Letzte Aktualisierung: 03.12.2025

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Pelletpreise 2025: November kratzt an 400-Euro-Marke

Mit Beginn der Heizsaison ziehen die Preise für Holzpellets deutlich an. Laut DEPI kostet eine Tonne bei haushaltstypischer Abnahme von sechs Tonnen im Schnitt rund 392 Euro. Trotz des Anstiegs bleiben Pellets bei den reinen Brennstoffkosten pro Kilowattstunde günstiger als Heizöl und Erdgas.

Mit Beginn der Heizsaison ziehen die Preise für Holzpellets deutlich an. Laut DEPI kostet eine Tonne bei haushaltstypischer Abnahme von sechs Tonnen im Schnitt rund 392 Euro. Damit liegt das Preisniveau so hoch wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr. (Grafik: DEPI)

392 Euro pro Tonne - höchster Stand seit August 2023

Der bundesweite Pelletpreis ist im November erneut gestiegen. Nach Angaben des Deutschen Pelletinstituts (DEPI) kostet eine Tonne Pellets bei einer haushaltstypischen Abnahmemenge von sechs Tonnen im Durchschnitt 392,62 Euro. Das entspricht einem Plus von rund sieben Prozent gegenüber Oktober. Regional liegen die Preise im November zwischen etwa 386 und 397 Euro pro Tonne.

Damit erreicht der DEPI-Preis ein Niveau, das zuletzt im August 2023 in ähnlicher Höhe beobachtet wurde. Nach einer längeren Phase deutlich niedrigerer Werte liegt das aktuelle Preisniveau somit wieder im oberen Bereich der letzten anderthalb Jahre.

Tabelle: Entwicklung des bundesweiten Pelletpreises bei Bestellung von 26 Tonnen (Quelle: DEPI)
2023 2024 2025
Januar 482,75 €/t 309,02 €/t 289,11 €/t
Februar 411,66 €/t 297,84 €/t 348,85 €/t
März 352,95 €/t 280,01 €/t 364,78 €/t
April 330,54 €/t 272,75 €/t 328,24 €/t
Mai 340,47 €/t 264,79 €/t 302,51 €/t
Juni 390,48 €/t 266,58 €/t 288,19 €/t
Juli 406,63 €/t 265,79 €/t 286,71 €/t
August 388,24 €/t 263,13 €/t 295,67 €/t
September 365,36 €/t 257,1 €/t 318,15 €/t
Oktober 354,42 €/t 264,21 €/t 350,56 €/t
November 335,65 €/t 262,18 €/t 374,65 €/t
Dezember 314,25 €/t 270,31 €/t
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Herbstvergleich 2023/2024: damals kein typischer Preisschub

DEPI ordnet den Anstieg vor allem saisonal ein: Mit sinkenden Temperaturen steigt die Nachfrage, weil viele Haushalte jetzt nachbestellen. Dieser Effekt sorgt traditionell in den Wintermonaten für Auftrieb bei den Preisen.

Auffällig ist jedoch der Blick zurück: In den Herbstmonaten 2023 und 2024 zeigte sich kein typischer, durchgängiger Preissprung von September bis Dezember – 2023 gingen die Preise in dieser Phase sogar kontinuierlich zurück. Der diesjährige Anstieg fällt damit in diesem Zeitfenster deutlich stärker aus als in den beiden Vorjahren.

Pellets bleiben bei den Brennstoffkosten pro kWh vorn

Trotz des Preisschubs bleiben Pellets im laufenden Betrieb konkurrenzfähig. Laut DEPI liegen die reinen Brennstoffkosten aktuell bei 7,85 ct/kWh. Zum Vergleich: Heizöl kostet 9,48 ct/kWh, Erdgas 10,70 ct/kWh. Pellets sind damit pro Kilowattstunde weiterhin der günstigste der drei Brennstoffe.

Wichtig ist dabei: Diese Werte beziehen sich ausschließlich auf die Brennstoffpreise – also nicht auf Anschaffung, Wartung oder weitere Systemkosten.

Welche Zusatzfaktoren treiben den Preis?

Neben der Nachfrage stellt sich die Frage, welche weiteren Einflüsse das Preisniveau aktuell hochhalten. DEPI verweist in seinen Marktinformationen regelmäßig darauf, dass auch Produktions- und Logistikkosten mitwirken.

In der Praxis können dazu gestiegene Energie- und Betriebskosten in der Herstellung, höhere Transport- und Lieferkosten sowie ein knapperes Rohstoffangebot aus der Holzverarbeitung gehören. Ob und wie stark diese Faktoren derzeit zusätzlich wirken, wird sich in den kommenden Wochen genauer zeigen.

Ob sich der Preisdruck im Winter verschärft, hängt vor allem davon ab, wie sich Nachfrage, Lieferketten und Rohstofflage entwickeln. Ein kalter Winter mit anhaltend hoher Bestellmenge, steigende Transportkosten oder eine geringere Verfügbarkeit von Sägenebenprodukten könnten die Preise weiter stützen.

Eine Entspannung ist typischerweise erst außerhalb der Heizperiode zu erwarten – sofern keine neuen Belastungen auf der Angebots- oder Kostenseite hinzukommen.

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Fairer Gesamtvergleich: Pelletheizungen sind teurer in der Anschaffung

Für einen fairen Kostenvergleich sollten Verbraucherinnen und Verbraucher neben dem Brennstoffpreis auch die Systemkosten betrachten. Pelletheizungen sind in der Regel deutlich teurer in der Anschaffung als Öl- oder Gasheizungen – unter anderem wegen Lagerraum, Fördertechnik und höherem Installationsaufwand.

Wer über einen Wechsel nachdenkt, sollte daher Investitionskosten, die aktuelle Pelletheizung-Förderung, Platzbedarf und den erwarteten langfristigen Brennstoffpreis gemeinsam bewerten.

Verbrauchertipp: früh bestellen, regional vergleichen

Kurzfristig gilt: Preise regional vergleichen und rechtzeitig ordern. Wer die Möglichkeit hat, sollte das Pelletlager künftig stärker in den warmen Monaten auffüllen – dann ist die Nachfrage niedriger und saisonale Aufschläge fallen meist geringer aus.

Sie haben eine Frage zu diesem Artikel? Wir sollten auch Ihre News bei uns veröffentlichen? Schreiben Sie uns unkompliziert eine Email an unsere Redaktion unter info[at]energie-experten.org

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