Letzte Aktualisierung: 12.12.2011

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Wärmepumpe auch für Altbauten interessant

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Wärmepumpe auch für Altbauten interessant - hier: Luftwärmepumpe (Foto: Stiebel Eltron)

Wärmepumpe auch für Altbauten interessant - hier: Luftwärmepumpe (Foto: Stiebel Eltron)

Die unsichere politische Lage am Persischen Golf hat nun die ohnehin hohen Ölpreise wieder über die 100-Dollar-Marke pro Barrel (159 Liter) getrieben. Gerade zu Beginn der Heizsaison, wenn viele Öltanks noch befüllt werden müssen, kommen solche Heizölpreissteigerungen zur Unzeit. "Viele Mieter können sich die warme Wohnung nicht mehr leisten. Preissteigerungen bei Öl, Gas oder Fernwärme sind kaum noch zu verkraften, es droht Energie-Armut", warnt Mieterbund Sprecher Ulrich Ropertz. Dabei sind Alternativen durch die Nutzung erneuerbarer Energien vorhanden.

"Etwa 15 Millionen Heizungen in Deutschland sind veraltet und arbeiten ineffizient", weiß Karlheinz Reitze, Geschäftsführer von Stiebel Eltron. "Wer seine Anlage sanieren will, kann auf fossile Brennstoffe gut verzichten: mit einer Wärmepumpe steht eine komfortable, effiziente und wirtschaftlich wie ökologisch attraktive Lösung zur Verfügung."

Beim Neubau ist die Einbeziehung erneuerbarer Energien in die Wärmeversorgung zwingend vorgeschrieben. Hier ist die Wärmepumpe als ideale Lösung anerkannter Standard. Doch auch bei Bestandsbauten setzt sich die Technik immer öfter durch. "Alle acht Minuten wird in Deutschland eine Wärmepumpe installiert", so Karlheinz Reitze, "2012 wird die 500.000. Anlage in Betrieb genommen. Der Sanierungsmarkt hat daran durchaus seinen Anteil. Dazu trägt sicherlich auch die Tatsache bei, dass die Geräte in den letzten Jahren immer effizienter und leistungsfähiger geworden sind."

Wer seine alte Heizung durch eine Wärmepumpe austauscht, erhält zudem einen Zuschuss durch das Marktanreizprogramm (MAP). Gefördert werden Wärmepumpen zur kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung von Gebäuden, zur Raumheizung von Nichtwohngebäuden oder zur Bereitstellung von Prozesswärme oder von Wärme für Wärmenetze. Bemessungsgrundlage ist die Effizienz der Wärmepumpe, die anhand der Jahresarbeitszahl ermittelt wird.

Bei Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen zur Beheizung von Wohngebäuden bis einschließlich 100 kW Nennwärmeleistung muss die Jahresarbeitszahl bei mindestens 3,8 und bei Luft-Wasser-Wärmepumpen bei mindestens 3,5 liegen.

Die Förderung von Erdwärmeheizungen beträgt 2400 € je Anlage. Zuzüglich zu diesem Betrag wird für Anlagen mit einer Leistung von mehr als 10 kW eine zusätzliche Förderung gewährt. Für Erdwärmepumpen mit einer Nennwärmeleistung von mehr als 10 kW bis einschließlich 20 kW gibt es 120 € je weiterem kW Leistung und für Anlagen mit einer Wärmeleistung von mehr als 20 kW bis einschließlich 100 kW gibt es 100 € je kW Leistung, mindestens jedoch 1 200 €.

Für Luft-Wasser-Wärmepumpen beträgt die Basisförderung bei Anlagen mit einer Wärmeleistung von bis zu 20 kW 900 € je Anlage und bei Anlagen mit einer Nennwärmeleistung von mehr als 20 kW bis einschließlich 100 kW pauschal 1 200 € je Anlage.

Bei gleichzeitiger Errichtung einer förderfähigen Solarthermieanlage kann eine Bonusförderung für die Solarkollektoranlage gewährt werden. Wer bei der Förderung einer Wärmepumpe auf der sicheren Seite sein möchte, sollte sich im Vorwege über die Förderungsmöglichkeiten informieren und zum Beispiel einen Energieberater fragen, der den Fördermittelantrag begleitet.

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