die Solarzellen auf einem Recyclinghof zu entsorgen.

Tipp 3: Garten-Module nur vom Elektriker anschließen lassen

Wer ein bisschen mehr Solarstrom im Garten produzieren möchte, für den sind sogenannte Sinlge-Module bzw. Plugin-Module mit integriertem Ladestromregler und einem Solarakku interessant sein. Diese Solarmodule können dann am Wohnmobil, Balkon oder der Gartenlaube angebracht werden und laden bei Sonnenschein die Batterie auf, mit der abends dann Elektrogeräte mit 12 bis 14 Volt Gleichspannung wie zum Beispiel LED-Lampen, spezielle Radios oder Fernsehgeräte betrieben werden können. Viele Solarmodule gibt es auch mit einem integrierten Wechselrichter, der für eine Spannung von 230 Volt sorgt. Häufig werden diese Module damit beworben, dass sie auch direkt über eine Steckdose vorrangig ins eigene "Stromnetz" einspeisen können. Hiervon wird vielfach jedoch abgeraten. Grundsätzlich gilt, dass solche kleineren Gartenmodule mit Wechselrichter nur mit fachmännischer Hilfe eines Elektrikers angeschlossen werden sollten.

Tipp 4: Pools mit einfachen Schwimmbadabsorber beheizen

Wer sich ein eigenes Freibad zulegt, sollte hohe Energie- und Wasserkosten einkalkulieren. Die Umwälzpumpe für die Filteranlage wird in der Badesaison zum Dauerläufer. Kommt eine elektrische Poolheizung hinzu, wird es schnell richtig teuer: Um 1000 Liter Wasser um ein Grad zu erwärmen, benötigt man 1,16 Kilowattstunden Strom. Das entspricht der Strommenge, die für das Aufbrühen von 70 bis 80 Tassen Kaffee nötig wäre. Dabei fassen mobile Schwimmbäder leicht 5000 bis 7000 Liter Wasser. Daher sollte man zusätzlich auf einen so genannten "Schwimmbadabsorber" setzen. In diesem fließt Wasser durch schwarze Schläuche und wird dabei durch Solarthermie erwärmt. Die Filterpumpe kann dann auch für die Umwälzung des Wassers im Solarthermie-Absorber mit genutzt werden. Zudem sollte man abends den Pool abdecken, um ein vorschnelles Auskühlen zu vermeiden.

Tipp 5: Bessere Gartenpflege ohne elektrische Gartenhilfen

Gerade in kleinen Gärten sind elektrische Gartengeräte häufig überflüssig. Anstatt zum Elektrorasenmäher zu greifen, tut es z. B. auch der Handrasenmäher. Das spart nicht nur Anschaffungs- und Stromkosten, sondern geht vielfach sogar schneller und stört nicht die Nachbarn in der Mittagsruhe. Gänzlich zu meiden sind im Herbst die lauten Laubbläser. Praktische Tests haben ergeben, dass man mit einer einfachen Hake wesentlich schneller und sauberer den Garten vom Laub befreien kann. Das gleiche gilt auch für den Wassersprenger. Diesen sollte man lediglich gezielt für Rasenflächen einsetzen und Blumen und Büsche in den Morgen- und Abendstunden gezielt mit einer Gießkanne wässern. Das spart Wasser und Strom für die Umwälzpumpe.

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