Mecklenburg-Vorpommern nimmt einen Spitzenplatz bei der Nutzung der Windenergie ein. "Die Exportquote der Anlagenhersteller in Mecklenburg-Vorpommern beträgt 70 Prozent, die Branche investiert und wächst so dynamisch wie kein anderer Industriezweig", sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel am vergangenen Donnerstag beim parlamentarischen Abend in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommerns in Berlin.
Waren vor zwei Jahren etwa 40 Unternehmen mit ca. 2.000 Beschäftigten in der Windenergiebranche tätig, so hat sich ihre Anzahl um 1.800 auf gegenwärtig 3.800 Beschäftigte erhöht. "Die fortgeschrittene Windkraftnutzung wird in Zukunft noch verstärkt durch die Ausweisung neuer und Erweiterung vorhandener Windeignungsgebiete, Repowering-Maßnahmen und Offshorenutzung", sagte Seidel. "Mit der Erschließung der Offshore-Windenergie erfährt die Branche große Wachstumsimpulse." Das wirtschaftliche Potential ist beträchtlich, pro Offshore-Windpark werden bis zu einer Milliarde Euro investiert, hinzu kommen erhebliche Investitionen in die Netze und Leitungsstrukturen. Auch der Bereich Service und Wartung von Offshore-Windparks bietet großes Potential.
Zurückzuführen ist das Wachstum auch auf Investitionen bei den für die Branche relevanten Unternehmen. So investiert Nordex in die Erweiterung und Modernisierung seiner Rostocker Rotorblattproduktion. Bereits heute sind in Rostock rund 900 Arbeitnehmer beschäftigt, weitere 300 sollen folgen. Bis 2020 sollen in Deutschland 25 bis 30 Prozent der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Windenergie war 2008 der wichtigste einheimische Energieträger im Strombereich mit einem Anteil von 31 Prozent an der gesamten Stromerzeugung und 67 Prozent an der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Land.
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern