Die in Deutschland ansässigen Solarunternehmen haben laut dem Bundesverband Solarwirtschaft im Jahr 2010 einen Rekordumsatz von 20 Milliarden Euro erzielt. "Weltweit hat sich die installierte Leistung von Solarstrom im Jahr 2010 auf 17 GW mehr als verdoppelt. In Deutschland wird Solarstrom zunehmend zu einer relevanten Größe im Energiemix: Nach 1,1 Prozent am Bruttostromverbrauch im Jahr 2009 wuchs der Solarstrom-Anteil auf rund zwei Prozent im Jahr 2010. Für 2011 erwartet der Bundesverband Solarwirtschaft einen Anstieg auf rund drei Prozent. Bis 2020 können wir einen Solarstrom-Anteil von 10 Prozent erreichen, ohne dass dadurch nennenswerte Zusatzkosten für den Verbraucher entstehen", erklärte Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar.
Im Jahr 2010 wurden besonders viele neue Solaranlagen in Deutschland installiert, Solaranlagen mit einer Leistung von insgesamt 7,4 Gigawattpeak. Der außergewöhnliche Zubau führte zu einer Sonderkonjunktur. Auch die Produktionsumsätze von in Deutschland produzierenden Solarunternehmen legte deutlich zu: Sie erzielten 2010 einen Umsatz von fast 16 Milliarden Euro, über die Hälfte wurde durch Exporte erzielt. Hinzu kommen 4,2 Milliarden Euro Wertschöpfung im Bereich Handwerk.
Vor dem Hintergrund der erfreulichen Geschäftszahlen betrachtet der BSW-Solar die geplanten Gesetzesvorhaben beim Solarstrom mit großer Besorgnis. Vor allem die massive Reduzierung der finanziellen Anreize beim Eigenverbrauch von selbst produziertem Sonnenstrom stößt auf Unverständnis. "Solarstrom, der am Erzeugungsort verbraucht wird, verringert die Kosten für den Netzausbau, außerdem bringt der finanzielle Vorteil aus dem Eigenverbrauchsbonus den Markt für intelligente Verbrauchssteuerung und Speicherlösungen in Gang", erklärt BSW-Geschäftsführer Körnig. Erste Neuentwicklungen bei Speichern werden auch auf der Intersolar Europe vorgestellt. Und das dürfte erst der Anfang sein.
Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar)