RWE und die Deutsche Bahn haben heute einen langfristigen Liefervertrag für Strom aus Wasserkraft unterzeichnet. Über 15 Jahre wird RWE die Deutsche Bahn mit Strom beliefern, der in deutschen Wasserkraftwerken von RWE Innogy, der RWE-Tochter für erneuerbare Energien, erzeugt wird.
Insgesamt handelt es sich um eine jährliche Stromlieferung von rund 900 GWh (900 Millionen Kilowattstunden). Diese Menge reicht aus, um jährlich umgerechnet 250.000 Haushalte mit Strom zu versorgen oder, um rund ein Drittel der Fernverkehrsflotte (ICE und IC) ein Jahr lang zu betreiben. RWE garantiert über zertifizierte Herkunftsnachweise, dass im Umfang der physischen Stromlieferung an die Deutsche Bahn Strom aus den RWE-Wasserkraftwerken in das Netz eingespeist wird: Physikalisch lässt sich regenerativ erzeugter Strom nicht von konventionellem Strom unterscheiden, und mittels Herkunftsnachweisen kann der von der regenerativen Quelle ins Netz eingespeiste Grünstrom einem Verbraucher zugeordnet werden.
Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) sieht in dem heute unterzeichneten 15-Jahresvertrag über die Lieferung von Strom aus Wasserkraftwerken für die Deutsche Bahn einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung, kritisiert aber dennoch das Festhalten an Kohle- und Atomkraft: "Die zukünftige Nutzung von Wasserkraft und damit vermehrte Nutzung von Ökostrom aus Deutschland ist ein gutes Signal für die Branche. Aber es ist noch kein Meilenstein", so Michael Ziesak, Bundesvorsitzender des Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD). Ziesak kritisiert, dass sich die Deutsche Bahn heute für den Klimaschutz feiern lässt und parallel dazu ganz leise aber deutlich am Neubau des klimafeindlichen Steinkohlekraftwerks Datteln 4 festhält. "Ein Meilenstein wäre es gewesen, wenn sich die Deutsche Bahn heute von "Datteln 4" verabschiedet oder den sofortigen Ausstieg aus der Atomkraft bekannt gegeben hätte", betont Ziesak.