So finden Sie die günstigsten Fenster
Letzte Aktualisierung: 20.11.2025
PV-Anlage: Bis zu 37% sparen!
Wir sparen für Sie bis zu 37% - durch unseren Experten-Vergleich!Fenster sind der wunde Punkt vieler Gebäude. Sie sorgen zwar für Licht, Ausblick und solare Wärmegewinne – doch energetisch gehören sie zu den größten Schwachstellen. Besonders in Altbauten entweicht über alte Fenster Einfachverglasungen oder ältere Zweifachfenster ohne moderne Beschichtungen ein erheblicher Teil der Heizwärme.
Rund 40 Prozent der deutschen Bestandsfenster sind laut Datenlage energetisch unzureichend. Ein Fenstertausch wäre die beste Lösung – ist aber teuer, oft baulich anspruchsvoll und für Mieterinnen und Mieter meist gar nicht möglich.
Deshalb rücken seit einiger Zeit Fensterfolien in den Fokus: Sie sollen schnell, kostengünstig und mit wenigen Handgriffen die Energieverluste spürbar reduzieren. Doch können die dünnen Kunststofffolien wirklich halten, was sie versprechen? Neue Auswertungen zeigen: Ja, Folien können sehr viel bewirken – aber nur die richtigen, an der richtigen Stelle.
Wer von „Fensterfolien“ spricht, meint in Wahrheit zwei sehr verschiedene Technologien. Die erste Kategorie sind sogenannte Low-E-Folien, die direkt auf das Fensterglas geklebt werden. Ihre metallische Beschichtung reflektiert Wärmestrahlung zurück in den Raum. Das reduziert die Wärmeabstrahlung des Glases, erhöht das Temperaturgefühl in Fensternähe und senkt tatsächlich die Wärmeverluste – allerdings nur auf den ersten Blick.
Denn die Beschichtung beeinflusst nicht nur die Abstrahlung, sondern auch den Durchlass von Sonnenenergie. Gerade im Winter macht die solare Einstrahlung an Süd- und Westfenstern einen relevanten Anteil der Heizenergie aus. Wird diese durch die Folie stark reduziert, kann die Bilanz kippen.
Studien wie das Paper „Energie sparen mit Fensterfolien“ von Mitgliedern der „Scientists for Future” – verfasst 2023 - zeigen, dass Low-E-Folien bei besonnten Fenstern nicht selten weniger Energie sparen als sie an solaren Gewinnen verhindern. In einigen Fällen kann der Heizbedarf sogar steigen.
Ganz anders verhält es sich bei der zweiten Technologie: rahmenmontierten Folien, die mit etwas Abstand über die gesamte Fensteröffnung gespannt werden. Zwischen Glas und Folie entsteht ein schmaler, ruhender Luftspalt – ein Prinzip, das physikalisch dem Aufbau einer zusätzlichen Glasscheibe ähnelt. Dieser zusätzliche Dämmraum reduziert die Wärmeverluste deutlich stärker als die Beschichtung einer Low-E-Folie.
Besonders wirksam sind hierbei transparente Folien aus Polycarbonat. Sie sind optisch klar, mechanisch stabil, langlebig und blockieren Wärmestrahlung deutlich besser als die bekannten, sehr dünnen PE-Folien aus DIY-Sets.
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Konfiguriere jetzt online Deine eigene Solar-Anlage + erhalte in wenigen Minuten die besten Experten-Angebote aus Deiner Region!Das Passivhaus-Institut Darmstadt hat detaillierte Berechnungen für Kunststoffe mit unterschiedlichen Strahlungseigenschaften zum Einsatz als Fensterfolie mit Luftspalt auf Verglasungen unterschiedlicher Dämmgüte durchgeführt. Die möglichen Einsparungen hängen stark sowohl vom noch vorhandenen Fenster als auch vom Typ der verwendeten Folie ab.
| Bestehende Verglasung | U-Wert | PVC-Folie | PE-Folie | PET/Alu-Folie |
|---|---|---|---|---|
| Neue 2-Scheiben-Wärmeschutzverglasung | 1,1 W/(m2K) | 11% | 0,20% | 30% |
| 2-Scheiben-Wärmeschutzverglasung vor 2005 | 1,6 W/(m2K) | 16% | 2% | 38% |
| alte 2-Scheiben-Isolierverglasung | 2,7 W/(m2K) | 25% | 6% | 51% |
| uralte Einscheibenverglasung | 5,8 W/(m2K) | 45% | 19% | 70% |
Auch die Zahlen der Scientists for Future sprechen eine deutliche Sprache. Schon bei einfachen Altbauverglasungen kann eine Low-E-Folie den Wärmedurchgang um etwa ein Viertel senken. Eine rahmenmontierte Luftspaltfolie dagegen halbiert den Wärmeverlust – und erreicht damit eine Qualität, die in etwa der früher Wärmeschutzverglasung entspricht.
