Letzte Aktualisierung: 14.06.2013

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Vorsicht vor PV-Anlagen in Hochwassergebieten!

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Von der Flut betroffene Besitzer von Häusern mit einer Photovoltaik-Anlage sollten dringend einige wichtige Hinweise beachten, um das Risiko eines Stromschlages oder einer Knallgasexplosion so gering wie möglich zu halten. Solange nämlich Licht auf die Solarmodule fällt und sich der Wechselrichter sowie der Anschluss an das Stromnetz im Keller oder anderen überfluteten Hausbereichen befindet, dürfen diese Räume nicht betreten werden. Die wichtigsten Tipps zum Umgang mit PV-Anlagen in Hochwassergebieten haben wir kurz zusammengefasst.

Vorsicht vor PV-Anlagen in Hochwassergebieten! (Foto: energie-experten.org)

Vorsicht vor PV-Anlagen in Hochwassergebieten! (Foto: energie-experten.org)

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Achtung vor Stromschlägen bei Sonneneinstrahlung

Obwohl das Wechselstromnetz vom Energieunternehmen bei Flutkatastrophen abgestellt wird, stehen die Gleichspannungsleitungen und Anschlusspunkte zwischen den Photovoltaik-Modulen auf dem Dach des Hauses und dem Wechselrichter bei Sonneneinstrahlung weiterhin unter Spannung. Einzige Ausnahme sind PV-Anlagen, die über einen separaten Schalter stillgelegt werden können, der sich in der Nähe des Solargenerators im nicht überfluteten Bereich befindet.

Lüften verhindert Knallgasexplosion durch Wasserstoff

Befindet sich der Wechselrichter in einem kleinen geschlossenen Kellerraum, der längere Zeit unter Wasser steht, kann an den Verbindungen der PV-Anlage Strom zwischen Plus- und Minuspol durch das Wasser fließen. Dabei kann das Wasser in Wasser- und Sauerstoff aufgespalten und sich Wasserstoff bilden. Sobald dann eine Zündquelle ins Spiel kommt, kann es zu einer Knallgasexplosion kommen.

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PV-Anlage in Generatornähe vom Wechselrichter trennen

PV-Anlagen, deren Solargeneratoren nicht oberhalb der Überflutung abzuschalten sind, sollten durch einen ausgebildeten Elektriker in der Nähe des Generators vom Wechselrichter abgeklemmt werden. Am Besten sollte dies nachts vorgenommen werden, wenn kein Licht auf die Module fällt und sie demzufolge keinen Strom produzieren.

Wiederinbetriebnahme nicht auf eigene Faust durchführen

Nach dem Rückgang des Hochwassers sollte die PV-Anlage auf keinen Fall vom Betreiber selbst wieder in Betrieb genommen werden, sondern nur von Fachhandwerkern. Hatte z. B. der Wechselrichter Kontakt mit Wasser, muss er vor der Wiederinbetriebnahme der PV-Anlage unbedingt durch einen Fachhandwerker gegen einen neuen Wechselrichter ausgetauscht werden.

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Bei Freiflächenanlagen auf Schäden durch Treibgut achten

Bei größeren Freiflächenanlagen sollten zudem die Gestelle genau überprüft werden, da Fundamente u. U. unterspült wurden. Wenn die Gestelle in den nächsten Wochen dann aufgrund der hohen Last absacken, könnten zusätzliche Kosten an der PV-Anlage entstehen. Gerade bei überspülten Freiflächenanlagen sollte auch auf Beschädigungen durch Treibgut geachtet werden.

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