Letzte Aktualisierung: 16.08.2022

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Wer in Bayern jetzt mit Holz baut, erhält bis zu 200.000 € Förderung!

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Mit der Einführung des Bayerischen Holzbauförderprogramms (BayFHolz) am 01. Juni 2022 setzt der Freistaat Bayern neue Impulse für die Klimastrategie. Mit einer Förderung von 500 € pro Tonne CO2 werden Bauherren von nun an belohnt, sofern Vollholzprodukte, Holzwerkstoffe sowie Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen zum Einsatz kommen. Die Klimaoffensive „Klimaland Bayern“ verfolgt das Ziel, ab 2040 Klimaneutralität in dem Bundesland zu erreichen.

Das Bild zeigt einen Holzbau

Beim Holzbau gibt Bayern finanzielle Zuschüsse sowohl für Neubauten als auch Erweiterungen und Aufstockung mehrgeschossiger Wohngebäude (Foto: energie-experten.org)

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Um das Ziel der Klimaneutralität in weniger als 20 Jahren zu erreichen, erneuerte das Kabinett unter Federführung von Ministerpräsident Dr. Markus Söder, MdL, die Zielsetzungen Bayerns zum Klimaschutz am 28. Juni 2022 in einer Kabinettssitzung. Für die Staatskanzlei und die Staatsministerien selbst wird sogar eine Klimaneutralität bis zum Jahr 2023 angestrebt. Die Reduktion der Treibhaus-Emissionen soll um 65 Prozent gesenkt werden.

Allein im Jahr 2022 soll dafür eine Milliarde Euro bereitgestellt werden und fast 22 Milliarden bis 2040. Auch das Bayerische Klimaschutzgesetz - welches die Rahmenbedingungen im Thema Klimaschutz bildet - wird derzeit vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz überarbeitet.

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Nachhaltiges, regionales Baumaterial direkt vor der Haustür

Das Klima-Programm umfasst 50 Maßnahmen in fünf zentralen Sektoren, einer davon ist das „Klima-Bauen und Klima-Architektur“. Als zentraler Punkt hier gilt die Förderung des Holzbaus, denn vor allem in Bayern steht der Rohstoff Holz in großem Anteil zur Verfügung - praktisch direkt vor der Haustür.

Der Baustoff Holz ist vor allem aufgrund seiner Klimawirksamkeit besonders profitabel: Jeder Kubikmeter Holz, der verbaut wird, speichert eine Tonne CO2 - damit verfügt Holz über die Fähigkeit zur langfristigen Bindung von CO2 und trägt damit zur Reduzierung der energiebedingten CO2-Emissionen bei.

Ziel ist es, mit der vermehrten Nutzung von Holz die endlichen Ressourcen und auch weitere nachwachsende Rohstoffe zu schonen.

Holz spielt eine große Rolle bei der Umsetzung der Klimaziele

Bei der Besichtigung einer sich im Bau befindlichen Wohnanlage in Holz-Hybridbauweise in Utting stellten Bayerns Bauminister Christian Bernreiter und Forstministerin Michaela Kaliber am 11. Juli 2022 den neuen Holzbauzuschuss vor.

Bernreiter ging dabei vor allem auf die Relevanz der Nutzung von Holz in Bezug auf den Klimaschutz ein:

„Holz ist ein nachwachsender, heimischer und klimagerechter Baustoff. Mit der neuen Bayerischen Förderrichtlinie Holz haben wir einen weiteren wichtigen Baustein nicht nur für den Klimaschutz in Bayern geschaffen, sondern auch für mehr Wohnraum sowie für klimagerechte Schulen, Kindergärten und andere Einrichtungen der sozialen Infrastruktur.“

Bayern ist Vorreiter mit Holzbauförderung dieser Dimension

Auch bei staatlichen Bauten legt Bayern zukünftig eine klare Priorität auf die Verwendung von Holz. Als Leuchtturmprojekte gelten beispielsweise die TU Nürnberg oder das Kunstcampus der bayerischen Landeshauptstadt München.

Bisher ist Bayern Vorreiter mit einem derartigen Holzbauförderprgramm, doch zahlreiche Bundesländer wollen mit vergleichbaren Förderprogrammen nachziehen.

In Hamburg gibt es beispielsweise eine Förderung von 80 Cent je Kilogramm verwendetes Holzprodukt - jedoch lediglich für Neubauten und Nicht-Wohngebäude.

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Wie viel Förderung steht mir zu?

Generell beträgt die Förderung 500 € je Tonne der in den Holzbauelementen und Dämmstoffen gebundenen Menge CO2, bei einer maximalen Fördermenge von 200.000 €.

Die Menge des gebundenen Kohlenstoffs wird mittels eines speziellen Berechnungstools nachgewiesen. Ein Wohnhaus der GK 3 erhielt beispielsweise einen Zuschuss in Höhe von 19.400 €. Dabei wurden rund 312 m3 Holzfaserdämmung verwendet, die 38.800 kg CO2 speichern.

Welche Art von Gebäuden werden gefördert?

Gefördert werden Neubauten, Erweiterungen und Aufstockung mehrgeschossiger Wohngebäude. Darüber hinaus können auch kommunale Gebäude, wie Verwaltungsgebäude, sowie soziale Infrastruktur, wie Schulen und Kindergärten, den Zuschuss erhalten.

So sollen von der Förderung nicht nur Unternehmen und Kommunen profitieren, sondern vor allem auch private Bauherren.

Welche Anforderungen müssen erfüllt sein?

Damit ein Gebäude gemäß der BayFHolz förderfähig ist muss es mindestens als Effizienzhaus 55 ausgeführt werden. Darüber hinaus muss die Tragwerkskonstruktion überwiegend aus Holz bestehen - die tragende Konstruktion der Gebäudehülle sowie ein weiteres tragendes Bauteil müssen mindestens in Holzbauweise realisiert werden.

Eine weitere Anforderung ist tatsächlich auch die Anschaffung der Holzelemente aus nachweislich nachhaltiger Forstwirtschaft.

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Wie erhalte ich die Förderung?

Sofern die Anforderungen erfüllt sind, kann ein Förderantrag schriftlich oder elektronisch vor Beginn der Maßnahme bei der zuständigen Bewilligungsstelle beantragt werden. Die Bewilligungsstelle richtet sich nach der örtlich zuständigen Regierung.

Die Auszahlung der Förderungsmittel erfolgt bis spätestens 31.12.2023; Anträge müssen jedoch bis zum 31.12.2022 bei der Bewilligungsstelle eingegangen sein.

Für bereits begonnene Vorhaben ist es leider nicht möglich eine nachträgliche Förderung zu beantragen.

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