Letzte Aktualisierung: 11.12.2010

Anzeige

PV-Anlage: Bis zu 37% sparen!

Wir sparen für Sie bis zu 37% - durch unseren Experten-Vergleich!
Jetzt Preise vergleichen!

Weltklimakonferenz in Cancún erzielt Ergebnisse in letzter Minute

Die Weltklimakonferenz in Cancún hat sich Sonnabend früh (Ortszeit) nach schwierigen Verhandlungen auf ein umfassendes Maßnahmenpaket verständigt. Diese Entscheidungen sind ein wichtiges Fundament auf dem Weg zu einem Klimaabkommen. "Erstmalig ist das 2-Grad-Ziel von der Weltgemeinschaft offiziell anerkannt worden. Die beschlossenen Maßnahmen sind dafür zwar noch unzureichend. Aber sie stellen einen wesentlichen Schritt dar. Der Prozess muss nun fortgesetzt werden", so Bundesumweltminister Norbert Röttgen.

Das Paket von Cancún umfasst CO2-Minderungsmaßnahmen von Industrie- und Entwicklungsländern, die Errichtung eines globalen Klimafonds, Verabredungen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels, zum Waldschutz, zur Technologiekooperation und zum Kapazitätsaufbau in Entwicklungsländern. Es wurde ein Verfahren zur Überprüfung vereinbart, welche zusätzlichen Maßnahmen zur Einhaltung des 2-Grad-Ziels erforderlich sind. Außerdem wurden grundsätzliche Vereinbarungen zur Transparenz der Klimaschutzmaßnahmen von Staaten getroffen. Industrieländer haben zugesagt, ab 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar für Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern zu mobilisieren.

"Cancún hat das gebracht was zu erreichen war. Oder wie es der Umweltminister von Grenada gesagt hat: "We can say we have left Cancun with something workable". Und das ist ganz zweifellos ein positives Signal für den internationalen Klimaprozess. Er bewegt sich doch. Es gibt Beschlüsse zu Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel in Entwicklungsländern, zum Technologietransfer zum Beispiel für Erneuerbare Energien, für den Waldschutz und für die Einrichtung eines Finanzierungsfonds für diese Maßnahmen. Außerdem wurde das zentrale 2-Grad-Ziel festgeschrieben, sogar mit der Überprüfung eines 1,5-Grad-Ziels. Das waren auch die zentralen Ziele im Vorfeld der Konferenz. Gemessen an dem Möglichen ist das Ergebnis gut und hoffnungsvoll für zukünftige Verhandlungen. Aber es ist natürlich trotzdem viel zu wenig", erklärte Frank Schwabe, klimaschutzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion.

Für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ermöglichen die Beschlüsse des Weltklimagipfels von Cancun zwar die Fortsetzung der unter dem Dach der Vereinten Nationen begonnenen Bemühungen zum Klimaschutz. Sie lieferten jedoch noch keinen akzeptablen Beitrag zur Minderung der Treibhausgase. Zum wiederholten Mal hätten die zu einer UN-Klimakonferenz angereisten Staatschefs und Regierungsdelegationen kein ausreichendes Endergebnis zustande gebracht. Die Tatsache, dass der Kyoto-Prozess nicht beerdigt wurde und die Einrichtung eines globalen Klimaschutzfonds seien zwar kleine Schritte in die richtige Richtung. Die übrigen Vereinbarungen wie beispielsweise jene zu den konkreten CO2-Minderungszielen und deren Verbindlichkeit seien jedoch extrem schwammig formuliert und enthielten zu viele Schlupflöcher.

"Das Ergebnis von Cancun hält die Erderwärmung nicht unter zwei Grad. Daran ändern sämtliche Lippenbekenntnisse der Regierungen nichts. Die genaue Ausgestaltung eines Kyoto-Anschluss-Abkommens ist ebenfalls völlig offen. Leider haben Staaten wie die USA, Japan, Kanada, Australien und China weitere Fortschritte blockiert. Wirksamer Klimaschutz wurde erneut vertagt, diesmal ins Jahr 2011 nach Durban in Südafrika. Mit dem Warten auf die Bremser muss endlich Schluss sein", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

"Wenn die Lobbyinteressen der alten Industrien das Handeln oder Nichthandeln von Politikern bestimmen, wird die Welt den Klimawandel nicht bekämpfen können. Deutschland und Europa haben beim Ausbau der erneuerbaren Energien und bei der Steigerung der Energieeffizienz durchaus Erfolge vorzuweisen. Es ist höchste Zeit, dass die Europäische Union beim Klimaschutz endlich eine glaubwürdige und starke Führungsrolle übernimmt und schnellstens mindestens 30 Prozent CO2-Minderung bis 2020 fest zusagt. Diese Rolle kann sie jedoch nicht spielen, wenn sie den Klimaschutz untergräbt indem sie Schlupflöcher wie das Freikaufen von Klimaschutzverpflichtungen mit CO2-Zertifikaten zulässt", sagte Weiger.

Sie haben eine Frage zu diesem Artikel? Wir sollten auch Ihre News bei uns veröffentlichen? Schreiben Sie uns unkompliziert eine Email an unsere Redaktion unter info[at]energie-experten.org

Energie-Experten

Kostenlos Angebote von Experten in Ihrer Nähe anfordern

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Heizung planen

    Mit unserem Heizungsplaner ermitteln Sie einfach online ein Heizungskonzept, das Ihre Heizwärmeanforderungen am Besten erfüllt. Dabei richtet sich die…

    Heizung planen
  • Solarrechner

    Mit unserem Online-Solarrechner können Sie sofort prüfen, ob sich Ihr Dach für eine Photovoltaik-Anlage technisch eignet und finanziell lohnt. Mit nur wenigen…

    Solarrechner
  • Dämmung berechnen

    Mit unserer Online-App "Dämmkostenrechner" ermitteln Sie in wenigen Schritten einfach & unkompliziert, welche Dämmung in welcher Dicke wie viel kostet, was sie…

    Dämmung berechnen

Ihre Suchanfrage wird bearbeitet