An der polnischen Ostseeküste nahe der Stadt Koszalin entsteht ein weiterer WKN Windpark. Das 50 Megawatt Projekt umfasst 25 Anlagen des Typs Vestas V90-2MW mit einer Nabenhöhe von 105 Metern. Der Standort mit einer Windgeschwindigkeit von circa 7,5 m/s in Nabenhöhe, die Projektauslegung sowie die eingesetzte Anlagentechnologie des Weltmarktführers Vestas haben den Investor Equiventus Capital S.a.r.l., eine Niederlassung der Equiventus Holding S.A., überzeugt. Equiventus ist ein weltweit tätiges Investmentunternehmen im Bereich Windenergie mit Sitz in Luxemburg.
"Dieses Projekt hat uns als Entwickler gleich vor zwei besondere Herausforderungen gestellt und wird damit zu einem weiteren Meilenstein in unserer 20jährigen Unternehmensgeschichte", so Martinus Scherweit, Vorstandsvorsitzender der WKN AG. Die im Windpark erzeugte Energie muss über eine Strecke von rund 30 Kilometern zu einem durch den polnischen Versorger Energa betriebenen 400 kV-Umspannwerk transportiert werden. Um diese Strecke möglichst verlustarm zu überwinden, wird die Energie bereits im Windpark in einem eigenen Umspannwerk von 20 kV auf 110 kV transformiert. "Auf dieser Spannungsebene arbeitet man bisher meist mit Freileitungen", so Udo Follrichs, Prokurist der WKN und verantwortlich für den Vertrieb des Projektes. "Für den Windpark Bardy verlegen wir hier allerdings erstmals ein Hochspannungskabel in der Erde", so Follrichs weiter.
Die zweite Herausforderung für WKN liegt in der Übernahme der Gesamtverantwortung für den Bau des Großprojektes. Der Investor Equiventus beauftragt die Experten der WKN in der Funktion des sogenannten Owner’s Engineer. "Wir sind sicher, mit der WKN und ihren Referenzen den richtigen Partner im Markt gefunden zu haben, um sowohl der Zeitschiene als auch dem Budget während der Errichtung zu entsprechen", kommentiert Abel Hoehler, Executive Board Member der Equiventus.
Mit seiner herausfordernden Planungszeit und langen Verhandlungen hinsichtlich der Stromabnahme war Windpark Bardy zweifelsfrei eine der spannendsten Projektierungsaufgaben für das Joint Venture zwischen WKN und dem polnischen Planungsbüro AOS. Der Windpark inklusive Umspannwerk sowie das 110 kV Erdkabel soll nun bis Ende 2011 fertiggestellt sein. "Wir freuen uns sehr, dass wir das Projekt für Equiventus im Bau begleiten", so Stefan Ebeling, WKN-Abteilungsleiter und Geschäftsführer des WKN / AOS Joint Ventures Sevivon. "Die nächsten Projekte in Polen stehen bereits vor der Tür. Mit Bardy kann unser Team seine Erfahrungen im Bau von schlüsselfertigen Windparks erneut unter Beweis stellen."
Quelle: WKN Windkraft Nord AG