Letzte Aktualisierung: 07.11.2011

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Solarthermische Kraftwerke wichtig für Netzstabilität

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Solarthermische Kraftwerke wichtig fuer Netzstabilitaet_hier_Parabolrinnen fuer ein solarthermisches Kraftwerk_Foto_DLR

Solarthermische Kraftwerke wichtig für Netzstabilität - hier: Parabolrinnen für ein solarthermisches Kraftwerk (Foto: DLR)

Eine neue Studie des European Academies Science Advisory Council (EASAC) hat die Potenziale von solarthermischen Kraftwerken für eine nachhaltige Energieerzeugung untersucht. Gerade weil solarthermische Kraftwerke jederzeit Energie bereitstellen und so Fluktuationen im Stromnetz stabilisieren können, nehmen sie eine wichtige Rolle bei der Umstellung der Energieversorgung auf Erneuerbare Energien ein. "Strom aus diesen Kraftwerken hat damit einen Wert, der über die eingespeisten Kilowattstunden hinausgeht", betont Prof. Robert Pitz-Paal, Leiter der Studie und Co-Direktor des DLR- Instituts für Solarforschung.

Laut Studie hat derzeit der Strom aus Solarkraftwerken denselben Preis wie Off-Shore Windanlagen und ist zwei- bis dreimal teurer als Strom aus fossilen Kraftwerken. Bei einer voranschreitenden Markteinführung von Solarkraftwerken und entsprechender Forschung und Entwicklung rechnen die Autoren der Studie damit, dass sich die Stromgestehungskosten in den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren um 50 bis 60 Prozent reduzieren. Bei den derzeitigen Fortschritten der Technologie und der Preisentwicklung der fossilen Energieträger gehen die Forscher weiterhin davon aus, dass der Strom aus Solarkraftwerken mit dem Strom aus fossilen Kraftwerken zwischen 2020 und 2030 wettbewerbsfähig ist.

Besonderes Augenmerk richteten die Forscher auf den Vergleich von solarthermischen Kraftwerken mit Photovoltaikanlagen. In Solarkraftwerken lässt sich die Energie in Form von Wärme speichern, bevor sie in der Turbine zur Stromerzeugung eingesetzt wird. Damit lässt sich Strom nach Bedarf liefern, ohne fossile Kraftwerke als Reserve vorhalten zu müssen. Ein Mehrwert, der mittelfristig zunehmen wird, denn Photovoltaik- und Windanlagen alleine können eine sichere Versorgung nicht garantieren, so die Forscher der Studie. Um eine solche sichere Stromversorgung in Zukunft zu gewährleisten empfehlen die Autoren, die Vergütung des Stroms an den tageszeitlichen Bedarf der Verbraucher anzupassen.

Die Studie betont zudem, dass Solarkraftwerke auch in Regionen mit geringer wirtschaftlicher Entwicklung im Vergleich zur Photovoltaik einen hohen Anteil an lokaler Wertschöpfung haben. Vor allem von den Ländern des mittleren Ostens und in Nordafrika erwarten die Autoren, dass sich die Wirtschaft durch den Bau von Solarkraftwerken entwickelt und lokale Arbeitsplätze entstehen. Sie empfehlen der Politik daher, die Einführung dieser Technologie in diesen Regionen zu unterstützen. Mittelfristig kann der Ausbau von Übertragungskapazitäten dazu führen, dass nach Europa exportierter regelbarer Solarstrom dort zu einer sicheren und CO2-freien Stromversorgung beiträgt.

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