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Letzte Aktualisierung: 27.08.2025
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Wir sparen für Sie bis zu 37% - durch unseren Experten-Vergleich!Seit 01. Januar 2025 sind alle Stromanbieter ab 100.000 Kunden verpflichtet, mindestens einen dynamischen Stromtarif anzubieten. Durch den neuen §41 EnWG soll sich der Stromverbrauch deutlich stärker und flexibler als bisher an der wetterabhängigen Verfügbarkeit erneuerbarer Energien orientieren und so die Stromnetze entlasten.
Prof. Löffler vom Westfälischen Energieinstitut aus Gelsenkirchen hat nun in der Studie „Dynamische Stromtarife zur Regelung EE-versorgten Stromverbrauchs“ 243 Szenarien simuliert wie sich Stromverbraucher verhalten, wenn sie ausschließlich dynamische Tarife nutzen und wie sich diese Tarife auf den Lastverlauf sowie auf die Kosten an der Strombörse auswirken.
Er kommt u.a. zu dem Schluss, dass die kostenoptimierende Stromverbrauchsanpassung nur mit Hilfe zusätzlicher Kurzzeitspeicher, Batterien, umsetzbar ist. Anderenfalls wären inakzeptable Verwerfungen im Tagesablauf privater und institutioneller Stromverbraucher die Folge.
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Aus systemischer Sicht ließen sich keine wesentlichen Vorteile dynamischer Stromtarife feststellen, sofern diese unter den Stromverbrauchsbedingungen des Jahres 2024 deutschlandweit gewirkt hätten. Dies deckt sich im Wesentlichen mit den heuristischen Befunden der Vorgängerstudie Löffler (2024b).
Da die Befunde dieser Studie auf einem idealen Stromverbraucherverhalten beruhen, sei in der Praxis eher von geringeren Stromkostenersparnissen auszugehen. Der zusätzliche technische und finanzielle Aufwand zur Nutzbarmachung dynamischer Stromtarife im Sinne einer wettergerechten Lastoptimierung erscheint immens.
Da im avisierten Stromversorgungssystem des Jahres 2045 von ungefähr dem doppelten Stromdirektverbrauch wie im Jahr 2024 auszugehen ist (eventuell zuzüglich eines spürbaren Anteils an stark verlustbehafteten Elektrolyseuren), wobei dieser zur Winterszeit durch Wärmepumpen und Elektro-Fahrzeuge noch durch zusätzliche Lastspitzen überhöht wird, ist a priori nicht von einer Verringerung des Aufwands beim Umbau und Betrieb des Stromversorgungssystems durch dynamische Stromtarife auszugehen.
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Prof. Löfflers Fazit: „Die Flexibilisierung des Strommarktes über dynamische Preismechanismen ist grundsätzlich eine Form der Energierationierung, die strukturelle Probleme im Energiesektor sichtbar offenlegt – als alleiniges Instrument sind flexible Tarife kein ‚Game-Changer‘.“ Vielmehr bedürfe es ergänzender technischer Lösungen, um den Paradigmenwechsel wirklich zu ermöglichen.