Letzte Aktualisierung: 24.02.2013

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Weltweit erste Bio-Jeans aus umwelt- und menschenfreundlicher Produktion

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Das Öko-Projekt Ha Nam, ein deutsch-vietnamesisches Entwicklungsprojekt nahe der Hauptstadt Hanoi, entwickelte jetzt eine ökologische Jeans-Veredelung als weltweit erste produktionsreife Alternative zur größten Umweltsünde der Textilbranche. Dabei wird auch die bei der Produktion anfallende Abwärme wieder genutzt. Die CO2-Bilanz des Projekts ist somit gleich Null.

Weltweit erste Bio-Jeans aus umwelt- und menschenfreundlicher Produktion (Foto: Öko-Projekt Ha Nam, Hans-Jörg Hamann)

Weltweit erste Bio-Jeans aus umwelt- und menschenfreundlicher Produktion (Foto: Öko-Projekt Ha Nam, Hans-Jörg Hamann)

Tausende Liter Wasser und jede Menge hochgiftige Chemikalien, zum Beispiel Farben, Bleichmittel, Acrylharze und Schwermetalle, werden eingesetzt, um unser aller Lieblingskleidungsstück Jeans zu veredeln. Das bei der herkömmlichen Jeans-Produktion verschmutzte Wasser wird oft unzureichend geklärt in die Umwelt geleitet, die davon nachhaltig geschädigt wird. Die in der Jeans-Produktion arbeitenden Menschen tragen gesundheitliche Schäden davon. Das Öko-Projekt Ha Nam, ein deutsch-vietnamesisches Entwicklungsprojekt nahe der Hauptstadt Hanoi, entwickelte jetzt eine ökologische Jeans-Veredelung als weltweit erste produktionsreife Alternative zur größten Umweltsünde der Textilbranche. Dabei wird auch die bei der Produktion anfallende Abwärme wieder genutzt. Die CO2-Bilanz des Projekts ist somit gleich Null.

Biologische Jeans-Veredelung ist bisher einmalig auf der Welt

Die komplett abwasserfreie und CO2-neutrale Jeans-Veredelung des Projekts, das von Hans-Jörg Hamann (68), Projektleiter, Entwickler und Künstler, vor Ort ehrenamtlich geleitet wird, erzielte bereits europäische und US-amerikanische Patente. Zur Veredelung der rohen Baumwolle setzt Hamann eigens dafür entwickelte biologische Feststoffe ein. Diese ess- und trinkbaren Grund- und Nebensubstanzen nutzt der Künstler Hamann dann unmittelbar als Malsubstanzen für seine außergewöhnlichen Öko-Gemälde. Die bisher ungekannte Kopplung ökologisch veredelter Designer-Jeans (Oberteile und Hosen) und Malerei stellt einen geschlossenen ökologischen Produktionskreislauf dar.

CO2-neutrale Energiebilanz der ökologischen Jeans-Veredelung – dank großer Hitze unterm Dach

Dabei nutzt das Öko-Projekt Ha Nam zum Beispiel auch die Wärme (oft mehr als 80 Grad Celsius heiße Luft), die sich unter dem Dach des Produktionsgebäudes staut, um damit das Wasser für den Veredelungsprozess der Jeans-Kleidung aufzuheizen. Solarthermie und Abwärme werden so genutzt, um Strom zu sparen. Die CO2-Bilanz des Projekts ist gleich Null. Die Mitarbeiter des Projekts, das derzeit versucht, seinen Laborstatus in einen Produktionsstatus zu ändern – und dafür jede Hilfe braucht, zum Beispiel Sponsoren oder interessierte Bio-Jeans-Händler – um noch in diesem Jahr mit seiner Kollektion den deutschen Markt zu betreten, werden überdurchschnittlich bezahlt und sind mit Leib und Seele bei der im wahrsten Sinne des Wortes Sache. Und das, ohne gesundheitlichen Schaden wegen Chemikalien oder unzumutbarer Arbeitsbedingungen erdulden zu müssen. Die Bio-Jeans sind sämtlich Designerstücke und trotz dessen bezahlbare Unikate. Aufgrund der biologischen Veredelung, die Farben halten übrigens ebenso lange wie man es von herkömmlichen Jeans gewohnt ist, ist der Stoff sehr weich und angenehm auf der Haut. Gesund ist er allemal!

