Die Weihnachtszeit ohne festliche Beleuchtung ist für die allermeisten undenkbar. Da Kerzen aber eine erhebliche Brandgefahr bergen, schmückt man heute seinen Tannenbaum, Garten und Haus mit Lichterketten. Das verbraucht ganz schön viel Strom. Wie Sie Strom sparen können ohne auf ein gemütliches Lichterspiel zu verzichten, haben wir uns einmal in unserem Weihnachts-Topthema angeguckt.
Alte Lichterketten sind Stromfresser
Wer kennt das nicht. Wieder einmal steht Weihnachten unerwartet vor der Tür und der Nachbar hat bereits sein Haus mit meterlangen Lichtschläuchen ausgerüstet. Bevor sich viele nun Gedanken über den Stromverbrauch machen, wird schnell in den Keller gegangen und die Lichterketten von den Vorjahren rausgekramt. Doch gerade die alten Lichterketten sind wie die früheren Glühlampen Stromfresser und gehören ausgetauscht. Denn eine alte Lichterkette verbraucht in den Wochen um Weihnachten pro Meter Strom für rund 1,50 Euro.
Lichterketten teurer als Kühlschränke
Eine Lichterkette mit 10 normalen Glühlampen und einer Leistungsaufnahme von 25 Watt pro Glühlampe verbraucht bei einer täglichen Brenndauer von acht Stunden in fünf Wochen 70 Kilowattstunden Strom. Beim derzeitigen Strompreis entspricht dies rund 15 Euro. Diese Strommenge würde z. B. dazu ausreichen, einen sparsamen Kühlschrank mit Vier-Sterne-Gefrierfach ein halbes Jahr zu versorgen. Wird nun das ganze Haus mit alten Lichterketten mit Glühlampen festlich ausgestattet, so drohen teure Weihnachten.
Bei Lichtschläuchen auf die Länge achten
Lichtschläuche mit kleinen Glühlämpchen verbrauchen etwas weniger Strom. Pro Meter Lichtschlauch kann hier mit 12 bis 15 Watt gerechnet werden. Auch bei dieser etwas sparsameren Version sollte man genau hinschauen: Ein Lichtschlauch hat häufig mehrere hundert Glühlämpchen. Bei einer Brenndauer von acht Stunden am Tag zieht der Lichtschlauch in fünf Wochen rund 40 Kilowattstunden Strom. Etwas günstiger im Stromverbrauch sind hingegen Lichterketten mit kleinen Glühlampen. Pro Meter Lichterkette verbrauchen diese nur 2 bis 5 Watt.
LED-Lichterketten und LED-Lichtschläuche
Deutlich sparsamer sind dagegen Lichterketten und Lichtschläuche mit LED (Light Emitting Diodes). Der Stromverbrauch pro Meter liegt hier nur bei etwa 2,5 Watt. Trotz höherer Anschaffungskosten lohnt sich der Umstieg auf LED: Ein 20 Meter langer weißer LED-Lichtschlauch kostet bei einem Strompreis von 21 Cents pro Kilowattstunde in der gesamten Weihnachtszeit nur rund 5 Euro Stromkosten. Zudem halten LED-Lichterketten und LED-Lichtschläuche mit einer durchschnittlichen Lebensdauer von bis zu 20.000 Stunden rund 20-mal länger als normale Glühlampen in herkömmlicher Weihnachtsbeleuchtung.
LED-Licht nicht jedermanns Sache
Die effizienten LED-Lichterketten und LED-Lichtschläuche haben allerdings einen sichtbaren Nachteil: Sie strahlen ihr Licht sehr gebündelt in die Dunkelheit. Wer direkt in das Diodenlicht schaut, empfindet es auch aus einiger Entfernung als gleißend und unangenehm. Licht aus LED ist zwar hell, aber wenig romantisch. Besonders intensiv leuchten farblose Schläuche mit bunten Leuchtdioden. Etwas weniger grell sind eingefärbte Schläuche mit weißen Lämpchen.