Das Land Sachsen-Anhalt will die Sanierung historischer Gebäude und Stadtkerne in den nächsten Jahren fortführen. Nach Ansicht von Bauminister Thomas Webel sollen Aspekte der Energieeffizienz dabei eine zentrale Rolle spielen. Gefragt seien innovative Konzepte, die die historische Bausubstanz erhalten und sich mit einer wirkungsvollen Energienutzung verbinden lassen.
Nach Ansicht von Webel sollten sich Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz nicht nur auf die Gebäude konzentrieren. Die Gestaltung der einzelnen Quartiere müsse komplex betrachtet und dabei in eine Gesamtstrategie der Stadt integriert sein. Dazu gehöre auch, die Auswirkungen des demografischen Wandels im Blick zu behalten. Eine verbesserte Energieeffizienz ermögliche für den historischen Gebäudebestand neue Nutzungsformen. Als Beispiele nannte Webel das Mehrgenerationen-Wohnen, die Bildung privater Bauträgerschaften sowie die Verbindung von Wohnen und Gewerbe.
In Sachsen-Anhalt sind seit 1991 rund 2,2 Milliarden Euro über die verschiedenen Städtebau-Förderprogramme ausgereicht worden. Die klassische Stadtsanierung hat daran einen Anteil von rund 960 Millionen Euro. In den städtebaulichen Denkmalschutz wurden rund 630 Millionen Euro investiert. Gegenwärtig werden 35 Kommunen des Landes im Rahmen des Programms "Städtebaulicher Denkmalschutz, Sicherung und Erhaltung historischer Stadtkerne" gefördert.