Letzte Aktualisierung: 09.10.2022

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Achtung Balkon-PV: "always positive"-Zähler werten Einspeisung als Verbrauch!

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Wer sich ein Balkonkraftwerk zulegen möchte oder bereits eines besitzt, sollte unbedingt seinen Zähler prüfen. Denn einige Zähler bewerten die Einspeisung als Verbrauch. Solche "always positive"-Zähler sollten daher dringend ausgetauscht werden.

Balkonmodule werden teils ohne Rücksprache mit dem Stromversorger an der Steckdose angeschlossen. Das kann teuer werden, denn einige Stromzähler zählen auch die Einspeisung als Verbrauch, egal in welcher Richtung der Strom fließt!

Balkonmodule werden teils ohne Rücksprache mit dem Stromversorger an der Steckdose angeschlossen. Das kann teuer werden, denn einige Stromzähler zählen auch die Einspeisung als Verbrauch, egal in welcher Richtung der Strom fließt!

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Balkonkraftwerke sind aktuell heiß begehrt. Man kann sie selbst am Balkon, auf dem Terrassen- oder Carport-Dach installieren und steckt lediglich einen Stecker in die Steckdose. Treffen Erzeugung und Verbrauch direkt zusammen, spart man die Kosten für den Haushaltsstrom und schont das Klima. Finanziell haben die meisten Balkon-Solaranlagen ihre eigenen Kosten bereits nach rund 2 Jahren wieder eingespielt.

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Welcher Stromzähler ist für Balkonanlagen vorgeschrieben?

Wer sich ein Balkonmodul bis 600 Watt zulegen möchte, der sollte seine kleine Solaranlage auch beim örtlichen Energieversorger „anmelden“. Meistens werden dazu die Daten auf einem DIN A4-Blatt ("vereinfachtes Anmeldeverfahren") erfasst. Dem Stadtwerk geht es dabei aber meistens um den Stromzähler.

Wichtig: Der Stromzähler darf nicht rückwärtslaufen! Ist dies der Fall, so wird der Stromzähler vom Energieversorger gegen – im besten Fall - einen rücklaufgeschützten Zähler ausgetauscht. Diese sind in der Jahresgebühr idR billiger, meistens aber nur noch in Restbeständen bei den Unternehmen vorhanden.

Die aktuellen VDE-Normen und viele Netzbetreiber verlangen bei Balkonkraftwerken allerdings den Einbau von Zweirichtungszählern, auch wenn rücklaufgeschützte Zähler zumindest zur Vermeidung steuerlicher Probleme eigentlich ausreichen.

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Viele Versorger tauschen Stromzähler kostenlos gegen "moderne Messeinrichtung"

Häufig wird die Anschaffung eines Balkonmoduls aber zum Anlass genommen, direkt einen Smart Meter bzw. die „moderne Messeinrichtung“ ohne Kommunikationsmodul zu installieren. Die „moderne Messeinrichtung“ ist quasi der digitale Zähler, der erst durch das Kommunikationsmodul – auch Smart-Meter-Gateway genannt –zu einem intelligenten Messsystem wird.

Die Netzbetreiber sorgen auf diese Weise schonmal dafür, dass sie im Rahmen des ohnehin vorgesehenen Austauschs fast aller Zähler nicht noch einmal vorbeikommen müssen.

Im besten Fall ist der Zählertausch für Sie kostenlos. Manche Netzbetreiber verlangen aber eine Kostenpauschale und berufen sich auf das "Verursacherprinzip". Dies sei jedoch juristisch umstritten, da ein Zählertausch ja eh gemacht werden muss.

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Was ist ein "always positive"-Zähler und wie erkenne ich ihn?

Wer sein Balkonkraftwerk einfach an der Steckdose anschließt, ohne sich entsprechend um die Anmelde-Regularien zu kümmern, der läuft allerdings Gefahr, dass sein Reststrom, den er nicht verbraucht, auf seiner eigenen Stromrechnung auftaucht. Dies ist nämlich der Fall bei der Zähler-Betriebsart "always positive".

Auf das Problem mit dem "always positive Zähler“-Modus einiger Stromzähler machte ein Twitter-Nutzer aufmerksam: „Der Zähler kommt aus einer Zeit, wo Einspeisung kein Thema war. Der Vorteil des Zählers ist, dass er auch "richtig" zählt, wenn er falsch angeschlossen wird."

Das bedeutet, dass der Drehstromzähler immer "always positive" zählt unabhängig von der Energierichtung. Es werden dann nur positive Werte gezählt und angezeigt. Alle Phasenleistungen werden dann als bezogene Leistung bewertet und addiert.

Es lohnt sich also, einmal zu checken, welchen Stromzähler man eigentlich nutzt. Und aus formaler Sicht sei empfohlen, sich immer auch mit dem Stromversorger in Verbindung zu setzen, wenn man ein Balkonkraftwerk installiert. Dies ist übrigens auch häufig Voraussetzung, um eine Förderung vom Land oder Kommune zu bekommen.

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