Mit dem Bau der Biogasanlage vor den Toren der Stadt und einer acht Kilometer langen reinen Biogasleitung hat die baden-württembergische Stadt Schwäbisch Hall weitere Schritte in Richtung einer energetischen Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien gemacht. Um nicht nur den Strom, sondern auch die entstehende Abwärme effizient nutzen zu können, steht das eigentliche Kraftwerk in der Stadt. Das sorgt für kurze Wege zum Verbraucher. Dafür wurde Schwäbisch Hall nun als "Energie-Kommune" des Monats Februar 2011 ausgezeichnet. Mit diesem Titel würdigt die Agentur für Erneuerbare Energien vorbildliche kommunale Energieprojekte.
Die Stadtwerke Schwäbisch Hall setzen schon seit vielen Jahren auf Erneuerbare Energie. Steffen Hoffmann, Abteilungsleiter im Bereich Kraftwerke und Contracting: "Die Basis für Versorgungssicherheit, Unabhängigkeit und Preissicherheit ist eine dezentrale Versorgungsstruktur. Entscheidend ist, dass vor allem die Bandbreite regenerativer Energieträger zunimmt und damit mögliche Preissteigerungen insbesondere von fossilen Energieträgern aufgefangen werden können."
Die Grundlage des erfolgreichen Projekts bildete das gemeinschaftliche Engagement der Stadtwerke Schwäbisch Hall, eines Anlagenbauers und eines Landwirts. Alle drei haben sich finanziell am Bau beteiligt und betreiben die Anlage zusammen. "Die für den Betrieb neu gegründete GmbH & Co. KG lässt alle Beteiligten wirtschaftlich an einem Strang ziehen", erklärt Gottfried Gronbach, Gründer und Eigentümer des beteiligten Anlagenbauers Novatech.
"Stadtwerke sind für den dezentralen Ausbau Erneuerbarer Energien und den notwendigen Umbau der Netze und des Kraftwerkparks einer der wichtigsten Gestalter", meint Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien anlässlich der Bekanntgabe der "Energie-Kommune" des Monats. "Das Beispiel Schwäbisch Hall zeigt darüber hinaus, dass eine dezentrale Lösung mit heimischen regenerativen Energieträgern, der Zusammenarbeit von Stadt und Umland und der gekoppelten Nutzung von Strom und Wärme vor Ort der effizienteste und finanziell nachhaltigste Weg der Energieversorgung sein kann", so Mayers Fazit.
Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien