Vom Ausgang der Bundestagswahl am 22. September wird es abhängen, ob die Energiewende weiterhin entschieden fortgeführt wird oder, ob diesem dynamischen Umbruch ein tiefgreifendes Zurückrudern zugunsten der bereits etablierten Energiewirtschaft droht. Um die öffentliche Diskussion mit einer facettenreichen Darstellung der Energiewende zu bereichern, haben sich nun 21 Energieblogger aus verschiedensten Fachrichtungen zusammengeschlossen.
Offener Online-Dialog über Soziale Medien
Erst in den vergangenen zwei Jahren hat sich auch im Energiebereich eine deutschsprachige Energiebloggercommunity zusammengefunden. Neben Blogs finden sich auch Online-Magazine, aber auch innovative Medienprojekte wie z. B. energydemocracy.tv von Kirsten Hasberg, die verstärkt auf Videoformate und Podcasts setzt. Über die klassische Kommentarfunktion auf den jeweiligen Blogs hinaus, führen die Energieblogger einen offenen Online-Dialog natürlich verstärkt über soziale Medien wie Facebook, Google+ oder Twitter. Zentrale Anlaufstelle der Energieblogger ist dabei die jetzt gestartet Webseite energieblogger.net.
Journalistische Leidenschaft für die Energiewende
Aber egal über welches Medium kommuniziert wird, allen Energieblogger ist die Leidenschaft gemein, sich Themengebiete journalistisch zu erschließen, aus dem Blickwinkel des Konsumenten zu hinterfragen und ihre Standpunkte zur Diskussion zu stellen. Dies zeigt erste Erfolge: "Die Energieblogger haben es mittlerweile geschafft eine wahrnehmbare Stimme für den Umbau unseres Energiesystems zu werden", sagt Prof. Claudia Kemfert, die sich ebenfalls für eine ehrliche und bürgerbestimmte Energiewende einsetzt.
Energieblogger aus allen Fachbereichen
Neben Experten und Praktikern aus dem Solarbereich wie Cornelia Daniel, Jürgen Haar, Tina Ternus, Michael Ziegler und Erhard Renz engagieren sich Patrick Jüttemann für Kleinwindkraftanlagen, Ron Kirchner für die Biomassenutzung und Daniel Bönnighausen für das Thema Elektromobilität. Den Schwerpunkt Energieeffizienz behandelt Andreas Kühl und mit hohem Sachverstand berichtet Thorsten Zoerner über den deutschen Strommarkt. Kilian Rüfer, Claudia J. Gasmi, Björn-Lars Kuhn und Robert Doelling berichten über ein breites Spektrum an Energiethemen und führen viele Ansätze zusammen, während Craig Morris internationale Themen in Englisch behandelt. In Ihrer Kommunikation werden die Energieblogger von den Bloggern der SMA Solar Technology AG unterstützt, die mit der Organisation von gemeinsamen Treffen einen wichtigen Grundstein für die heutige Vernetzung der Energieblogger legten.
Themenvielfalt erfordert Medienvielfalt
Die Energieblogger sehen sich heute auch als die "Dafür-Fraktion". Dahinter steht die Überzeugung, dass man Herausforderungen annehmen und vor Allem anpacken muss, um so langfristige und tiefgreifende Strukturänderungen wie die Energiewende auch umzusetzen. Dabei haben die Energieblogger natürlich kein Patentrezept und berichten daher über alle Wege, die die Energiewende voranbringen kann. Das Aufzeigen dieser vielfältigen Lösungswege soll aber auch ein Gegengewicht zu den in den großen Medien immer wieder aufflackernden Pauschalkritiken darstellen, die außer Verunsicherung keinerlei sinnvollen Beitrag für die Energiewende leisten. Wer sich für die Vielfältigkeit der Energiewende interessiert, ist daher herzlich eingeladen, neben der Webseite auch die News der Energieblogger per RSS-Feed oder über Google Currents mitzuverfolgen.
Informationen bereichern Diskussion
Die Energieblogger bringen jedoch noch mehr in die Energiewende-Diskussion ein. Mit Infografiken über digitale Werkzeuge wie den Strommix Navigator, die interaktive Kraftwerkskarte, eine Stellenbörse, Expertensuche, Media-Monitoring bis hin zu Veranstaltungen und verlegten Büchern ist ein umfangreiches Repertoire zum Thema Erneuerbare Energien und Energieeffizienz entstanden. Verlage, Unternehmen und Organisationen nutzen die Energieblogs bereits intensiv für ihre Hintergrundrecherche. Der Vorteil der Energieblogger: Sie sind unabhängig, nah an den aktuellen Themen und treten in Dialog mit ihren Lesern. Das macht sie zu glaubwürdigen und einflussreichen Experten mit einer z. T. beachtlichen Reichweite. Und speziell zur Bundestagswahl 2013 planen die Energieblogger weitere gemeinsame Aktionen, Infografiken und politische Banner.