Letzte Aktualisierung: 20.01.2026

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China schafft Steuervergünstigungen ab: Experten erwarten steigende PV-Preise für Module und Speicher

Ab dem 01.04.2026 fallen in China die Steuervergünstigungen für einige PV-Produkte weg. Das betrifft u. a. PV-Module, Wechselrichter und Zubehör. Bei Speichern werden die Mehrwertsteuer-Rückerstattungen erst von 9 % auf 6 % gesenkt und ab 01.01.2027 vollständig gestrichen. Experten erwarten steigende Kosten.

Nach historischen Tiefpreisen im Frühjahr 2025 dürften Photovoltaik-Anlagen in Deutschland 2026 wieder teurer werden, da China ab April 2026 Exportvergünstigungen für PV-Module abschafft und diese für Batterieprodukte schrittweise reduziert. Zusätzlich treiben steigende Preise für zentrale Rohstoffe wie Silber und Polysilizium die Kosten, Experten erwarten allein bei Modulen einen Preisanstieg von rund zehn Prozent. (Foto: energie-experten.org)

In Deutschland sind PV-Anlagen-Komponenten günstig wie nie. Letztes Jahr im Frühjahr 2025 erreichten die Durchschnittspreise kompletter Photovoltaikanlagen sogar ein historisches Tief. Diese Tiefpreise-Phase könnte nun aber beendet sein.

China, der weltweit wichtigste Lieferant für Photovoltaik- und Batterieprodukte, hat am 9. Januar 2026 bekannt Anfang gegeben, die bestehenden Mehrwertsteuer-Exportvergünstigungen für Photovoltaikmodule zum 1. April 2026 vollständig abzuschaffen.

Für Batterieprodukte wird der Exportrabattsatz zwischen dem 1. April und dem 31. Dezember 2026 von neun auf sechs Prozent gesenkt. Die vollständige Abschaffung ist dann zum 1. Januar 2027 vorgesehen.

Dies ist bereits die zweite größere Anpassung des chinesischen Exportrabattsystems für Photovoltaik- und Batterieprodukte. Bereits zum 1. Dezember 2024 sanken die Export-Steuerrückerstattung für ausgewählte raffinierte Ölprodukte, Photovoltaik-Anlagen, Batterien und bestimmte nichtmetallische Mineralprodukte von 13 auf 9 Prozent.

Zudem sprechen weitere Indikatoren für steigende Photovoltaik-Preise.

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Silberpreis verteuert Solarzellen

Zusätzlich steigen seit September 2025 auch die Preise für Photovoltaik wie Wafer, Solarzellen, Glas und vor allem Silber. Über den Jahreswechsel 25/26 hat sich diese Entwicklung weiter beschleunigt: Laut Reuters überschritt der internationale Silberpreis bis Ende 2025 zeitweise die Marke von 70 US-Dollar je Unze und verzeichnete im Jahresverlauf einen kumulierten Anstieg von über 130 %.

Für Silber handelt es sich bei dieser Preisrallye nicht lediglich um eine kurzfristige Bewegung auf den Finanzmärkten. Als zentrales Material im Metallisierungsschritt von Solarzellen wird Silber in großem Umfang für Silberpasten, Elektroden und Stromleitungsprozesse eingesetzt.

Der Kostendruck zeigt sich zunächst bei Silberpaste und Solarzellen. Der Anteil der Silberpaste an den gesamten Modulkosten liegt derzeit bei rund 15 %, hat damit Polysilizium überholt und konzentriert sich zunehmend auf die Modulebene.

Aus Sicht der Kostenstruktur von Modulen ist Silber zwar nicht der Materialposten mit dem höchsten Anteil. Es zählt jedoch zu den preislich volatilsten und zugleich zu den zentralen Rohstoffen, die kurzfristig nur schwer vollständig ersetzt werden können.

Veränderungen des Silberpreises wirken sich daher unmittelbar und substanziell auf die Kostenstruktur der Zell- und Modulproduktion aus.

Preise für Polysilizium ebenfalls gestiegen

Der Preis für Polysilizium, dem zentralen Rohstoff für die Herstellung von Solarzellen steigt seit einigen Monaten merklich an. In China haben sich zahlreiche Hersteller darauf verständigt, ihre Produktion zu drosseln, um ein zuvor eingetretenes Überangebot einzudämmen.

Daraufhin stieg im vergangenen Sommer der Spotpreis für ein Kilogramm Polysilizium um 30 Prozent von rund vier auf über fünf Euro. Inzwischen kostet das Kilogramm schon rund 6,39 Euro (Stand: 19.1.2026).

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Experten rechnen mit steigenden PV-Preisen

Energie-Experten gehen davon aus, dass die jüngste Maßnahme die Exportkosten für chinesische Photovoltaik- und Batteriehersteller erheblich erhöhen wird.

„Die Abschaffung der Exportvergünstigungen wird den Modulpreis um rund zehn Prozent steigen lassen“, sagt Jannik Schall, Produktchef und Mitgründer von 1KOMMA5°.

Die deutschen PV-Anbieter rechnen daher bei Solarmodulen, Stromspeichern und anderen elektronischen Komponenten insgesamt mit spürbaren steigenden PV-Kosten in 2026.

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