Das nordrhein-westfälische Umweltministerium hat nun die Städte Eschweiler, Leverkusen und Hemer für ihr besonderes Engagement auf dem Gebiet der nachhaltigen Entwicklung neuer Gewerbegebiete mit dem "Eco Industrial Park"-Label ausgezeichnet. "Die drei Städte sind ein gutes Beispiel dafür, dass Umweltschutz sowie das Sichern und Schaffen von Arbeitsplätzen zusammenpassen. Zudem wird gezeigt, die neue Nutzung von alten Industrieflächen ist möglich. Es müssen nicht immer neue Flächen in Anspruch genommen werden. Mit der Auszeichnung möchten wir auch die Nachhaltigkeitsdiskussion in die Kommunen bringen und ein Bewusstsein für den Erhalt von Freiflächen schaffen", so Umweltminister Eckhard Uhlenberg in der Laudatio.
Die Stadt Eschweiler plant gemeinsam mit konzeptioneller Unterstützung der RWTH Aachen auf einer ehemals militärisch genutzten Fläche das sogenannte "Camp CO2-Zero" zu errichten. Die alten Kasernengebäude sollen zu einem Gewerbepark umgebaut werden, der schwerpunktmäßig die Entwicklung regenerativer Energien betreibt. Zudem sollen bislang versiegelte Flächen entsiegelt und für die Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden.
In der Stadt Leverkusen wird auf dem Gelände der "Neuen Bahnstadt Opladen" der alte Gebäudebestand für eine neue und innovative Nutzung saniert. So entsteht zum Beispiel in einer alten Werkhalle aus dem Jahr 1904 ein ökologischer Handwerkerhof. Bauherren, die ein Haus ganz unter den Gesichtspunkt der ökologischen Bauweise stellen wollen, werden hier von den verschiedenen Baubranchen kompakt an einem Ort beraten.
Die Stadt Hemer greift beim Gewerbegebiet "Am Felsenpark" auf den Gebäudebestand einer ehemaligen Kaserne zurück. Wegen der unmittelbaren Nähe zu Schutzgebieten und zur Landesgartenschau wird das Gebiet besonders naturverträglich entwickelt. Geplant ist, die Energiegewinnung durch großflächige Photovoltaikanlagen zu unterstützen.
Quelle: Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen