Letzte Aktualisierung: 14.09.2022

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Moderner Solarzaun: Die ertragsstarke Lösung für Grundstücke

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Sie wollen einen Sichtschutz, eine Weide für Tiere eingrenzen, einen Lärmschutz und Windabweiser, der gleichzeitig sauberen Strom erzeugt? Ein Solarzaun erfüllt alle Kriterien und erweitert die Möglichkeit, eigenen Solarstrom zu generieren. Mit einem ungeeigneten oder einem bereits belegten Dach ermöglicht die senkrechte Aufstellung von Solarmodulen zusätzliche PV-Potentiale. Integriert in einem Zaun-Gestell erzeugen auch senkrecht ausgerichtete Solarmodule mit einem Neigungswinkel von 90 Grad günstigen Solarstrom. Mit einem Solarzaun erzielen Sie besonders hohe Eigenverbrauchsanteile.

Der Solarzaun hält die Tiere auf der Weide und grenzt gleichzeitig das Grundstück ab. Der Solarzaun besteht aus bifacialen Doppelglas Solarmodulen. Die Ost-West Ausrichtung der Solarzellen liefert besonders vormittags und nachmittags günstigen Solarstrom. (Foto: energie-experten.org)

Der Solarzaun hält die Tiere auf der Weide und grenzt gleichzeitig das Grundstück ab. Der Solarzaun besteht aus bifacialen Doppelglas Solarmodulen. Die Ost-West Ausrichtung der Solarzellen liefert besonders vormittags und nachmittags günstigen Solarstrom. (Foto: energie-experten.org)

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Die Vorteile im Überblick: Alles in Einem

Mit einem Solarzaun erfüllen Sie gleich mehrere Bedürfnisse. Ebenso wie ein herkömmlicher Zaun dient der Solarzaun der Einfriedung eines Grundstücks, oder der Abgrenzung von Weideflächen zur Haltung von Tieren. Mit einer entsprechenden Höhe fungiert der Solarzaun als Windabweiser, Lärmschutz und Sichtschutz. Anders als eine Hecke ist ein Solarzaun witterungsbeständig, pflegeleicht und unmittelbar auf gewünschter Höhe.

Während all diese Kriterien erfüllt werden, produziert der Solarzaun gleichzeitig günstigen Strom. Im Vergleich zur herkömmlichen Photovoltaikanlage auf dem Dach spielen Wind- und Schneelasten kaum eine Rolle. Auch die Verschmutzung der Solarmodule tritt durch das starke Gefälle und spezielle Glasbeschichtungen kaum auf.

Durch die vertikale Aufstellung der Solarmodule entsteht weniger Überproduktion während der Mittagsstunden. Die Stromerzeugung ist im Solarzaun wesentlich konstanter, weshalb der Eigenverbrauchsanteil aus einem Solarzaun, im Vergleich zur Dachanlage, tendenziell höher ist. Ein hoher Eigenverbrauchsanteil lohnt sich besonders bei den aktuellen Strompreisen von über 50 ct/kWh.

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Auf die richtige Wahl beim Kauf kommt es an

Damit die maximale Solarstromerzeugung an einem Solarzaun realisiert werden kann, bietet sich der Einsatz von bifacialen Doppelglas-Solarzellen an. Eine bifaciale Solarzelle erzeugt unter Solareinstrahlung beider Seiten Strom – optimal für Zäune mit Ost-West-Ausrichtung. Konventionelle bifaciale Solarmodule mit reflektierender Rückseitenfolie bieten sich auch für die Süd-Ausrichtung eines Solarzauns an. So findet auch reflektierende Solarstrahlung in die Solarzelle.

Solarzäune werden in unterschiedlichen Größen angeboten. Je höher der Zaun, desto größer die produzierende Solarfläche. Der Zaunabschnitt zwischen den Gestellen (Pfählen) besteht entweder aus einem großen Solarmodul oder setzt sich aus mehreren kleinen Solarmodulen zusammen.

Beide Variationen sind am Markt erhältlich. Ein Modul erreicht als Zaunelement eine Höhe zwischen 1,20 Metern und 1,60 Metern. Mit zwei Modulreihen kann eine Höhe von über 2,30 Metern realisiert werden.

Ebenso wie die Höhe können weitere Wünsche berücksichtigt werden. Die meisten Unternehmen ermöglichen über ein Baukastensystem die individuelle Konfiguration des Solarzauns. So kann bspw. zwischen betonierten Stützen, Rammfundamentierung oder Aufmauermontage gewählt werden. Auch eine Zaun-Beleuchtung kann ergänzt werden.

