Schon seit 2007 sind bei der Agrargesellschaft Kandelin an den Standorten Neuendorf und Wüsteney zwei Biogasanlagen in Betrieb. Im Juli 2010 wurde die dritte Biogasanlage in Betrieb genommen und eine vierte ist bereits im Genehmigungsverfahren. "Wir sahen den Biogasanlagen-Betrieb damals als Chance, neben Acker- und Futterbau, Ferkelerzeugung sowie Milch- und Mastrindproduktion, ein lukratives Geschäftsfeld zu erschließen und damit auch Arbeitsplätze zu sichern", erklärt der Geschäftsführer der Agrargesellschaft Torsten Zahn.
Die in eine Jungrinder-Anlage integrierten neuen Biogasanlagen am Standort Kandelin sind nahezu baugleich mit den bestehenden: 500 Kilowatt Leistung, ein 192 Kubikmeter großer Vorlagebehälter und zwei Fermenter mit je 2000 Kubikmeter. Neu ist hingegen ein 4500 Kubikmeter großes gasdichtes Endlager. Die Agrargesellschaft Kandelin setzt dabei auf Technik von der WELtec BioPower, die qualitativ hochwertig und funktionell verbaut ist. Zudem haben die Biologen von WELtec während der Anfahrphase die ansteigende Fütterung (Maissilage, Schweine- und Rindergülle) und das Aufheizen der Anlage mit abgestimmt.
Mit einem kontinuierlichen Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung sollen die Anlagen noch profitabler werden. In Neuendorf wurde bereits im letzten Winter das Melkhaus an die Abwärme der Blockheizkraftwerke angeschlossen. Dort werden rund zehn Prozent der anfallenden Wärme genutzt. In Wüsteney wird zwar momentan noch keine Wärme abgeführt, in absehbarer Zeit soll aber der Sauenstall integriert werden. Bei der dritten Anlage wird die Wärmeleitung dafür gelegt und soll im kommenden Winter den Büro- und Werkstatt-Trakt mitbeheizen.
Quelle: WELtec BioPower GmbH