Letzte Aktualisierung: 29.07.2013

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Enorme Energieeinsparungen durch Wärmerückgewinnung in Nicht-Wohngebäuden möglich

Was bringt Wärmerückgewinnung? Eine Studie der Hochschule Trier weist nun nach, dass sich gerade in Nicht-Wohngebäuden wie Hotels oder Bürokomplexen nicht nur Energie einsparen lässt, sondern Wärmerückgewinnung auch besonders wirtschaftlich eingesetzt werden kann.

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Enorme Energieeinsparungen durch Wärmerückgewinnung in Nicht-Wohngebäuden möglich (Foto: energie-experten.org)

Enorme Energieeinsparungen durch Wärmerückgewinnung in Nicht-Wohngebäuden möglich (Foto: energie-experten.org)

Der Einsatz der Wärmerückgewinnung trägt entscheidend zur Erhöhung der Gebäudeenergieeffizienz in Deutschland und Europa bei. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier im Auftrag des Fachverbandes Gebäude-Klima e. V. (FGK). Die Forscher zeigen auf, dass gerade in Nicht-Wohngebäuden wie Hotels oder Bürokomplexen nicht nur ein wesentlich größeres Energieeinsparpotential genutzt, sondern aufgrund der spezifischen Anlagengrößen auch besonders wirtschaftlich gehoben werden kann.

Lüftungswärmeverluste bei fast 40 %

Grundsätzlich wird die Wärmerückgewinnung sowohl in Wohngebäuden, als auch in Nicht-Wohngebäuden eingesetzt. Die kontrollierte Wohnraumlüftung in Wohn- und Nicht-Wohngebäuden mit Wärmerückgewinnung kann gegenüber der natürlichen Lüftung einen erheblichen Betrag an thermischer Energie einsparen, da die Lüftungswärmeverluste rund 35 bis 38 % der gesamten Wärmeverluste der Gebäude ausmachen. Obwohl die Anzahl der Wohngebäude mit ca. 18,2 Millionen Einheiten in Deutschland die der Nicht-Wohngebäude mit ca. 1,7 Millionen Einheiten deutlich übertrifft, entfallen auf Letztere aufgrund des größeren Raumvolumens rund 2/3 des Energiebedarfs des gesamten Gebäudebestands.

EU-weit 100 Millionen Tonnen CO2-Einsparung möglich

So beträgt der Anteil an der insgesamt zurückgewonnenen Wärme in Deutschland hier rund 93,3 % (2.301.568 MWh/a), während es im Wohnbereich nur 6,7 % sind (165.429 MWh/a). Diese Ergebnisse der "Studie zum Beitrag und zum Anteil der Wärmerückgewinnung aus zentralen Raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen) in Nicht-Wohngebäuden" decken sich mit einem Arbeitspapier der EU-Kommission, wonach in der EU durch die Nutzung der Wärmerückgewinnung in Nicht-Wohngebäuden pro Jahr umgerechnet rund 100 Millionen Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr eingespart werden. Durch eine verstärkte Nutzung der Wärmerückgewinnung könnten bis 2025 weitere 50 Millionen Tonnen gegenüber 2010 eingespart werden, heißt es in dem Papier.

Wärmerückgewinnung minimiert Primärenergiebedarf

Der Begriff Wärmerückgewinnung beschreibt Verfahren der Wärmeübertragung zur Wiedernutzbarmachung von thermischer Energie in einem Prozess mit mindestens zwei Massenströmen, die unterschiedliche Temperaturniveaus besitzen. Ziel der Wärmerückgewinnung ist die Minimierung des Primärenergiebedarfs, der zur Temperierung von Außenluft auf eine gewünschte Zulufttemperatur benötigt wird. Wärmerückgewinnung ist damit die Nutzung der Enthalpie eines Fortluft- oder Außenluftstromes (Wärme oder Kälte), bei der die zurückgewonnene Wärme entweder dem Ursprungsprozess (Lufttemperierung) oder einem anderen Prozess zugeführt wird (mehrfachfunktionale Nutzung).

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