Die anbietenden Unternehmen liefern nicht nur die Bauteile für den Solarzaun. Achten Sie bei der Auswahl auf ein umfassendes Leistungspaket, sofern gewünscht. Der Kauf beinhaltet meist:

  • eine individuelle Beratung
  • Auskunft und Hilfestellung bei Förderungen
  • Lieferung aller notwendigen Bauteile
  • Herstellung von Fundamenten bzw. eines Rammfundaments
  • Montage des Solarzauns
  • Anschluss der Elektronik und Inbetriebnahme

Anbieter von Solarzäunen

Es folgt eine alphabetische Auflistung einiger Anbieter von Solarzäunen, wobei kein Anspruch auf Vollständigkeit besteht:

  • Alpha-Solar
  • Maxxsolar
  • Next2Sun
  • SolarConsult
  • Solarzaun Premium
  • Vetter Erneuerbare Energie
  • Zaunteam
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Der Solarzaun trägt die Kosten

Die Kosten für einen Solarzaun variieren je nach Ausführungsvariante und sonstigen Leistungen des anbietenden Unternehmens. Bei der Konfiguration kann häufig zwischen Standard- und Premium-Ausführungen gewählt werden. Der Preis eines Solarzauns wird nach laufenden Metern (lfm.) angegeben. Ein Richtwert liegt bei rund 600 Euro plus Mehrwertsteuer.

Solarzaun Premium bietet einen Solarzaun mit monofacialen Solarmodulen für 890,00 Euro inkl. Mehrwertsteuer pro Meter an (ab einer Mindestbestellmengen von 7 lfm.). Ein Solarzaun mit bifacialen Solarmodulen kostet 969,00 Euro pro Meter.

Laut Next2Sun amortisiert sich ein Solarzaun bereits ab einer Mindestlänge von 10 lfm. Next2Sun schätzt für einen Solarzaun mit 25 lfm. und 2 Eckelementen Kosten in Höhe von 6.493,00 Euro. Die Kosten beinhalten jedoch nicht Montage, Elektromaterial und Arbeitszeit. Der Zaun soll bei Ost-West-Ausrichtung und durchschnittlicher Sonneneinstrahlung in Mitteldeutschland rund 4.400 kWh pro Jahr erzeugen, genug für einen 3 bis 4 Personen Haushalt.

Solarzaun sogar mit Förderung

Ein Solarzaun gilt als Freiflächenanlage. Somit kann ein zinsgünstiger Kredit über die KfW beantragt werden (Kredit Erneuerbare Energien-Standard 270). Ein Blick in die Förderprogramme der Stadt oder Kommune vor Ort lohnt sich. Häufig werden Solaranlagen mit Batteriespeicher zusätzlich gefördert. Eine Förderung muss meist im Vorfeld beantragt werden.

Mit dem EEG 2023 verbessern sich die Förderbedingungen für Solaranlagen. Haus-Besitzer:innen mit Garten, Garage oder Carport freuen sich. Eignet sich das eigene Haus nicht für eine Anlage, gibt es ab 2023 erstmals eine kWh-Vergütung („Einspeisevergütung“) für Solaranlagen, die nicht auf, am oder im Haus installiert werden. Darunter fallen auch Solarzäune.

Mit dem § 48 "Solare Strahlungsenergie" EEG 2023 wurde in (1) 1a ein Vergütungsmöglichkeit für genau diese PV-Anlagen geschaffen. Bedingung dafür ist der Nachweis, dass sich Ihr Hausdach nicht für eine Solar-Installation eignet. Wie genau dieser Passus nun zu deuten ist, soll laut verbraucherzentrale.de noch in einer Verordnung näher festgelegt werden. Trotzdem, so betont die Verbraucherzentrale, sollte immer geprüft werden, ob für eine freistehende Solaranlage im Garten oder auf einem Carport eine Baugenehmigung der Gemeinde notwendig sei!

Wichtig: Der Gesetzgeber muss noch eine Verordnung für die "Garten-PV"erstellen, das hat er selbst ins EEG 2023 hineingeschrieben. Denn bislang fehlen noch Details, wann denn genau das Dach eines Wohnhauses nicht für Solartechnik geeignet ist, denn nur in diesem Fall ist eine Förderung einer Solaranlage, die quasi ersatzweise in den Garten gestellt wird, möglich. Wer eine Garten-PV umsetzen möchte, muss nicht nur genau die Bedingungen des EEG 2023 dazu erfüllen, sondern für diese Module auch eine baurechtliche Genehmigung einholen, was in vielen Fällen ein aufwändiges und gegebenenfalls teures Unterfangen werden könnte.

Genehmigung notwendig? Das Bauamt informiert!

Anders als bei Dach- oder Gebäudeanlagen benötigen Freiflächenanlagen fast immer eine Baugenehmigung. Ob im Einzelfall eine Genehmigung für den eigenen Solarzaun erforderlich ist, erfragen Sie beim zuständigen Bauamt. Als freie PV-Anlage liegt ein Solarzaun häufig an Verkehrswegen oder benachbarten Grundstücken. Ein Solarzaun wird über einen Wechselrichter an das Netz angeschlossen. Deshalb ist auch hier die übliche Anmeldung einer PV-Anlage erforderlich.

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