Am Montag ist die Biogasanlage zwischen Schwenzin und Jabel bei Waren Müritz feierlich in Betrieb genommen worden. Die Biogasanlage der Bioenergie Waren GmbH wird mit einer elektrischen Leistung von 499 kW gefahren. Inputstoffe sind nachwachsende Rohstoffe (Mais, Gras, Roggen) sowie Gülle und Putenmist von der Putenmasthof Cölpin GmbH. Die Gärreste werden als hochwertiger Dünger verwendet. Die anfallende Wärmeenergie wird zur Eigenversorgung der Fermenter und zur Beheizung der Putenmastställe verwendet.
"Dieses Projekt ist ein Beitrag zum Klimaschutz, das Anlagenkonzept ist ein geschlossener regionaler Kreislauf. Anlagen mit hohem Wirkungsgrad und optimaler Energieeffizienz sind gefragt", sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus am Montag vor Ort. Für die Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage und die Nahwärmeleitung hat Minister Seidel einen Zuwendungsbescheid übergeben. Die Gesamtinvestition für diese Anlagenteile beträgt rund 700.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Klimaschutz-Richtlinie mit 157.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE).
Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien soll in Mecklenburg-Vorpommern bis 2020 verfünffacht werden. Insbesondere durch den weiteren Ausbau der Windenergie, künftig vor allem Offshore, und den Ausbau der Bioenergie sollen die erneuerbaren Energien gestärkt werden", sagte Seidel. Die energiepolitische Programmatik des Landes mit der Gesamtstrategie Energieland 2020 und dem Aktionsplan Klimaschutz werde bundesweit als führend bewertet.
Seidel plädiert langfristig für eine neue Qualität beim Ausbau der erneuerbaren Energien. "Investitionen und Wertschöpfung aus der Region und Arbeitsplätze und Erlöse für die Region. Das können beispielsweise auch Bürgerwindparks oder Bürgersolaranlagen sein", so Seidel weiter. "Auch die Ziele, die wir uns für die Nutzung erneuerbarer Energien gesetzt haben, werden positiv gesehen", sagte Seidel. "Sie sind ambitioniert, aber auch realistisch." Gegenüber 2005 soll bis 2020 allein in Mecklenburg-Vorpommern die Stromerzeugung aus Windkraft von 1.774 Gigawattstunden (GWh) auf über 10.000 GWh gesteigert werden.
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern