Woher kommt in Zukunft unsere Energie? Diese Frage steht längst weit oben auf der politischen Agenda. Daher werden auch die Energieeinsparung und Energieeffizienz herausragende Rollen spielen. Ein wichtiges Konzept ist die Umwandlung von Abwärme wie z. B aus dem Abgasstrang von Autos in elektrische Energie. Die so genannte Thermoelektrik ist ein Spezialgebiet der Gießener Materialwissenschaftler, die sich im Programm IN-TEG mit der Entwicklung entsprechender neuer Materialien beschäftigen werden.
Vereinfacht ausgedrückt liefern Thermoelektrika eine elektrische Spannung, wenn sie einer Temperaturdifferenz ausgesetzt sind. Der Durchbruch der thermoelektrischen Technologie krankt heute in erster Linie an fehlenden Materialien, die eine hinreichend große thermoelektrische Effizienz unter typischen Betriebsbedingungen bieten. Entsprechend widmet sich IN-TEG der Entwicklung neuer Materialien für Thermobatterien größerer Effizienz. Auf dem Weg dahin soll parallel auf Basis bereits existierender Materialien ein thermoelektrisches System für den Auto-Abgasstrang entwickelt werden. Die Gießener Arbeitsgruppe wird sich dazu in erster Linie den Problemen widmen, die für die Langzeitstabilität solcher Systeme wichtig sind.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) investiert insgesamt 5,5 Millionen Euro in das Projekt IN-TEG, davon gehen rund 800.000 Euro an die Materialwissenschaftler der JLU. Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jürgen Janek bildet gemeinsam mit sieben Partnern aus Wissenschaft und Industrie ein Forschungs-Konsortium, das aus der BMBF-Ausschreibung "ThermoPower – Strom aus Wärme mit thermoelektrischen Generatoren" hervorging.
Quelle: Justus-Liebig-Universität Gießen