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Ein nachhaltiges Energiekonzept findet Einzug in den historischen Bunker (Foto: E3/DC)

Düsseldorf: Bunker wird dank PV zum nachhaltigen Wohnquartier

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In Düsseldorf hat der Architekt David Wodtke einen Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg zu einem zeitgemäßen, nachhaltigen Gebäudekomplex mit Wohnungen und Gewerbeflächen umgewandelt. Dank Photovoltaikanlage, E3/DC-Stromspeicher und Blockheizkraftwerk können circa 95 Prozent des Strombedarfs autark vom Energieversorger gedeckt werden.

Auf dem neuen Anbau montierte die Firma Congy Solarstrommodule mit 60 KW Leistung. Die Anlage wird laut Berechnungen rund 60.000 KWh Strom im Jahr erzeugen.

Kombiniert wurden sie mit zwei E3/DC-Hauskraftwerken aus der PRO-Serie. Sie haben eine Gesamtspeicherkapazität von 52 KWh und speichern den Solarstrom zwischen, wenn er nicht unmittelbar genutzt werden kann.

Eine besonderes Merkmal des Energiekonzepts ist der Farming-Betrieb der Speichersysteme aus der PRO-Serie. Das heißt, dass die beiden Speicher zu einer raffinierten „Energiefarm“ parallelgeschaltet sind und nur einen Anschluss an das öffentliche Stromnetz innehaben.

Ein Speicher nimmt die Rolle des „Masters“ oder „Farmmanagers“ ein und ist mit dem Netzregelpunkt verbunden. Er interagiert mit dem anderen Speicher, dem „Slave“, über das Netzwerk oder das Internet.

Falls die Speicherkapazität beizeiten ausgeweitet werden soll, ist dies bei den E3/DC-Hauskraftwerken unkompliziert möglich.

Das Blockheizkraftwerk mit ca. 40 KW thermischer Leistung und 20 KW elektrischer Leistung erzeugt etwa 226.000 KWh Wärme und ungefähr 116.000 KWh Strom im Jahr.

Für den Betrieb des BHKW sind etwa 355.000 KWh Erdgas im Jahr erforderlich. Mit einer merklich höheren Effizienz als Großkraftwerke produziert das Blockheizkraftwerk Wärme und Strom.

Wenn der Solarstrom aus der Photovoltaikanlage auf dem Dach nicht genügt, wird Strom aus dem BHKW im Gebäude eingesetzt. Er kann, wie der Solarstrom, in den E3/DC-Hauskraftwerken zwischengespeichert werden. Der Überschuss, sowohl von der Photovoltaik-Anlage als auch dem BHKW, wird dem öffentlichen Netz zugeführt.

Von den etwa 176.000 KWh Strom, die vollends auf und in dem Hochbunker erzeugt werden, können laut Simulation 75 Prozent direkt verbraucht werden. Von dem gesamten Stromverbrauch werden 95 Prozent lokal und unabhängig vom Energieversorger genutzt.

Nur etwa fünf Prozent sollen aus dem Netz bezogen werden. Ergänzend zu diesen Anlagen ist eine Adsorptionskältemaschine installiert. Sie nutzt im Sommer nicht verwendete Wärme vom BHKW und formt sie zur Kühlung der Büros in Kälte um.

Seinen privaten und gewerblichen Mietern stellt der Architekt Mieterstrom bereit. Die technische Abwicklung und Abrechnung liegt im Aufgabenbereich der Firma Congy. Der Mieterstrompreis liegt einen Cent unter dem Ökostromtarif und ca. 2,6 Cent unter dem üblichen Stromtarif des örtlichen Versorgers.

Das gleiche gilt für die Wärmeversorgung. David Wodtke verkauft die Wärme aus dem BHKW an seine Mieter. Der Wärmepreis liegt etwa fünf Prozent unter dem des örtlichen Versorgers, auch dies ist wieder ein beachtliches Argument.

Die Elektromobilität ist genauso Teil des Energiekonzeptes. Zwölf Wallboxen von E3/DC sind aktuell in der Tiefgarage installiert. Eventuell wird es künftig noch öffentliche Ladestationen im Außenbereich geben.

Im Erdgeschoss wurden eine Kindertagesstätte, ein Co-Working-Space und ein Bio-Imbiss errichtet.

Der zweite, dritte und vierte Stock ist dem sogenannten Geschwister-Wohnen vorbehalten. Hier können Kinder und Jugendliche, die aus ihren Familien genommen wurden, gemeinsam leben. In diesen Stockwerken gibt es darüber hinaus noch große Wohnungen für Familien.

Der Bunker-Keller ist mit einem Indoor-Spielplatz ausgestattet. Auf 300 m2 Fläche können sich die Jugendlichen aus dem Haus sportlich austoben.

Im fünften und sechsten Stock sind luxuriösere Wohnungen angesiedelt. Die siebte Etage bewohnt der Bauherr selbst, im achten Stock hat er sein Büro eingerichtet. Die beiden obersten Etagen wurden auf dem alten Bunker neu errichtet.

Architekt David Wodtke war der Ansicht, dass man das geschichtsträchtige Gebäude besser nutzen könnte und sollte, vor allem, wenn in einem Ballungsgebiet wie Düsseldorf Wohnungen rar und kostspielig sind.

Steckbrief
Projektnummer:
132
Objekt:
Bunker-Wohnhaus
Ort:
Düsseldorf
Beteiligte Unternehmen:
Architekt David Wodtke, Congy – Concepts for Energy
Elektrische Leistung:
60,00 kW
Elektrische Speicher-Kapazität:
52,00 kWh
Produzierte kWh elektrisch pro Jahr:
60.000,00 kWh
Baujahr:
2021
Quelle:
Wohnen im Düsseldorfer Hochbunker


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Projektnummer:
132
Objekt:
Bunker-Wohnhaus
Ort:
Düsseldorf
Beteiligte Unternehmen:
Architekt David Wodtke, Congy – Concepts for Energy
Elektrische Leistung:
60,00 kW
Elektrische Speicher-Kapazität:
52,00 kWh
Produzierte kWh elektrisch pro Jahr:
60.000,00 kWh
Baujahr:
2021
Quelle:
Wohnen im Düsseldorfer Hochbunker
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