Letzte Aktualisierung: 26.04.2011

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Niedrigenergiehaus, Sonnenhaus, Passivhaus und Plusenergiehaus unter der Lupe

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Sechs Institute der Austrian Cooperative Research (ACR) analysieren im Rahmen des FFG-Technologieprogramms "Haus der Zukunft plus", welche Bauweise für Häuser in ökologischer und ökonomischer Hinsicht die Beste ist. Seit Februar nehmen die Experten die vier gängigen Öko-Bautypen Niedrigenergiehaus, Sonnenhaus, Passivhaus, Plusenergiehaus jeweils in den vier Baustoffarten Beton, Holz, Holzspanbeton und Ziegel unter die Lupe und schließen so die Wissenslücken hinsichtlich des Energiebedarfs und der Energieeffizienz von Konstruktionsweisen und Baustoffen.

Welche Bau- und Konstruktionsweise ist ökologisch und ökonomisch die "Beste"? Dies will die Austrian Cooperative Research (ACR) im Rahmen des FFG-Programms "Haus der Zukunft plus" herausfinden. (Foto: jutta rotter - aboutpixel)

Welche Bau- und Konstruktionsweise ist ökologisch und ökonomisch die "Beste"? Dies will die Austrian Cooperative Research (ACR) im Rahmen des FFG-Programms "Haus der Zukunft plus" herausfinden. (Foto: jutta rotter - aboutpixel)

Im Rahmen des von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) geförderten Projektes werden vier Bautypen (Niedrigenergiehaus, Sonnenhaus, Passivhaus, Plusenergiehaus) in mehreren Baustoffvarianten (Beton, Holz, Holzspanbeton und Ziegel) ökologisch und ökonomisch analysiert und miteinander verglichen. Damit werden erstmals die relevanten ökologischen und ökonomischen Kennzahlen im Lebenszyklus eines Gebäudes errechnet und evaluiert.

Maßgebliche Unterschiede der einzelnen Gebäudetypen und Konstruktions- sowie Baustoffvarianten werden objektiv erfasst und fließen in eine umfassende Gesamtbewertung über den gesamten Lebenszyklus ein. Neben den Gebäudetypen und Konstruktionsweisen fließen unterschiedliche Baumaterialien, Haustechnik- und Wärmedämmkonzepte als weitere Parameter in die Analysevarianten ein. Die Modellhäuser werden darüber hinaus noch unterschiedlich dimensioniert. Die Ergebnisse sollen im Frühjahr 2013 vorliegen.

Durch die umfangreichen neuen Daten leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung und Verbreitung innovativer Gebäudekonzepte (Plusenergiehaus, Sonnenhaus) und zur Evaluierung unterschiedlicher Bauweisen auf die Gebäudelebensdauer. Erhebliche Wissens- und Datenlücken, u. a. in Hinblick auf den Primärenergiebedarf unterschiedlicher Baumaterialien, Bau- und Haustechnikkonzepte sowie Baustoffe können so geschlossen werden.

Die Ergebnisse können dazu führen, dass sich bestimmte Kombinationen von Gebäudetypen und -techniken als weniger optimal herausstellen als andere. Aufgrund der komplexen methodischen Vorgehensweise sind die zu erwartenden Erkenntnisse in gleicher Weise im Gebäudeneubau und –sanierung verwertbar.

Unter ExpertInnen der Bauwirtschaft und Bauforschung wird vor dem Hintergrund des Klimawandels und steigender Herausforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden bereits seit längerem diskutiert, auf welche Weise sich Öko- und Kostenbilanzen objektivieren und über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes berechnen lassen. Bislang weiß man nicht, welche Bau- und Konstruktionsweise sowohl in ökologischer als auch in ökonomischer Hinsicht die "Beste" ist. Es fehlen vergleichende Analysen und Qualitätsstandards.

Update: Mittlerweile liegt zu Projekt "Haus der Zukunft Plus" der Endbericht "Innovative Gebäudekonzepte im ökologischen und ökonomischen Vergleich über den Lebenszyklus" vor.

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