Bulgarien will in der Nutzung von modernen Energietechnologien und Abfallwirtschaftskonzepten enger mit Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern zusammenarbeiten. "Wir sind auf der Kooperationsbörse und in den Gesprächen mit Regierungsmitgliedern auf großes Interesse gestoßen", sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel in Sofia. "Bulgarien will die Nutzung erneuerbarer Energien ausbauen und Infrastruktur modernisieren. Ich bin sicher, dass jetzt aus Kontakten Gespräche und aus Interesse Auftragsverhandlungen werden können."
Auf dem Programm der dreitägigen Reise standen Unternehmensbesuche und eine Kooperationsbörse mit bulgarischen Unternehmen in Sofia. Seidel hatte zudem Gespräche mit dem bulgarischen Wirtschaftsminister, dem Arbeitsminister und der stellvertretenden Umweltministerin. "Die Bedarfe auf den Feldern Wind, Photovoltaik, Biomasse und Wasser, Abwasser, Abfall sind groß", sagte Seidel.
Die Energieintensität der bulgarischen Wirtschaft ist derzeit die höchste in der EU. Der Bruttostromverbrauch im Jahr 2008 lag bei 39.222,1 GWh und wird vor allem durch Kohle und Kernkraftwerke erzeugt. Bis 2020 will Bulgarien 16 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen erzeugen.
"Gerade im Bereich der Aus- und Weiterbildung werden wir den bulgarischen Vertretern konkrete Angebote unterbreiten", sagte Seidel. Die aktuelle staatliche Energiepolitik geht noch relativ zögerlich mit erneuerbaren Energien um. Die Energiepolitik Bulgariens folgt den nationalen Zielen zur Förderung des Wirtschaftswachstums und zur Integration in die europäischen Strukturen.
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern