Letzte Aktualisierung: 18.01.2011

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Biomasseheizkraftwerk Emlichheim nutzt zirkulierende Wirbelschichttechnik

Energie aus Biomasse ist ein wichtiges Instrument, die angestrebten Klimaschutzziele zu erreichen. Eine der saubersten und nachhaltigsten Methoden, Energie aus Biomasse nutzbar zu machen, ist die der Wärme- und Stromerzeugung aus (Alt-) Holz. Moderne und effiziente Biomasseheizkraftwerke schließen dabei die Lücke zwischen rentabler Energieversorgung und ökologischem Bewusstsein: Beim Verbrennungsprozess in einem mit Altholz betriebenen Biomasseheizkraftwerk wird nur soviel CO2 in die Atmosphäre abgegeben, wie die Bäume während ihres Wachstumsprozesses durch Photosynthese aufgenommen haben.

Stark belastetes Altholz wieder in saubere Energie zu verwandeln, stellt dabei hohe Anforderungen an die Technik. Im Biomasseheizkraftwerk in Emlichheim, das von N.prior energy aus Leer projektiert und errichtet wurde, werden nicht bis stark belastete Altholzhackschnitzel (Klasse A1 bis A4) unter Einsatz der so genannten zirkulierenden Wirbelschichttechnik (ZWS) verfeuert. ZWS-Kessel werden im Verhältnis zu anderen Feuerungsarten mit geringeren Verbrennungstemperaturen betrieben. Diese Verbrennungstechnik ist allgemein auch als "schadstoffarme Feuerung" bekannt.

"Die hier eingesetzte Technik macht dieses Heizkraftwerk sogar noch umweltfreundlicher und effektiver als die Verfeuerung naturbelassener Hölzer in privaten Kleinfeuerungsanlagen", sagt Mario Scharf, Projektleiter bei N.prior energy für den Kraftwerksneubau. Für die intensive Rauchgasreinigung sorgt unter anderem ein Gewebefilter, der aus sechs Kammern mit insgesamt 3.840 so genannten Flachfilterschläuchen besteht. Diese filtern die im Rauchgas enthaltenen staub- und gasförmigen Schadstoffe unter Einhaltung der Anforderungen der 17. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV).

N.prior energy hat bisher insgesamt fünf Biomasseheizkraftwerke mit einer Nennleistung von 120 MWel (Eigentum 20 MWel) und 896 Mio. kWh pro Jahr projektiert und errichtet. Mit durchschnittlich über 8.000 Volllaststunden pro Jahr können 300.000 Haushalte mit sauberem Strom versorgt werden. Damit ist das Unternehmen ein Pionier im Bereich Biomasseheizkraftwerke in Europa und besitzt eine gute Ausgangslage für weitere Projekte – auch über Deutschland hinaus. Denn in Ländern wie England, Irland und Polen werden in den kommenden Jahren durch den verstärkten Ausbau der energetischen Nutzung von Biomasse und durch Gesetzesänderungen zur Erreichung klimapolitischer Ziele etliche Anlagen dieser Art errichtet werden.

Quelle: N.prior energy GmbH

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