Die Bloom Energy Corporation aus dem Silicon Valley Kaliforniens hat mit dem Bloom Energy Server eine Festoxidbrennstoffzelle (engl. solid oxide fuel cell) - kurz: SOFC) zur Marktreife entwickelt, mit der sich dezentral und unabhängig Strom erzeugen lassen. Im Gegensatz zu herkömmlichen wasserstoffbasierten Brennstoffzellen lässt sich der Energy Server auch mit anderen Brennstoffen betreiben und ist kostengünstiger herzustellen.
Ein wesentlicher Grundstoff der Brennstoffzelle ist Sand. Dieser Sand wird zu einer dünnen Keramikscheibe verbacken und auf beiden Seiten mit zwei speziellen Stoffen beschichtet. Eine einzelne dieser dünnen Zellen liefert etwa 25 Watt. Diese Flachzellen werden als hohe Stapel rund um eine zentrale Achse angeordnet. Ein kleiner Stapel reiche dann aus, um einen durchschnittlichen Haushalt mit Strom zu versorgen.
Der Bloom Energy Server ist als etwa zehn Tonnen schweres und über zwei Meter großes Aggregat mit einer Leistung von 100 Kilowatt erhältlich. Einige Energy Server sollen bereits im Einsatz bei namhaften Kunden wie Google, eBay, Walmart und Staples sein. Die Festoxidbrennstoffzelle soll die Rechenzentrumsinfrastruktur dieser Unternehmen mit Strom versorgen.
Eine Festoxidbrennstoffzelle ist eine Hochtemperatur-Brennstoffzelle, die bei einer technisch anspruchsvollen Betriebstemperatur von 500 °C bis 1000 °C betrieben wird. Durch die hohe Einsatztemperatur können auch unedlere, kostengünstigere Materialien benutzt werden. Der Elektrolyt und die Kathode bestehen aus einem keramischen Werkstoff, die Anode aus Nickel. Zudem können auch weitere Brennstoffe zum Einsatz kommen. Das Potential dieses Brennstoffzellen-Typs liegt damit in der Möglichkeit kostengünstige Brennstoffzellen herzustellen und diese dann in eine schon vorhandene Infrastruktur zu integrieren.