Der Umweltschrei – Sinnbild des Öko-Projekts Ha Nam und Markenzeichen der Galerie

Das abstrakte Gemälde "Der Umweltschrei" ist inzwischen zum Markenzeichen des Öko-Mode-Projekts Ha Nam geworden. Der Betrachter sieht darauf das verzerrte Antlitz einer Vietnamesin. Das ist ihre Geschichte: Als es Hans-Jörg Hamann erstmals gelang, ökologische Malsubstanzen bei der Jeans-Veredelung einzusetzen und zurückzugewinnen, feierte er dies mit seinem Team und deren Familien in Vietnam. Im Gespräch mit einer vietnamesischen Näherin weinte die Frau, die Hamann sonst sehr ruhig und ausgeglichen kannte. Der Deutsche war sehr berührt und fragte nach dem Grund der Tränen. Die Näherin erzählte, dass sie mit ihrer Arbeit in einer Jeans-Fabrik zum Unterhalt der Familie beitrage, da ihr Mann mit der Flussfischerei von Woche zu Woche weniger Geld nach Hause bringe. Doch genau die Jeans-Fabrik, in der sie nähe, so die schluchzende Frau weiter, sei schuld daran, dass immer häufiger verfaulte und/oder halbtote Fische in Netz und Reuse ihres Mannes landeten. Die Näherin konnte sich keine Lösung für diesen Teufelskreis vorstellen - nicht während ihrer Lebenszeit. Hamanns neue zu 100 Prozent abwasserfreie Jeans-Veredelungstechnologie wecke jedoch neue Hoffnung in ihr. Deshalb die Tränen. Hamann malte kurz darauf das Gemälde "Der Umweltschrei".

Galerie "Der Umweltschrei" gastiert derzeit im Wasserschloss Hülsede

Die Gemälde von Hamann, der diese aus Verbundenheit mit dem Projekt mit dem Künstlernamen Jörg Ha.Nam signiert, sind seit letztem Jahr erstmals in Deutschland zu sehen. Nachdem die Galerie "Der Umweltschrei", die sowohl die Bio-Jeans als auch die Gemälde von Projektleiter Hamann zeigt, von Mai bis Dezember im Historischen Hochzeitshaus Hameln mehr als 50.000 Besucher anlockte, folgte sie jetzt der Einladung der an sicht- und erlebbarer Nachhaltigkeit interessierten Schlossherren des Wasserschlosses Hülsede. Gräfin Alexandra von Finckenstein, die sich um die Vermarktung des von drei Generationen bewohnten und bewirtschafteten Schlosses (5 Minuten von der Abfahrt A2 Lauenau) ebenso kümmert wie um die nachhaltige Landwirtschaft, hat dem Projekt ihre Event-Location ohne Kostenaufschlag zur Ausstellung der Gemälde zur Verfügung gestellt. Im Mai wird das Projekt parallel zur Dauerausstellung in Schloss Hülsede für drei Monate in Deutschlands ersten EMAS-zertifizierten Bio-Seehotel Zeulenroda ausgewählte Gemälde Hamanns präsentieren. Auch internationale Galeristen sind inzwischen auf Hamanns außergewöhnliche Kunst aufmerksam geworden. Eine Soloausstellung in China soll im Mai starten.

Hans-Jörg Hamann - ein Mann, der an die Bio-Jeans nicht nur glaubt, sondern sie macht

Hans-Jörg Hamann ist Rentner. Doch er ist von morgens früh bis lange nach Mitternacht für seine Überzeugung auf den Beinen. Er leitet das Öko-Projekt Ha Nam nicht nur ehrenamtlich, sondern mischt immer voll mit. Er lebt nahezu asketisch, weil er sich von seiner Rente nur einen Teil in Höhe der Löhne abzwackt, die er seinen Teamkollegen zahlt. Er designt die Kollektion, veredelt eigenhändig die Stoffe und malt anschließend sofort mit den biologischen Farben einzigartige Gemälde, die immer wieder einen Bezug zu aktuellen Umweltthemen haben. Die Farben müssen innerhalb weniger Stunden auf die Leinwand gebracht werden, da sie sonst ihrem biologischen Zerfall unterliegen. Die Bilder, zeitgenössische Kunst, mal abstrakt, mal gegenständlich, stellt Hamann dem Projekt zur Verfügung – wer Interesse daran hat, kann sie auf der Homepage ansehen und gerne auch kaufen. Jeder Erlös hilft dem Projekt weiter. Der Internet-Shop "Flaxxxstore" ist gerade im Aufbau. Er soll künftig der Vermarktung der Bio-Jeans und Bio-Gemälde dienen.

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