Auch bei älteren Zweifachverglasungen sind die Effekte klar erkennbar: Low-E-Folien bringen nur moderate Verbesserungen, während Folien mit Luftspalt den U-Wert um rund ein Drittel reduzieren.
| 1-fach Verglasung | 2-fach Verglasung | |
|---|---|---|
| mit low-e Folie aufgeklebt | 26% | 14% |
| mit Folie als Luftspalt | 50% | 32% |
| low-e und Luftspalt zusammen | 62% | 46% |
Umgelegt auf den Energieverbrauch bedeutet das: Ohne Berücksichtigung von solarer Einstrahlung (gilt z.B. für Nordfenster) lassen sich pro Quadratmeter Fensterfläche bei Einfachverglasung zwischen 100 und 300 Kilowattstunden Heizenergie pro Jahr sparen. Bei Doppelverglasung sind es immerhin noch 30 bis 100 Kilowattstunden pro Quadratmeter Glasfläche.
Bei Zweifach-Verglasung alter Bauart und nach Norden ausgerichteten Fenstern lassen sich laut S4F-Berechnungen durch den Einsatz einer einfachen Fensterfolie (mit Luftspalt zum Glas) ca. 80 kWh Wärmeverlust im Jahr pro Quadratmeter Fensterfläche einsparen.
| 1-fach Verglasung | 2-fach Verglasung | |
|---|---|---|
| mit low-e Folie aufgeklebt | 20 Euro pro Jahr und m2 Glasfläche | 7 Euro pro Jahr und m2 Glasfläche |
| mit Folie als Luftspalt | 39 Euro pro Jahr und m2 Glasfläche | 12 Euro pro Jahr und m2 Glasfläche |
| low-e und Luftspalt zusammen | 48 Euro pro Jahr und m2 Glasfläche | 16 Euro pro Jahr und m2 Glasfläche |
Tipp: Um ihr individuelles Einsparpotenzial zu berechnen, gibt es verschiedene Online-Rechner wie den Energiesparrechner für Isolier- und Kälteschutzfolien von Velken.
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Unsere Experten erstellen Dir in wenigen Minuten ein Wärmepumpen-Angebot nach Deinen Wünschen. Digital & kostenlos.Low-E-Folien reduzieren Sonnenlicht und damit auch den wertvollen Wärmeeintrag durch die Wintersonne. Was im Sommer als Hitzeschutz willkommen sein mag, wirkt im Winter als unerwünschte Barriere.
Besonders die low-e-Folien verringern die Transmission der Sonneneinstrahlung des Fensters (Energiedurchlassgrad bzw. g-Wert) und somit die solaren Gewinne. Von der Einsparung an Heizenergie durch die bessere Wärmeisolation der Folie müssen die verminderten solaren Erträge daher in der Jahresbilanz abgezogen werden.
Die S4F-Wissenschaftler*innen kommen deshalb zu einer differenzierten Empfehlung: Low-E-Folien eignen sich vor allem für schattige Nordfenster oder für Einfachverglasungen in Ost- und Westlage, wo die solaren Gewinne gering oder zeitlich begrenzt sind.
Rahmenmontierte Folien hingegen lassen den größten Teil der Sonnenwärme passieren. Dadurch bleiben die solaren Gewinne weitgehend erhalten und die Gesamtbilanz fällt fast immer positiv aus – unabhängig von Ausrichtung oder Verglasung.
Spezielle Isolier- bzw. Thermofolien sind kein Ersatz für moderne Wärmeschutzfenster, aber sie können deren Wirkung erstaunlich gut nachahmen. Wer kurzfristig und kostengünstig Energie sparen möchte, findet in Isolierfolien durchaus ein wirksames Instrument.
Die bestmögliche Wirkung erzielen Folien, die einen Luftspalt bilden. Sie sind baulich unkompliziert, für Mieterinnen und Mieter geeignet und amortisieren sich oft bereits innerhalb einer Heizperiode.
Low-E-Folien sollten dagegen mit Sachverstand eingesetzt werden. Sie können sinnvoll sein – aber eben nur dort, wo sie die Sonnenwärme nicht blockieren.
Vor allem Folien, die einen Luftspalt erzeugen, sind ernstzunehmende Effizienzwerkzeuge für den Gebäudebestand. Sie holen viel Einsparpotenzial aus alten Fenstern heraus und sind damit gerade in der aktuellen Energiepreissituation eine leicht umsetzbare Maßnahme.
Der wichtigste Rat lautet daher: Nicht jede Folie spart Energie – aber die richtigen Folien können sehr viel bewirken!